Aus für Esslinger bei der Darts-WM: Kai Gotthardt scheitert an Stephen Bunting
London/Esslingen. Der Darts-Spieler Kai Gotthardt aus Esslingen ist bei der Weltmeisterschaft in London in der zweiten Runde ausgeschieden: Am Freitagnachmittag (20.12.) verpasste er gegen den favorisierten Stephen Bunting die nächste Sensation, lieferte im legendären Ally Pally dennoch ein ordentliches Match ab.
Gegen die Nummer acht der Weltrangliste hatte der ehemalige Spieler des DC Urbach losgelegt wie die Feuerwehr. Drei 180er und eine Checkout-Quote von einhundert Prozent brachten dem 29-Jährigen die 1:0-Satzführung. Konzentriert, stark im Scoring, ohne große Emotionen.
Dabei stand das Publikum wie eine Wand hinter dem Engländer Bunting. Auch der zweite Satz startete ideal aus Sicht des Deutschen. Mit einem Break eröffnete Gotthardt. Doch jetzt schraubte Bunting sein Niveau ordentlich nach oben. Aber der Esslinger blieb zunächst noch stark auf den Doppelfeldern. Und so ging es in den Decider, den Bunting letztlich für sich entscheiden konnte.
Bitter: Gotthardt hatte drei Darts zum Satzgewinn, zielte jedoch dreimal knapp an der Doppel-Acht vorbei. Statt 2:0 hieß es also 1:1 in einem packenden Duell. In der Rückschau der entscheidende Moment dieser Session.
Bunting gibt Gas, Gotthardt kann nicht Schritt halten
Satz 3 startete Bunting mit einem Maximum. Und setzte damit den Ton für den weiteren Verlauf des Matches. Auch die Trefferquote auf die Doppel wurde bei Bunting nun besser und besser. Die 2:1-Führung in den Sätzen folgte. Gotthardt konnte sowohl im Scoring als auch bei seiner Doppelquote nicht mehr an sein Niveau aus dem Eröffnungssatz anknüpfen. Und so musste er bei seiner WM-Premiere letztlich mit 1:3 die Segel streichen. Für seinen beherzten Auftritt gegen den großen Favoriten muss sich der Esslinger aber keineswegs grämen - was auch Bunting nach seinem Sieg bei Sky Sports unterstrich: „Es war richtig schwierig. Kai ist ein großartiger Spieler. Manchmal hatte ich wirklich zu kämpfen, aber das Publikum hat mich wirklich durchgebracht.“
"Muss ich einfach machen": Kai Gotthardt ärgert sich über zweiten Satz
"Den zweiten Satz muss ich einfach machen. Dann gewinne ich das Spiel wahrscheinlich", ärgerte sich Gotthardt im Nachgang am Sport1 -Mikrofon: "Danach habe ich nichts mehr auf die Kette bekommen. Ich bin selbst schuld an der Situation." In Gabriel Clemens, Niko Springer und Gotthardt sind nun die Hälfte der sechs deutschen Teilnehmer ausgeschieden.

