VfB Stuttgart

Wahl zum VfB-Präsidenten: Vereinsbeirat nominiert Claus Vogt als einzigen Kandidaten

Claus Vogt ist Präsident des VfB Stuttgart 1893 e.V. und Aufsichtsratsvorsitzender der VfB Stuttgart 1893 AG
VfB-Präsident Claus Vogt darf sich den Mitgliedern zur Wiederwahl stellen. © Benjamin Büttner

Manche Anhänger von VfB-Präsident Claus Vogt hatten schon geunkt: Bestimmt würde der Vereinsbeirat den Amtsinhaber, der sich intern zuletzt einige Gegner geschaffen hat, als Kandidat für die Wahl bei der kommenden Mitgliederversammlung erst gar nicht zulassen. Es ist jetzt doch anders gekommen:  Der amtierende Präsident Claus Vogt ist vom Vereinsbeirat in seiner 38. Sitzung als Präsidentschaftskandidat nominiert worden. Das hat der VfB Stuttgart in einer Pressemitteilung am Sonntag, 14. Februar, verkündet.

Das Ziel hatte gelautet: Zwei geeignete Kandidaten

Darin heißt es, das Ziel des Vereinsbeirats sei es immer gewesen, den Mitgliedern auf der Mitgliederversammlung möglichst zwei geeignete Kandidaten präsentieren zu können. Aus diesem Grund seien in den vergangenen Wochen auch mehrere Gespräche mit weiteren Personen geführt worden.

Offenbar ohne Erfolg: "Aus dem Kreis der infrage kommenden mehrheitsfähigen Persönlichkeiten gab es jedoch keine Bereitschaft, gegen den Amtsinhaber zu kandidieren, so dass Claus Vogt nun als alleiniger Kandidat für das Präsidentenamt für die kommenden vier Jahre antreten wird", heißt es in der Pressemitteilung.

Appell an die VfB-Mitglieder

Der Vereinsbeirat appelliert an die Mitglieder an der bevorstehenden Mitgliederversammlung am 28. März 2021 teilzunehmen und von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen. Es sei nun sehr wichtig, dass sich alle im VfB ihrer Verantwortung bewusst würden, heißt es in der Pressemitteilung. Und weiter: "Die derzeitige Situation und öffentliche Darstellung beschädigen den VfB Stuttgart in erheblichem Maße. Der VfB steht vor gewaltigen Herausforderungen, die wir nur gemeinsam bewältigen können."

Drei Vereinsbeiräte treten zurück

Die aktuelle Krise wird offenbar auch weitere personelle Konsequenzen nach sich ziehen. Bereits kurz nach dem Unentschieden gegen Hertha BSC Berlin hatte sich die VfB AG von den Vorständen Stefan Heim und Jochen Röttgermann getrennt. Auf der jüngsten Sitzung des Vereinsbereits nun legten neben dem bisherigen Vorsitzenden Dr. Wolf-Dietrich Erhard, der sein Amt vorerst ruhen lässt, auch die stellvertretende Vorsitzende Claudia Maintok und Beiratsmitglied James Bührer ihre Ämter nieder. 

Während Maintok gesundheitliche und private Gründe für ihre Entscheidung angegeben hat, führt James Bührer neben persönlichen Gründen noch berufliche Gründe an. Wolf-Dietrich Erhard wird in einer gesonderten Mitteilung der VfB-Pressestelle  zitiert: “Ich habe mich immer für das Wohl des VfB Stuttgart eingesetzt und es ist unerträglich in welcher Situation sich unser VfB befindet und wie wir uns derzeit öffentlich präsentieren. Auch wenn ich persönlich nichts mit der Datenschutzaffäre zu tun habe, möchte ich mit meiner Entscheidung dazu beitragen, dass ein personeller Neuanfang möglich ist. Ich wünsche meinen Kollegen die erforderliche Kraft für die nächsten Wochen und Monate und die notwendige Akzeptanz ihrer Arbeit. Ich lasse mein Amt zunächst so lange ruhen, bis die Geschäftsfähigkeit gesichert ist und werde dann ebenfalls mein Mandat zeitnah niederlegen.”

Den Blick nach vorne richten

In der Pressemitteilung zur Nominierung von Claus Vogt heißt es: "In den vergangenen Tagen sind die ersten Entscheidungen getroffen worden, weitere werden folgen. Wir wünschen uns von allen, die im und für den VfB Verantwortung tragen, eine konstruktive und zielführende Zusammenarbeit." Es gehe jetzt darum, den Blick nach vorne zu richten.