VfB Stuttgart

11-Punkte-Plan für den VfB: Präsidentschaftsbewerber Volker Zeh geht in die Offensive

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Volker Zeh will weiter VfB-Präsident werden. (Montage) © Bild: Privat/Büttner, Montage: Mogck

Noch steht nicht fest, ob Volker Zeh überhaupt zur Präsidentenwahl beim VfB Stuttgart zugelassen wird. Dennoch ist der Unternehmer mit Wurzeln im Remstal am Mittwoch (14.04.) in die Offensive gegangen. Auf einer virtuellen Pressekonferenz präsentierte er einen 11-Punkte-Plan für seinen Herzensverein. Zudem will er Ehrenpräsident Erwin Staudt für den Aufsichtsrat gewinnen.

„Jeder soll wissen, wer ich bin und für was ich stehe“

Die Bewerbungsfrist für den Präsidentenposten beim schwäbischen Traditionsclubs läuft noch bis zum kommenden Montag (19.04./24 Uhr). Neben Zeh wollen sich auch Amtsinhaber Claus Vogt und Pierre-Enric Steiger für den Posten bewerben.

Während sich Steiger bis zur Bekanntgabe der Kandidaten - der Beirat kann bis zu zwei nominieren - noch in Zurückhaltung üben will, setzte Zeh nun am Mittwoch einen ersten Aufschlag. „Ich möchte Transparenz schaffen“, sagt der Mann, der aktuell noch Präsident eines Eishockeyclubs in Kitzbühel ist. Sein Credo: „Jeder soll wissen, wer ich bin und für was ich stehe.“ Seine Bewerbungsunterlagen samt einer Liste mit Unterstützern aus der Mitgliedschaft hatte er am Morgen eingereicht. 

Dass er beim abgelaufenen Bewerbungsverfahren vom Beirat nicht nominiert wurde, soll keine Rolle mehr spielen. „Da wollen wir nicht mehr darüber reden“, sagt Zeh. „Es geht nicht um mich, sondern um den Verein.“ Und den will er mit einem elf Punkte umfassenden Plan (siehe Infobox) nach vorne bringen.

Besonders am Herzen liegen ihm die Fans. Die Position der Anhängerschaft soll gestärkt und neben Bertram Sugg (Fanclub Courage Gerlingen) ein weiterer Fan-Vertreter in den Aufsichtsrat geschickt werden. Über regelmäßige Sprechstunden und Mitglieder-Foren will er den Kontakt zur Basis halten. Weiter möchte Zeh die Mitgliederversammlung künftig immer als eine hybride Veranstaltung - also teils in Präsenz, teils online - stattfinden lassen. „Das stärkt die Demokratie“, findet Zeh.

Mit Blick auf die angespannte wirtschaftliche Situation beim Verein möchte der 56 Jahre alte Unternehmer „aktuelle Partnerschaften stärken und neue Partner für den VfB gewinnen“. Erste Schritte seien diesbezüglich bereits gemacht. Auf eine konkrete Nachfrage zur Sponsoren-Suche wollte der vierfache Familienvater allerdings nicht eingehen: „Wenn ich zur Wahl zugelassen werde, werde ich Ross und Reiter nennen.“

Zehs 11-Punkte-Plan

  1. Das Stadion-Erlebnis muss preiswerter werden
  2. Netzwerk mit Wirtschaft & Sponsoren ausbauen
  3. Frauen in VfB-Gremien
  4. Die Satzung muss demokratischer und Mitglieder-freundlicher werden
  5. Regelmäßige Sprechstunden
  6. Regelmäßige Mitglieder-Foren
  7. Fan-Vertreter in den AG-Aufsichtsrat
  8. Der VfB gehört in die Mitte der Gesellschaft
  9. Sport als Kulturgut
  10. Der VfB muss zum positiven Aushängeschild werden
  11. Zurück zu erfolgreichen Zeiten