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Das Landesumweltministerium vermutet einen Wolf im Landkreis Schwäbisch Hall

Wolf
Symbolbild. © Pixabay (CC0 Public Domain)

Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich im Landkreis Schwäbisch Hall ein Wolf aufgehalten hat. Das teilen die Experten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) dem Umweltministerium Baden-Württembergs mit.

Ein Fotofallenbild von Sonntag, 24. Mai 2020, zeige demnach sehr wahrscheinlich einen Wolf auf der Gemarkung der Gemeinde Frankenhardt im Landkreis Schwäbisch Hall. Das Foto mit dem Wolfsverdacht war der FVA am Freitag, 5. Juni, gemeldet worden.

Ob es sich auf dem Bild tatsächlich um einen Wolf handelt, lässt sich nach Angaben des Umweltministeriums wegen der mangelhaften Bildqualität nicht zweifelsfrei bestätigen – die FVA-Experten halten es aber für sehr wahrscheinlich, dass auf den Fotos ein Wolf zu sehen ist. Ob sich das Tier noch im Gebiet um Frankenhardt aufhält oder bereits weitergezogen ist, ist nicht bekannt.

Das Umweltministerium bittet darum, eventuelle Beobachtungen per Mail unter info@wildtiermonitoring.de oder telefonisch unter 0761 4018 274 an die FVA in Freiburg zu melden.

Nach Angaben des Naturschutzbundes wurden vor knapp 20 Jahren die ersten Wolfswelpen in Deutschland in Freiheit geboren, heute leben demnach insgesamt 105 Wolfsrudel, 25 Paare und 13 territoriale Einzelziere in Deutschland.
 Übergriffe von Wölfen auf Menschen sind sehr selten. In der Vergangenheit gab es laut einer Veröffentlichung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit nur wenige Fälle, in denen gesunde Wölfe einen Menschen angegriffen oder gar getötet haben. Wolfsangriffe auf Menschen lassen sich vor allem auf drei Ursachen zurückführen: Tollwut, Provokation und Futterkonditionierung.