VfB Stuttgart

Abschied von Jahn Regensburg: Wird Christian Keller der neue VfB-CEO?

Geschäftsstelle VfB Stuttgart, VfB, Symbolbild
Bald sitzt im roten Clubhaus des VfB Stuttgart ein neuer AG-Boss. Wird Christian Keller der Nachfolger von Thomas Hitzlsperger? © Danny Galm

Der VfB Stuttgart ist nach dem angekündigten Abschied von AG-Boss Thomas Hitzlsperger auf der Suche nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden. Als möglicher Nachfolger wurde bereits ein Name genannt: Christian Keller.

Zeitpunkt des Keller-Abschieds: Nur ein Zufall?

Die Stuttgarter Zeitung brachte den Geschäftsführer des Zweitligisten Jahn Regensburg Ende September als möglichen Hitzlsperger-Nachfolger ins Spiel. Über den 42-Jährigen sei im Aufsichtsrat der Schwaben bereits nachgedacht worden. Keller gilt als kluger Stratege und führte die Regensburger aus der Regionalliga zurück in den Profifußball. Nun verkündete der Zweitligist in einer Pressemitteilung am Dienstagmittag (12.10.), dass Keller den Club zum 31. Oktober 2021 verlassen wird. Zufall - oder schon eine Entscheidung pro VfB?

In der Pressemitteilung heißt es, dass der promovierte Wirtschaftswissenschaftler nach seinem Abschied eine mehrmonatige berufliche Auszeit einlegen will. „Ich kann nicht heute den SSV Jahn im Herzen tragen und mich morgen schon mit einer neuen Aufgabe identifizieren. Deshalb brauche ich zunächst einmal Abstand“, erklärt der 42-Jährige seinen Abschied. Im Klartext heißt das: Keller sucht eine neue berufliche Herausforderung und könnte diese womöglich in Bad Cannstatt finden.

Schlägt die Hertha vor dem VfB zu?

Inhaltlich würde Keller, der auch die Trainer A-Lizenz besitzt, perfekt zum VfB passen. Bei Jahn Regensburg hat der 42-Jährige einen Sanierungs- und Veränderungsprozess erfolgreich vorangetrieben und den Zweitligisten stabilisiert. In Stuttgart könnte er das sportliche Projekt "VfB" mit Sportdirektor Sven Mislintat weiterentwickeln, zudem könnte er die Veränderungsprozesse innerhalb der AG fortführen. 

Auch auf der zeitlichen Schiene würde ein Engagement bei den Schwaben passen: Thomas Hitzlsperger verlässt den VfB im Oktober 2022. Keller hätte also genug Zeit für eine Auszeit, anschließend könnte er vom aktuellen AG-Boss eingearbeitet werden. Doch auch andere Bundesligisten sind längst auf die gute Arbeit des 42-Jährigen aufmerksam geworden. Sein Name wird bereits mit Hertha BSC Berlin in Verbindung gebracht. Der Hauptstadtclub sucht nach dem Abschied seines Geschäftsführers Carsten Schmidt ebenfalls einen neuen Boss.