VfB Stuttgart

Ausgleich in letzter Sekunde: VfB Stuttgart erkämpft sich bei TSG einen Punkt

Bilal El Khannouss und die VfB-Profis zeigten in Sinsheim ein schwaches Spiel, kamen aber spät zum Ausgleich.
Bilal El Khannouss und die VfB-Profis zeigten in Sinsheim ein schwaches Spiel, kamen aber spät zum Ausgleich. © Hansjürgen Britsch

Sinsheim. Der VfB Stuttgart hat sich in einem wilden Spiel und in Unterzahl ein 3:3 (1:2) bei der TSG Hoffenheim erkämpft. Obwohl die Schwaben über die nahezu gesamte Spielzeit in allen Belangen unterlegen waren, machten die Hoffenheimer nach einer Roten Karte für Atakan Karazor und in Überzahl den Deckel nicht drauf – und Tiago Tomas traf in der sechsten Minute der Nachspielzeit zum Ausgleich. Es ist ein Big-Point im Kampf um die Champions League, wenn auch kein dreifacher. Denn: Der VfB Stuttgart bleibt in der Tabelle vor der TSG auf Rang vier.

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VfB Stuttgart gegen Hoffenheim: So lief das Bundesliga-Spiel

Schon vor dem Spiel war klar: In Sinsheim steht für den VfB Stuttgart viel auf dem Spiel. Als Tabellenvierter der Bundesliga trafen die Schwaben um 15.30 Uhr bei strahlendem Sonnenschein auf die TSG Hoffenheim, die vor Anpfiff punktgleich auf Tang fünf stand. Da der vierte Platz in der Endabrechnung für die Teilnahme an der Champions League berechtigt, ging es in der PreZero-Arena also um nicht weniger als die Königsklasse. Dementsprechend bot der Trainer in Sinsheim die vermeintlich erste Elf auf. Die einzige Überraschung: Luca Jaquez startete in der Innenverteidigung, Maximilian Mittelstädt nahm zunächst auf der Bank Platz.

Der VfB startete denkbar schlecht in die Partie. Die erste Hoffenheimer Torchance führte direkt zum 1:0 für die Hausherren: Nach einem Einwurf landete der Ball über Umwege auf Höhe des zweiten Pfostens, Andrej Kramaric schob eiskalt zur Führung ein (7.). Das Gegentor ging jedoch klar auf die Kappe von Deniz Undav, der seinen Gegenspieler von der TSG aus den Augen verlor und den Ball problemlos hätte klären können. Die Antwort der Schwaben ließ nicht lange auf sich warten: In der 21. Minute kombinierte sich der VfB über Führich und Hendriks in den Strafraum der TSG, der deutsche Nationalspieler legte den Ball clever an TSG-Keeper Oliver Baumann vorbei zum Ausgleich.

Starke TSG: VfB-Profis lassen sich den Schneid abkaufen

Nur drei Minuten später trafen die Hoffenheimer erneut zur Führung: Nach einer Ecke klärte Atakan Karazor den Ball an die Strafraumkante, anstatt den Ball zur Seite zu klären. Dort nahm Bazoumana Touré den Ball mit vollem Risiko, durch die Beine von Jeff Chabot landete der Ball im langen Eck (24.). Anstatt auf dem Ausgleichstreffer aufzubauen, lag die Hoeneß-Elf erneut hinten – und tat sich in der Folge sichtlich schwer. In der Abwehr wackelten Jeff Chabot und Co. ein ums andere Mal, in der Offensive kombinierten sich die Schwaben selten bis gar nicht vors Tor.

Was auch immer sich die VfB-Profis in der Halbzeit vorgenommen hatten – es funktionierte nicht. Bereits in der 49. Minute sorgte Andrej Kramaric für das 3:1 der TSG, erneut sah die schwäbische Verteidigung und allen voran Josha Vagnoman gar nicht gut aus. Nur fünf Minuten später hätten die Hausherren sogar auf 4:1 stellen müssen, doch Lemperle traf nach einem perfekt ausgespielten Konter nur den Pfosten (54.). Die Stuttgarter wirkten überfordert, nervös und ließen sich von den Hoffenheimern den Schneid abkaufen.

Platzverweis für VfB-Kapitän: Atakan Karazor sieht Rot

Doch der VfB kämpfte sich wieder ran: In der 64. Minute traf der eben erst eingewechselte Ermedin Demirovic nach einem Konter zum 2:3-Anschlusstreffer. Doch keine fünf Minuten später erwies Atakan Karazor seiner Mannschaft einen Bärendienst: Ohne Chance auf den Ball trat der Kapitän Fisnik Asslani von hinten auf die Achillesferse, Schiedsrichter Sascha Stegemann zeigte die Rote Karte. In Unterzahl kämpfte der VfB Stuttgart gegen alle Widrigkeiten und kam tatsächlich zum Ausgleich: Tiago Tomas traf in der 90.+6 zum umjubelten Ausgleich. Der Punkt kann mit Blick auf den Kampf um die Champions League noch goldwert sein.

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