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Todestag jährt sich zum 157. Mal im Kloster Lorch: Pfarrer und Lieddichter Albert Knapp

Kloster Lorch
Die Geschichte des Klosters ist einzigartig, und es gab viele prominente Menschen, die im Kloster Lorch tätig waren. © Achim Mende

Die idyllische Landschaftskulisse, die andächtige Atmosphäre der ehrwürdigen Klosteranlage - und die tragische wie bedeutende Geschichte ihrer Erbauer: Besonders im 19. Jahrhundert inspirierte Kloster Lorch viele Dichter zu poetischen Werken über die Grablege der Staufer, wie Albert Knapp: Er verfasste ein Gedicht über das Hochgrab in der Klosterkirche, die Staufertumba. Am 18. Juni jährt sich Knapps Todestag zum 157. Mal.

Am 25. Juli 1798 wurde Albert Knapp in Tübingen geboren. Sein Vater, Gottfried Gabriel Knapp, war Hofgerichtsadvokat und Verwaltungsbeamter, seine Mutter, Henriette, geborene Finckh, die Tochter eines Stuttgarter Hofkammerrats. Seine Kindheit und Jugend verbrachte Knapp in Alpirsbach, Rottweil und Tübingen. 1814 wurde er Schüler im evangelischen Seminar von Kloster Maulbronn. Zu dieser Zeit verfasste er bereits Gedichte und dramatische Texte. Zu seinen literarischen Vorbildern zählte er unter anderem William Shakespeare, Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller. Zwei Jahre später begann Knapp das Studium der evangelischen Theologie an der Universität Tübingen. Auch mit Philosophie und Poesie beschäftigte sich der angehende Pfarrer weiterhin.

Albert Knapp verfasste im Laufe seines Lebens rund 1200 weltliche und geistliche Gedichte. Ihre Sprache orientierte sich an der Bibel, an Martin Luther und Paul Gerhardt, einem der bedeutendsten deutschsprachigen Kirchenlieddichter. Viele von Knapp verfasste Kirchenlieder wurden in Gesangbücher übernommen - noch heute enthält das evangelische Gesangbuch einige von Knapps Werken. Der Theologe Wilhelm Nelle bezeichnete Knapp als den „geistlichen Klopstock des 19. Jahrhunderts“. Außerdem engagierte sich Albert Knapp im Tierschutz: Seiner Meinung nach war der Schutz von Tieren ein zutiefst christliches Anliegen. Im Juni 1837 gründete er in Stuttgart den ersten deutschen Tierschutzverein - den zweiten weltweit - und ein Tierheim.

Die Grablege in der Dichtung

Zwei Jahre später, 1839, erschien die Gedichtsammlung „Hohenstaufen. Ein Cyklus von Liedern und Gedichten“ von Albert Knapp mit dem Gedicht über die Staufertumba, das Hochgrab, in der Klosterkirche:

Im spätgotischen Sarkophag sind die prominenten Toten der Klosterkirche gebettet: Abt Nikolaus Schenk von Arberg war es, der 1475 alle Gräber öffnen ließ und die vorhandenen Überreste der Staufer in der Tumba im Mittelschiff sammelte. Zwei der vier Eckfiguren tragen ein Kirchenmodell - es handelt sich entweder um die Stifter des Klosters, Herzog Friedrich und Agnes von Waiblingen, oder um deren Sohn, König Konrad III., und seine Frau Gertrud. Die Grabplatte zeigt das Staufer-Wappen mit den berühmten drei Löwen, heute noch Teil des Landeswappens von Baden-Württemberg. Das Hochgrab stammt von einem Bildhauer aus Göppingen. 25 Jahre nach der Veröffentlichung des Gedichts über die Staufertumba starb Albert Knapp am 18. Juni 1864 in Stuttgart im Alter von 65 Jahren.

Die idyllische Landschaftskulisse, die andächtige Atmosphäre der ehrwürdigen Klosteranlage - und die tragische wie bedeutende Geschichte ihrer Erbauer: Besonders im 19. Jahrhundert inspirierte Kloster Lorch viele Dichter zu poetischen Werken über die Grablege der Staufer, wie Albert Knapp: Er verfasste ein Gedicht über das Hochgrab in der Klosterkirche, die Staufertumba. Am 18. Juni jährt sich Knapps Todestag zum 157. Mal.

Am 25. Juli 1798 wurde Albert Knapp in Tübingen geboren. Sein

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