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Klimastreik am Freitag: Das plant Fridays for Future

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Demonstrierende beim Klima-Streiktag am 20.9.2019 in Stuttgart. © Joachim Mogck

Stuttgart.
Für den 29. November hat die Schülerbewegung Fridays for Future zum vierten globalen Klimastreik aufgerufen. Alleine in Deutschland sind fast 500 Demonstrationen geplant. Auch in Stuttgart wird es wieder eine Kundgebung mit Sternenzug geben. Die Online-Redaktion wird, wie beim letzten Mal, live unter zvw.de/klimastreik berichten.

Das ist geplant

Vom Nordbahnhof, dem Erwin-Schoettle-Platz und dem Hölderlinplatz werden laut Fridays for Future die Demonstranten ab 12 Uhr Richtung Hauptbahnhof starten. Dort wird um 13.30 Uhr eine Kundgebung beginnen. Neben Wissenschaftlern und Poetry Slammern sollen auch Musiker wie Raggabund, die Songwriterin Constanza und Clemens Rehbein von Milky Chance auf der Bühne stehen. 

Das fordern Fridays for Future

Mitglieder von Fridays for Future Baden-Württemberg haben am 20. November im Stuttgarter Landtag ihre Forderungen an Ministerpräsident Winfried Kretschmann gestellt. Diese lauten:

  • Einführung eines CO2- Schattenpreises von mindestens 180 € pro Tonne CO2-Äquivalent
  • Kohleausstieg in Baden-Württemberg bis spätestens 2030
  • Verpflichtende Wärme- und Kälteplanung für alle Kommunen
  • Dachflächen konsequent für Solarenergie nutzen
  • Landflächennutzung für Wind- und Solar-Anlagen erleichtern und Landesziele nach Potential verpflichtend auf Regionen verteilen
  • Klimaschutzpakt mit der Industrie ÖPNV erheblich aus- und den städtischen Verkehr umbauen
  • Treibhausgasreduktion und Steigerung der Artenvielfalt in der Landwirtschaft
  • Gemeinwohlorientierte Kreditvergabe
  • Kreislaufwirtschaft und zukunftsfähiges Bauen

Die Regionalgruppe von Fridays for Future in Stuttgart hat das Klimapaket der Bundesregierung als zentrales Streikthema genannt. Es müsse "grundlegend überarbeitet werden. Wenn die GroKo weiter so radikal ihre Arbeit verweigert, muss sie andere ranlassen", forderte die Gruppe über den Kurznachrichtendienst Twitter.

"Das ist das Rezept für Politikverdrossenheit"

Bereits im September hatten Tausende im Rahmen eines weltweiten Klimastreiks für einen Wandel der Klimapolitik auf dem Schlossplatz protestiert. Nisha Toussaint-Teachout, Mitglied der Gruppe und Mitorganisatorin aus, zeigt sich rückblickend verärgert über die Reaktionen aus der Politik. Man habe den über eine Million Protestierenden in Deutschland ein Klimapaket vorgeworfen, dass sie nicht nur ignoriert "sondern einfach nur verspottet." Das sei frustrierend.

"Die Gesellschaft sagt immer, die Jugend sei unpolitisch. Jetzt hat sie eine politische Jugend, es wird aber einfach nicht auf sie gehört. Ich glaube, das ist das Rezept für Politikverdrossenheit."



Dass die Demo zum globalen Klimastreik nicht erneut auf dem Schlossplatz stattfinden kann, liegt laut Nisha-Toussaint-Teachout am Weihnachtsmarkt, der dort in dieser Woche eröffnet (eine Übersicht der Weihnachtsmärkte im Kreis finden Sie hier).