VfB Stuttgart

Deniz Undav als Bürgermeister? Name des VfB-Stürmers taucht auf Wahlzettel auf

Deniz Undav und seine Tore haben bei einem Wähler offenbar Eindruck hinterlassen.
Deniz Undav und seine Tore haben bei einem Wähler offenbar Eindruck hinterlassen. © Hansjürgen Britsch

Stuttgart/Rudersberg. Der VfB Stuttgart hat mit Deniz Undav einen Spieler in den Reihen, der die Massen anzieht und fasziniert. Nicht nur mit seinen Leistungen auf dem Feld, sondern auch mit seiner erfrischend ehrlichen und positiven Art abseits des Feldes. Bei einem Fan hat der Angreifer jedenfalls großen Eindruck hinterlassen: Bei der Bürgermeisterwahl in Rudersberg (Rems-Murr-Kreis) am vergangenen Sonntag (18.01.) bekam Deniz Undav von einem Wähler eine Stimme – und das, obwohl sich der VfB-Stürmer nicht mal zur Wahl hat aufstellen lassen. Wie geht das?

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VfB Stuttgart: Deniz Undav bekommt Stimme bei Bürgermeisterwahl

Die Bürgermeisterwahl in Rudersberg war von Anfang an eine klare Sache – denn es gab nur einen Bewerber. Amtsinhaber Raimon Ahrens hatte sich in der Gemeinde im Rems-Murr-Kreis zur Wiederwahl aufstellen lassen und hatte keinen Konkurrenten. Wieso auch: Der Bürgermeister sitzt seit Jahren fest im Sattel und wurde mit 98,5 Prozent der Stimmen auch deutlich wiedergewählt. Eine Stimme bekam der alte und neue Bürgermeister aber nicht: Ein Rudersberger Bürger gab auf seinem Stimmzettel Deniz Undav als seinen favorisierten Bürgermeister an.

Hintergrund: Bei allen Bürgermeisterwahlen in Baden Württemberg gibt es auf den Stimmzetteln eine freie Zeile. Diese ist für eine „sonstige“ oder eine „freie“ Wahl gedacht. Dort können die Bürger also einen Kandidaten eintragen und wählen, der nicht auf dem Stimmzettel steht und sich nicht zur Wahl hat aufstellen lassen. In Rudersberg stand nur der Name von Raimon Ahrens auf dem Stimmzettel, eine Ein-Mann-Wahl also. Und daher dachte sich ein Wähler: Ich gebe meine Stimme lieber Deniz Undav.

Ein Bürger aus Rudersberg will Deniz Undav als Bürgermeister

In Rudersberg gingen also 3.237 Stimmen an Bürgermeister Raimon Ahrens. Von den 50 Stimmzetteln, auf denen explizit ein anderer Name genannt wurde, waren 46 gültig und vier ungültig. Das heißt: 46 Stimmen gingen nicht an den amtierenden Bürgermeister – und eine davon galt Deniz Undav. Der VfB-Stürmer wird sich angesichts dieser Wahl geehrt fühlen, seinen Job als Fußballer aber sicher nicht aufgeben. Kurios ist die Wahl allemal.

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