„Das 3:3 fühlt sich wie ein Sieg an“: Diesem VfB Stuttgart ist alles zuzutrauen
Sinsheim. Der VfB Stuttgart hat in einem packenden und wilden Landesduell gegen die TSG Hoffenheim einen Punkt geholt. Obwohl das 3:3 (1:2) gegen die Kraichgauer unterm Strich glücklich zustande kam, könnte der Punktgewinn eine Initialzündung im Kampf um die Champions League sein. Der späte Ausgleichstreffer in der letzten Sekunde zeigt: Diesem VfB Stuttgart ist mit diesen Fans, dieser Moral und dieser Widerstandsfähigkeit alles zuzutrauen. Eine kommentierende Einordnung aus dem Presseraum der PreZero -Arena.
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VfB Stuttgart: „Hoffenheim hat uns am Leben gelassen“
Was ein Spiel! Wenn selbst der Puls auf der Pressetribüne am Anschlag ist, wie muss es dann erst den Spielern und Verantwortlichen des VfB Stuttgart gehen? In der sechsten Minute der Nachspielzeit traf Tiago Tomas die TSG-Profis mitten ins Herz. Die Schwaben erkämpften sich in Unterzahl und mit dem Rücken zur Wand einen Punkt in Sinsheim. Dabei zeigten die Stuttgarter kein gutes Spiel gegen die TSG. Hoffenheim-Trainer Christian Ilzer brachte es in der Pressekonferenz auf den Punkt: Der VfB Stuttgart sei eine „Topmannschaft“ und er habe selten gesehen, dass die Schwaben „so Schwierigkeiten“ gehabt hätten wie gegen seine Mannschaft.
In der Tat hatte der VfB Stuttgart große Probleme gegen hellwache und mit einem guten Matchplan ausgestattete Hoffenheimer. Angesichts dieser Tatsache ist das 3:3 aus Sicht der Schwaben schmeichelhaft. Die TSG hätte dreimal auf das 4:1 respektive das 4:2 stellen können, Asllani und Co. ließen mehrere Großchancen liegen. Selbst Sebastian Hoeneß musste nach der Partie anerkennen: „Die Hoffenheimer haben uns am Leben gelassen.“ Und Fabian Wohlgemuth pflichtete seinem Trainer bei: „Man muss ehrlicherweise auch sagen, dass wir heute ein bisschen Glück hatten.“ Doch es ist das Glück des Tüchtigen, dass sich der VfB Stuttgart in Unterzahl einen für die Champions League extrem wichtigen Punkt erkämpfte.
Hoeneß sieht 3:3 gegen TSG Hoffenheim als „Warnschuss“
„Das sagt viel über die Moral der Mannschaft“, meinte der Sportvorstand nach dem Spiel in der Mixed Zone. „Nach der Roten Karte war es eine fantastische und unglaubliche Energieleistung, die zu dem Punkt geführt hat.“ Die VfB-Profis hätten laut Wohlgemuth in der Schlussphase gemerkt, dass sie etwas verlieren können: „Da wurde klar, dass nur noch zweieinviertel Spiele bleiben, um unser großes Ziel, die Champions League, zu erreichen.“ Das 3:3 sei daher „ein ganz wichtiger Faktor“, weil es alle beim VfB hat aufwachen lassen. „Es hat uns dazu angemahnt, die letzten drei Wochen stabil zu bleiben und beim nächsten Spiel mit einem anderen Fokus aufzutreten.“
So sieht es auch Sebastian Hoeneß, der den Punkt als „Big Point“ beschreibt. „Das war ein Warnschuss, der im Ohr bleiben sollte.“ Doch dass dieses eigentlich schwache Spiel der Schwaben als Initialzündung für die restlichen drei Wochen dienen könnte, zeigt: Mit diesem VfB Stuttgart ist alles möglich. Der Support auf den Rängen stimmt, die Moral passt, die Widerstandsfähigkeit der Stuttgarter ist groß. Oder wie sagt es Trainer Hoeneß? „Wir können immer gefährlich sein und was besonderes erreichen, wenn wir an uns glauben. Deswegen kommt so was wie heute zustande.“



