VfB Stuttgart

4:1-Sieg bei Celtic Glasgow: VfB schafft ersten Schritt in Richtung Achtelfinale

Der VfB Stuttgart um Ermedin Demirovic gewann in Schottland verdient mit 4:1.
Der VfB Stuttgart um Ermedin Demirovic gewann in Schottland verdient mit 4:1. © Scott Heppell

Glasgow. Der VfB Stuttgart hat im Hinspiel der Play-offs der Europa League auswärts bei Celtic Glasgow mit 4:1 gewonnen. Damit sicherten sich die Schwaben eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel, um zu Hause den Einzug ins Achtelfinale klarzumachen. Es bot sich ein heißer Europapokalabend vor einer lauten Kulisse. Wir waren vor Ort und berichten vom Sieg des VfB.

Sie wollen unseren VfB-WhatsApp-Channel abonnieren? Dann klicken Sie hier auf diesen Link .

VfB: Celtic-Fans sorgen für frühe Unterbrechung durch Tennisbälle

Im Vergleich zum 3:1-Ligasieg gegen den 1. FC Köln wechselte Cheftrainer Sebastian Hoeneß in der Startelf viermal: Josha Vagnoman für Lorenz Assignon, Angelo Stiller für Chema Andrés, Bilal El Khannouss für Chris Führich und Ramon Hendriks für Maximilian Mittelstädt. Letzterer war der wohl einzige überraschende Wechsel, ansonsten stand die erste Stuttgarter Garde auf dem Feld. Und kaum war die Partie angepfiffen, war sie auch wieder unterbrochen: Die Heimfans warfen Tennisbälle auf das Feld, aus Protest gegen die Klubführung, mit der die aktive Fanszene schon länger im Konflikt stand.

Im altehrwürdigen Celtic Park spielte sich zunächst ein eiserner Kampf ab: Auf dem Platz mit körperlich harten Zweikämpfen, auf den Rängen die situativ unglaublich lauten Celtics gegen die organisierten starken Stuttgarter. Besonders viele Torraumszenen hatte die Anfangsphase nicht – bis die Schwaben in Führung gingen. Deniz Undav leitete einen Kopfball von Finn Jeltsch auf Bilal El Khannouss weiter, der von der Strafraumkante flach verdeckt ins Tor traf (15.). Zumindest infrage zu stellen war jedoch, ob ein agilerer Torhüter wie der 39-jährige Veteran Kasper Schmeichel im Celtic-Tor diesen Abschluss gehalten hätte.

VfB holt Celtic selbst zurück ins Spiel

Celtic meldete sich schließlich mit einem Schuss des ehemaligen Mönchengladbachers Tomas Cvancara in der Partie an (19.), ehe den Hausherren der Ausgleich quasi geschenkt wurde. Aufbauspiel am Stuttgarter Strafraum, Atakan Karazor wurde angelaufen und leistete sich einen folgenschweren Fehlpass auf Benjamin Nygren. Der beste Glasgower Scorer umkurvte Alexander Nübel und schob locker ein (21.). Es folgte eine Phase, in der das Heimpublikum nochmal richtig angezündet war. Der VfB überstand diese aber und spielte sich immer mehr in der gegnerischen Hälfte fest.

Am Ende dieses Powerplays flankte Angelo Stiller auf El Khannouss, der freistehend per Kopf einnickte (28.). Ermedin Demirovic und Jamie Leweling hatten noch Chancen für den VfB, die 2:1-Pausenführung ging voll in Ordnung. Und nach einer eher ruhigen Anfangsphase des zweiten Durchgangs zündeten die Stuttgarter den Turbo. Besonders in Form von Jamie Leweling, der aus der Distanz gegen den erneut schwachen und später mit Pfiffen belegten Schmeichel zum 3:1 traf (57.). Die vermeintliche Vorentscheidung durch Ermedin Demirovic wurde wegen Abseits zurückgenommen (59.), was das Pendel paradoxerweise wieder etwas für Celtic ausschlagen ließ. Alexander Nübel parierte in der Folge stark gegen einen verdeckten Schuss (64.), Atakan Karazor klärte eine hereingabe in höchster Not (68.).

Tiago Tomás macht den Deckel drauf

Wirklich viel passierte im Anschluss auf beiden Seiten abseits des endgültig entscheidenden 4:1 durch Tiago Tomás (90+3) nicht mehr – der eingewechselte Nikolas Nartey bereitete vor, nachdem er kurz vorher noch per Kopf vergeben hatte (85.). Ansonsten bot sich das gleiche Bild: Wenig Torraumszenen, viel Kampf, der VfB hatte vieles im Griff – und ging einen ersten wichtigen Schritt in Richtung Europa-League-Achtelfinale.

VG WORT Zahlpixel