Hitze im Rems-Murr-Kreis: Was tun gegen Gestank und Maden in der Bio-Mülltonne?
Fliegen schwirren um die Biotonne, unangenehmer Geruch schlägt einem beim Öffnen entgegen und innendrin räkeln sich Maden. Wenn es draußen heiß ist, ist der Gang zur Biotonne besonders unangenehm. Mit den weiterhin warmen Temperaturen im Rems-Murr-Kreis sind die Voraussetzungen für diesen Albtraum bestens gegeben. Doch das muss nicht sein.
Wir geben Tipps, wie Sie unangenehme Überraschungen in der Biotonne vermeiden können.
Feuchtigkeit fördert Gerüche und Fäulnis – was tun?
Unangenehme Gerüche treten hauptsächlich dann auf, wenn die Bioabfälle sehr feucht sind. Fäulnisvorgänge werden durch die Kombination von Wärme und Nässe begünstigt. Die Feuchtigkeit können Sie reduzieren, indem Sie zum Beispiel feuchte Bioabfälle (insbesondere eiweißhaltige Speisereste wie Fleisch, Fisch, Käse und Wurst) in Zeitungspapier oder Papiertüten einwickeln. Auch der Tonnenboden sollte mit Papier ausgelegt werden. Zwischenschichten aus geknüllten Zeitungen oder kleinen Ästen verbessern zusätzlich die Durchlüftung der Tonne.
Für Rasenschnitte gilt: Lassen Sie sie nach dem Mähen antrocknen. Erst danach sollten diese in die Biotonne. Trockene Gartenabfälle können den Feuchtigkeitsgehalt in der Biotonne laut Abfallwirtschaft Rems-Murr (AWRM) deutlich senken.
Was hilft gegen Madenbefall?
Gegen Madenbefall helfen Branntkalk, Gesteinsmehl oder Kombinationspräparate aus dem Baumarkt, Landhandel oder Gartencenter. Streuen Sie dies über den Biomüll. Dadurch wird dem Abfall nicht nur die Feuchtigkeit entzogen. Durch den feinen Staub ersticken Maden. Um dem Madenbefall vorzubeugen, sollten Sie Ihre Biotonne nach der Leerung gründlich reinigen. Erst nach vollständiger Trocknung sollten Sie ihre Mülltonne wieder befüllen. Den Rand reiben Sie am besten von Zeit zu Zeit mit Essig ab. Der Grund: Weder Fliegen noch Maden mögen den Essig-Geruch. Auch Lavendel, Orangen- oder Teebaumöl ist bei den kleinen Plagegeistern unbeliebt.
Warum Sie auf chemische Produkte verzichten sollten
Der AWRM rät dringend, auf den Gebrauch von chemischen Produkte gegen Madenbekämpfung zu verzichten. Insektizide bauen sich nämlich nur langsam ab. Über den zu Kompost verarbeiteten Biomüll können sie ins Erdreich gelangen.
Biotonne wöchentlich zur Leerung bereitstellen
Auch wenn Ihre Biotonne nur zum Teil befüllt ist, sollten Sie sie am besten wöchentlich zur Leerung bereitstellen.
Eine wöchentliche Leerung ist in der Zeit von Mitte Mai bis Ende Oktober möglich. In der restlichen Zeit erfolgt die Leerung 2-wöchentlich.
Für weitere Fragen zur Biotonne steht Ihnen die Abfallberatung der AWRM unter der Telefonnummer 07151-5019535 zur Verfügung.


