Drohung am Hauptbahnhof Stuttgart: "Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt"
Die telefonische Drohung, die am Sonntag (29.10.) den Hauptbahnhof Stuttgart zeitweise lahmlegte, steht laut Polizei "im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt". Das teilte ein Sprecher am Montag (30.10.) mit. Mittlerweile ermittelt der Staatsschutz.
Hauptbahnhof Stuttgart lahmgelegt: Wohl keine Bombendrohung
Wie berichtet, hatte am Sonntagvormittag ein anonymer Anrufer über den Notruf eine Drohung abgesetzt, die den Hauptbahnhof in Stuttgart betraf. "Diese Bedrohung steht im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt", so ein Sprecher der Polizei. Weitere Angaben zum Inhalt oder dem Anrufer wollte die Polizei nicht machen. Um eine Bombendrohung, so berichtet die dpa, habe es sich nicht gehandelt.
Der Bahnhof war nach Eingang der Drohung geräumt worden, der Zugverkehr mit Fern- und Regionalzügen, S-Bahnen und Stadtbahnen war eingeschränkt. Auch nachdem Spezialisten das Gelände abgesucht und Entwarnung gegeben hatten, kam es noch zu Verzögerung im Betriebsablauf.
Bombendrohungen in der Region und darüber hinaus: Polizei ermittelt
Deutschlandweit kommt es in den letzten Tagen vermehrt zu Drohanrufen und -meldungen. Erst am Freitag (27.10.) wurden im Rems-Murr-Kreis und Stuttgart Schulen wegen Bombendrohungen geräumt. Am Dienstag (24.10.) waren Bombendrohungen bei TV-Sendern wie dem SWR und RTL eingegangen, auch der Hauptbahnhof Berlin war betroffen.
In vielen Fällen gab es in Drohschreiben einen direkten Bezug zu der Terror-Organisation Hamas, oder es wurden anderweitig Bezüge zum Nahostkonflikt hergestellt. Die Schreiben unterscheiden sich aber teilweise voneinander.
Polizei Stuttgart: "Natürlich wird geprüft, ob diese Fälle zusammenhängen"
Ob der Anruf, der den Hauptbahnhof in Stuttgart lahmlegte, in diese Reihe zu zählen ist, das ist momentan Gegenstand der Ermittlungen der Abteilung Staatsschutz. "Natürlich wird geprüft, ob diese Fälle zusammenhängen, oder ob es möglicherweise einen Trittbrettfahrer gibt", sagte der Sprecher der Polizei.
Sperrung am Bahnhof Waiblingen: Keine Hinweise auf politischen Hintergrund
Bereits am 19. Oktober war der Bahnhof in Waiblingen gesperrt worden, nachdem ein Unbekannter von der Notrufsäule auf dem Bahnhofsvorplatz eine Drohung abgesetzt hatte. In diesem Fall, so hieß es vergangene Woche von der Bundespolizei, lagen aber keinerlei Hinweise auf einen politischen Hintergrund vor.




