Großer Polizei-Einsatz in Stuttgart: Anonymer Anrufer legt Hauptbahnhof lahm
Der Hauptbahnhof in Stuttgart musste am Sonntag (29.10.) nach einer Bedrohung geräumt werden. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort. Der gesamte Zugverkehr mit Fern- und Regionalzügen, S-Bahnen und Stadtbahnen war eingeschränkt. Auch nach der Sperrung kam es zu Verzögerung im Betriebsablauf.
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Polizei und Rettungsdienst am Hauptbahnhof im Einsatz
Wie Denis Sobek, Sprecher der Bundespolizei in Stuttgart auf Nachfrage mitteilt, war der gesamte Bahnhof nach einer Bedrohungslage gegen 10.20 Uhr geräumt worden. In einer Pressemitteilung der Bundespolizei heißt es weiter, ein anonymer Anrufer habe sich über den Polizeinotruf gemeldet. Laut Sobek war die Polizei von einer "vermeintlichen Drohung" ausgegangen. Sie nehme solche dennoch sehr Ernst, weshalb sie mit strarken Kräften vor Ort war. Auch der Rettungsdienst und die Feuerwehr waren vorsorglich am Bahnhof in Stuttgart im Einsatz.
Erhebliche Einschränkungen im Zugverkehr
Züge konnten während des Einsatzes nicht vom Hauptbahnhof aus fahren. Die S-Bahnen fuhren ohne Halt am Hauptbahnhof durch, Fernzüge wurden umgeleitet. Die Stadtbahn fuhr laut Sobek zunächst gar nicht. Erst gegen 11.40 Uhr konnte der Bahnhof wieder freigegeben werden.
Erst am Freitag hatte es bundesweit Bombendrohungen gegen zahlreiche Schulen gegeben, darunter auch Schulen in Waiblingen, Fellbach und Schorndorf. Regelmäßig geht es in diesen Drohschreiben um den Nahostkonflikt. Sprengstoff gefunden wurde bislang nie. Unklar ist, ob hinter allen Drohungen dieselben Verfasser stecken. Denkbar ist auch, dass Trittbrettfahrer seit vergangenen Montag auf den bereits angerollten Zug aufgesprungen sind.




