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Weihnachten: 10 interessante und wissenswerte Fakten über das Fest der Liebe

Weihnachten Schnee Christbaumkugeln
Symbolbild. © ZVW/Alexandra Palmizi

Warum Weihnachten gefeiert wird, weiß so gut wie jeder in Deutschland. Aber wann wurde das erste Weihnachtsfest gefeiert? Seit wann ist Jesus in Deutschland als Vorname zugelassen? Und was hat es eigentlich mit dem Weihnachtsbaum-Weitwurf auf sich? Wir haben die Antworten:

Wann wurde das erste Weihnachtsfest gefeiert?

Am 24. Dezember feiern Menschen christlichen Glaubens auf der ganzen Welt Weihnachten - das Fest zur Geburt von Jesus Christus. Das erste echte Zeugnis, das die Feier von Weihnachten belegt, geht laut der Website weihnachtszeit.net auf eine christliche Weihnachtsfeier am 25. Dezember in Rom im Jahre 336 nach Christus zurück. Dabei ist Weihnachten bis heute vor Ostern und Pfingsten das wichtigste der drei christlichen Hochfeste in jedem Kirchenjahr.

Wie viele Deutsche kennen den Grund für das Weihnachtsfest?

Laut der deutschen Online-Plattform für Statistik statista.de wissen 90 Prozent der Deutschen, dass der Grund für Weihnachten die Geburt Christi ist.

Jesus wurde in der Nacht vom 24. auf den 25.12. geboren – stimmt das?

Wurde Jesus tatsächlich in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember geboren? In der Bibel findet sich kein konkretes Datum. Folgt man der Angabe im Matthäus-Evangelium, muss die Geburt Jesu laut Kai Brodersen, Professor für Antike Kultur an der Universität Erfurt, zu Lebzeiten Herodes’ des Großen also allerspätestens im Frühjahr 4 v. Chr. datiert werden.

Die Festlegung des 25. Dezember als Weihnachtstag ist laut Brodersen eine Tradition, die erst seit dem 4. Jahrhundert n. Chr. bezeugt ist. „Vielleicht – sicher ist dies nicht – ging es darum, in der Zeit der Wintersonnenwende einen zuvor als Feiertag des römischen Sonnengottes begangenen Tag neu mit der Feier der im Alten Testament (Maleachi 3,20) angekündigten ‚Sonne der Gerechtigkeit‘ zu verbinden“.  

Was symbolisiert ein Christstollen?

Ein traditionelles Muss in der Weihnachtszeit ist der Christstollen. Aber wofür steht er eigentlich? Laut der Website weihnachtszeit.net aßen die Deutschen schon im Mittelalter Christstollen. Damals handelte es sich allerdings lediglich um ein Fastengebäck. Erst nach und nach wurde er verfeinert. Heute erfreut sich vor allem der Dresdner Christstollen großer Beliebtheit und er ist mittlerweile sogar markenrechtlich geschützt.

Auf der Website w-wie-weihnachten.de heißt es dazu, dass der Christstollen mit seinem weißen Überzug aus Puderzucker – so die wahrscheinlichste Deutung – ein in Windeln gewickeltes Kind symbolisieren soll. Dabei soll es sich aber nicht um das Jesuskind handeln. Stattdessen soll das Gebäck an den Kindesmord von König Herodes erinnern. Laut Neuem Testament ließ Herodes alle Neugeborenen in Bethlehem töten, da er Jesus als neuen „König der Juden“ fürchtete.

Was steht an Weihnachten auf dem Speiseplan der Deutschen?

Beim Weihnachtsessen mögen es laut dem Lebensmittelverband Deutschland viele Deutsche klassisch. Am 24. und 25. Dezember kommen folgende Speisen auf den Tisch. Grundlage ist eine repräsentative Forsa-Umfrage.

  • Am häufigsten gab es an Heiligabend 2020 Bockwürstchen mit Kartoffelsalat (19 Prozent) oder Fondue bzw. Raclette (17 Prozent).
  • Bei etwa jedem Zehnten (9 Prozent) wurde Rinder- oder Schweinebraten, bei jeweils 8 Prozent Fisch oder Geflügel serviert.
  • Wildfleisch (4 Prozent) oder Bratwurst mit Sauerkraut (3 Prozent) sind an Heiligabend selten.
  • In 7 Prozent der Haushalte soll an Heiligabend ein veganes (2 Prozent) oder vegetarisches (5 Prozent) Gericht auf den Tisch kommen.

Wie viel Alkohol wird in Deutschland an Weihnachten konsumiert?

Laut statista.de werden folgende Mengen an alkoholischen Getränken vor und während des Weihnachtsessens konsumiert:

  • Bier: 31,7 %
  • Glühwein: 31,45 %
  • Rotwein: 30,69%
  • Weißwein: 23,52 %
  • Sekt: 18,74 %
  • Likör: 9,31 %
  • Aperitif: 8,3 %
  • Gin: 7,55 %
  • Whiskey: 7,04 %
  • Rum: 6,67 %
  • Kräuterlikör: 4,65 %
  • Wodka: 4,03 %
  • Brandy: 2,01 %
  • Weinbrand: 2,01 %
  • Branntwein: 1,38 %
  • Tequila: 1,38%
  • Sonstiges: 1,64 %

Immerhin 30,06 % trinken gar keine alkoholischen Getränke.

Weihnachtsbaum-Weitwurf als sportliche Disziplin?

Wer sich in der Weihnachtszeit sportlich austoben will, kann an der Deutschen Meisterschaft im Weihnachtsbaum-Weitwurf teilnehmen. Ja, das gibt es wirklich. In diesem Jahr fand die Meisterschaft zwar schon am 3. Dezember statt, aber Sie haben jetzt genug Zeit, um für nächstes Jahr zu trainieren.  

Seit wann ist in Deutschland Jesus als Vorname erlaubt?

Während der Name Jesus in Ländern wie Spanien gang und gebe ist, nennen Eltern in Deutschland ihr Kind eher selten Jesus. Laut Merkur.de ist Jesus seit 1998 als Vorname auch in Deutschland zugelassen. Im Jahr 2010 lebten laut Merkur.de gerade einmal 390 Menschen namens Jesus in Deutschland.

Wann kauft der Großteil der Deutschen Weihnachtsgeschenke?

Laut Statista.de wurden in Deutschland 2022 die meisten Weihnachtsgeschenke zwischen 1. bis 15. Dezember gekauft: 16.6 % der Männer und 17.4 % der Frauen. Rund 3,3 Prozent der befragten Männer gaben laut Statista.de an, ihre Einkäufe auf den "letzten Drücker" (am 23. oder 24. Dezember) erledigen zu wollen. Bei den Frauen gaben dies 1,4 Prozent der Befragten an.

Wie viel nimmt man in der Weihnachtszeit zu?

Glühwein, Plätzchen, Lebkuchen oder Weihnachtsstollen – wer kann da widerstehen? Da ist ein Kalorienüberschuss vorprogrammiert.  

Wie viele zusätzliche Kilos wir uns zwischen Anfang Dezember und Anfang Januar anfuttern, schwankt laut der Website instyle.de von Studie zu Studie.

Je nach Zusammensetzung von Befragungsgruppe und Land schwanke die Gewichtszunahme zwischen Anfang Dezember und Anfang Januar insgesamt zwischen 0,2 kg und 0,9 kg pro Person.  

200 bis 900 Gramm mögen sich auf den ersten Blick zwar nicht nach gewaltig viel anhören, heißt es auf instyle.de, die angefutterten Pfunde seien aber in den folgenden kalten Monaten schwer wieder loszubekommen. Probanden aller Studien wogen demnach im Februar und März immer noch mehr als im September und Oktober des vorangegangenen Jahres.