Fußball-WM: Deutschland scheidet aus - 17,44 Millionen sehen zu
Aus der Traum für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft beim WM-Turnier in Katar. Beim Spiel gegen Costa Rica am Donnerstagabend (01.12.) siegte das Team zwar mit 4:2. Wegen Spaniens Niederlage gegen Japan und der besseren Tor-Statistik schied die DFB-Elf dennoch aus und tritt am Freitag die Heimreise an.
Die Übertragung im Ersten Deutschen Fernsehen sicherte sich laut dem Onlinemagazin DWDL mit durchschnittlich 17,44 Millionen zusehenden Personen in Deutschland die bis dahin beste Reichweite der Winter-WM in Katar.
Partie Deutschland gegen Costa Rica kam auf 53,7 Prozent
Im Vergleich zum Gruppenspiel gegen Spanien am Sonntagabend (27.11.) legte das entscheidende Match also rund 0,4 Millionen zusehende Fans drauf. Auch die Marktanteile in Deutschland stiegen nochmals um einige Punkte. Insgesamt kam die Partie gegen Costa Rica auf 53,7 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurde erstmals die 60-Prozent-Marke geknackt: 64,2 Prozent sahen das deutsche Ausscheiden.
Während das Flick-Team sportlich in seiner Gruppe nicht über den dritten Rang hinaus kam, gelang es ihm zudem nicht, in Sachen deutscher TV-Jahrescharts an den auch auf dem Platz erfolgreicheren Frauen vorbeizuziehen.
Das EM-Finale der Frauen im Sommer hatte rund 17,9 Millionen Menschen in Deutschland ab drei Jahren in den Bann gezogen. Die deutsche Fußballnationalmannschaft kam neben den jetzt generierten 17,44 und den am Sonntag erreichten 17,05 Millionen Zusehenden gegen Spanien zudem im Auftaktspiel, das Mittwoch zurückliegender Woche stattfand, auf etwa 9,2 Millionen Personen.
80 Prozent Einschaltquoten bei früheren deutschen Spielen bei Weltmeisterschaften
Während Fußballexpertinnen und -experten der Meinung sind, dass die Nationalmannschaft nicht ihr volles Potential ausgeschöpft hat, war das bei den TV-Quoten ähnlich. Früher noch kamen deutsche Spiele bei Weltmeisterschaften regelmäßig auf mehr als 80 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen, so das Onlinemagazin DWDL. Davon waren ARD und ZDF in diesem Winter weit entfernt.
Nicht bekannt ist weiterhin, wie viele Fans sich parallel für die Übertragung im Pay-TV bei Magenta TV entschieden. Der Umstand, dass mit der DFB-Elf nun das zweifelsfrei größte Zugpferd raus ist, dürfte laut DWDL der Quotenbilanz des noch gut zwei Wochen laufenden Turniers nicht unbedingt helfen.
Der Donnerstag war für Das Erste dennoch ein starker Tag. Die ab 22:35 Uhr gezeigte Zusammenfassung des Spiels Japan gegen Spanien kam immer noch auf 7,7 Millionen. Bei den Jüngeren erreichte Das Erste zu dieser Zeit noch rund 47 Prozent Marktanteil. Ebenfalls über sieben Millionen Menschen sahen die Vorberichte zum Spiel – der Wert stieg allerdings erst im Laufe der Zeit.
Quelle für alle Daten in diesem Artikel: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.4, Marktstandard: TV



