Stuttgart & Region

Fünf Totenkopfäffchen in der Wilhelma in Stuttgart geboren

KW 22a Fünf Totenkopfäffchen geboren  02.06.2021 Bild 5 Müller
Innerhalb von sechs Wochen sind fünf Totenkopfäffchen in der Wilhelma in Stuttgart geboren worden. © Jana Müller / Wilhelma Stuttgart

In den vergangenen sechs Wochen ist die lebhafte Truppe der Totenkopfaffen in der Wilhelma von 15 auf 20 angewachsen.

Die Jungtiere greifen kurz  nach der Geburt instinktiv nach dem Fell der Mutter und klettern auf deren Rücken. Dort krallen sie sich als Passagiere mit einem Klammerreflex fest, damit sie ungeachtet aller Akrobatik der Mütter beim Klettern und Springen von Ast zu Ast stets „an Bord“ bleiben.

Zu Beginn kümmert sich allein die Mutter um ihr Baby, später helfen Tanten und ältere Schwestern und bringen die Kleinen zum Säugen zur Mutter zurück. Über drei bis vier Monate erlangen die jungen Affen schrittweise ihre Selbstständigkeit.

Die Weibchen geben den Ton an, die Männchen futtern, um zu imponieren

Bei den Totenkopfaffen geben in der Gruppe die Weibchen den Ton an. Die Männchen bleiben die meiste Zeit etwas außen vor und nehmen in der Paarungszeit gezielt an Gewicht und Statur zu, um den potenziellen Partnerinnen zu imponieren. Sie ernähren sich vielseitig: In der Natur ergänzen neben Früchten und Samen Eier, Frösche und auch Kleinvögel den Speiseplan. Allerdings erreichen selbst ausgewachsene Tiere lediglich ein Gewicht von einem Kilo. Für ihr sprunghaftes Leben in den Baumkronen der Wälder Boliviens und Brasiliens ist das von Vorteil, ebenso wie der zum Austarieren hilfreiche Schwanz. Der ist mit 40 Zentimetern sogar länger als der 30 Zentimeter messende Körper.

Die Wilhelma beteiligt sich an dem Europäischen Erhaltungszucht-Programm (EEP) für diese Schwarzkappen-Totenkopfaffen. Eine Koordinationsstelle managt den Bestand in den europäischen Zoos, damit die Gruppen genetisch möglichst breit aufgestellt sind und gesunden, widerstandsfähigen Nachwuchs bekommen.

Bitte nicht füttern

Die Totenkopfäffchen sind gesellig und neugierig. Deshalb zeigen die Tiere gegenüber den Wilhelma-Gästen wenig Scheu und stecken sogar die Hände durchs Gitter. Damit sie nicht krank werden, dürfen sie auf keinen Fall gefüttert werden. Denn die Tiere machen beim Fressen keinen Unterschied, was gut und was schädlich für sie ist, sondern stecken alles in den Mund.