VfB Stuttgart

Deniz Undav trifft doppelt im Fürth-Test: VfB-Coach Hoeneß hofft auf Schub

Deniz Undav lässt sich feiern: Beim 5:0 im Test gegen Greuther Fürth trifft der VfB-Stürmer doppelt – und sammelt nach seinem sc
Deniz Undav lässt sich feiern: Beim 5:0 im Test gegen Greuther Fürth trifft der VfB-Stürmer doppelt – und sammelt nach seinem schwierigen Saisonstart Selbstvertrauen. © Julia Rahn

Großaspach. Zwei Tore für Deniz Undav, ein weiterer Rückschlag für Ameen Al-Dakhil: Der Test des VfB Stuttgart gegen Greuther Fürth (5:0) bringt Licht und Schatten. Warum Sebastian Hoeneß beim Stürmer nun auf einen kleinen Befreiungsschlag hofft – und wann Pechvogel Ameen Al-Dakhil zurückkehren könnte.

„Für Stürmer ist immer wichtig zu treffen. Das wird ihm guttun“, sagte Sebastian Hoeneß. Der Trainer hofft, dass die beiden Tore bei Undav einen kleinen „Löser“ schaffen, also jene befreiende Wirkung, die sich im Fußball gerne hinter einem ziemlich unscheinbaren Wort versteckt: Selbstvertrauen. Hoeneß jedenfalls sah bei seinem Angreifer Fortschritte. „Ich habe ihn heute noch agiler gesehen als noch letzte Woche gegen Heidenheim“, sagte der VfB-Coach. Vor allem in der ersten Halbzeit habe Undav gegen Fürth deutlich spritziger gewirkt. In Weinstadt gegen Heidenheim sei das Spiel des Stürmers zunächst noch „zu statisch“ gewesen, später aber bereits besser. Nun habe ihm auch die zweite Partie über 90 Minuten geholfen.

Die XXL-Pause kam für Deniz Undav zur rechten Zeit

Das ist für Undav nicht ganz unwichtig. Der 30-Jährige war mit Achillessehnenproblemen in die Saison gestartet und musste sich seine körperliche Frische erst wieder erarbeiten. Die XXL-Länderspielpause kam deshalb zur rechten Zeit – zumindest für ihn. Während neun VfB-Profis mit ihren Nationalmannschaften unterwegs waren, blieb Undav in Stuttgart und konnte trainieren. Hoeneß spricht von einem „Schub“, den der Stürmer in dieser Zeit gemacht habe.

Auch im Training habe der VfB daran gearbeitet, Undav wieder mehr Frische und Spritzigkeit zu geben. Gegen Fürth habe man davon nun „schon ein bisschen was“ gesehen, sagte Hoeneß. Zwei Tore sind da die auffälligste Form des Belegs. Undav dürfte diese kleine Serie gut gebrauchen können. Denn am 10. Oktober beginnt für den VfB der lange Herbst mit Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal – und damit jener Teil der Saison, in dem die Spiele dichter werden und die Belastung steigt. Hoeneß kündigt ohnehin Rotation an. Gerade dann ist es hilfreich, wenn auch der Mittelstürmer wieder in seinen Rhythmus findet.

VfB-Pechvogel Ameen Al-Dakhil muss erneut pausieren

Während Undav die lange Pause für sich nutzen konnte, brachte sie für Ameen Al-Dakhil den nächsten Rückschlag. Der belgische Innenverteidiger verpasste beide Testspiele wegen einer Knieverletzung. Wieder einmal also musste der 24-Jährige zuschauen. Die Verletzung entstand laut Hoeneß bei einer „unscheinbaren Aktion“ im Training. Zunächst habe Al-Dakhil überhaupt nichts bemerkt, sogar noch zwei Ballkontakte gespielt. Danach aber wurde klar, dass es für einen Einsatz nicht reichen würde.

„Einfach ärgerlich und bitter“, sagte Hoeneß. Immerhin: Die Beschwerden seien inzwischen „schon deutlich besser“. Mit einer längeren Pause rechnet der Trainer nicht. In der kommenden Woche dürfte es allerdings noch zu früh sein, eher die übernächste Woche sei eine Rückkehr auf den Platz realistisch.

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