VfB Stuttgart

Das Stühlerücken beim VfB geht weiter: Rainer Mutschler legt sein Amt im Präsidium nieder

Fußball außerordentliche Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart 1893 e.V.
Tritt mit sofortiger Wirkung aus dem Präsidium zurück: Rainer Mutschler. © Pressefoto Baumann

Das große Stühlerücken beim VfB Stuttgart geht weiter: Am Montagvormittag (15.02.) hat das Präsidiumsmitglied Rainer Mutschler sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Der 61-Jährige war in den vergangenen Wochen arg in Bedrängnis geraten, da er tief in die Daten-Affäre verstrickt sein soll.

Mutschler war als Projektleiter maßgeblich an der Ausgliederung 2017 beteiligt. Zuletzt hatte er gemeinsam mit seinem Präsidiumskollegen Bernd Gaiser gegen den Willen von Präsident Claus Vogt die Verlegung der Mitgliederversammlung durchgedrückt und zudem die zeitnahe Veröffentlichung des Esecon-Berichts zur Daten-Affäre blockiert. Daraufhin forderten einige Mitglieder seinen Vereinsausschluss

Seinen Schritt begründete Mutschler mit folgenden Worten: „Ich lege mein Amt als Präsidiumsmitglied mit sofortiger Wirkung nieder. Teamgeist und Fairplay sind ganz besonders im Sport unverzichtbare Grundsätze für das Zusammenspiel auf und jenseits des Platzes. Diese Basis war in den zurückliegenden Monaten in der Zusammenarbeit im VfB Präsidium nicht mehr gegeben. Aufgrund dieser Erfahrungen habe ich entschieden, dass ich nicht weiter Teil dieses Gremiums sein werde. Die gestrige Nominierungsentscheidung des Vereinsbeirats hat mich in dieser Entscheidung weiter bestärkt. Mit der Niederlegung meines Amtes trage auch ich meinen Teil zu einem Neuanfang beim VfB Stuttgart bei.“

Hintergrund für seinen Rückzzug ist also auch die überraschende Entscheidung des Vereinsbeirats vom Sonntagabend (14.02.), dass Amtsinhaber Claus Vogt für die Wahl für das Präsidentenamt am 28. März zugelassen und als einziger Kandidat antreten wird. Trotz seines Rücktritts aus dem Präsidium ist Mutschler weiter als führender Mitarbeiter des Nachwuchsleistungszentrums beim VfB angestellt.