VfB Stuttgart

„Der VfB hat Priorität jetzt“: Alexander Wehrle sagt Reise zur WM nach Katar ab

Fußball Bayer 04 Leverkusen vs. VfB Stuttgart
VfB-CEO Alexander Wehrle (li.) und Präsident Claus Vogt. © Pressefoto Baumann

Alexander Wehrle wird nicht in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender des DFB zur WM nach Katar reisen. „Ich werde mich um den VfB Stuttgart kümmern. Das hat Priorität jetzt“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Klubs dem TV-Sender Sky nach der 0:2-Niederlage der Schwaben bei Bayer 04 Leverkusen.

Wehrle, der am Wasen CEO und Sportvorstand in Personalunion ist, muss sich um zwei wegweisende Personalentscheidungen kümmern. Neben der Trainer-Frage geht es dabei auch um die Zukunft von Sportdirektor Sven Mislintat. Beide Entscheidungen sollen im Anschluss an die Marketing-Reise in die USA getroffen werden: „Wir werden direkt nach der USA-Reise final verhandeln, um dann die beste Entscheidung für den VfB zu treffen.“

Laut Wehrle laufen die Gespräche mit Sven Mislintat seit ein paar Wochen, die finalen Verhandlungen stehen aber noch aus. Der Vertrag von Mislintat beim VfB läuft am 30. Juni 2023 aus. Am Dienstagabend nach dem 2:1 gegen Hertha BSC hatte der Kaderplaner auf die Frage nach dem Stand der Vertragsgespräche noch geantwortet: „Irgendwann sollten wir mal drüber reden.“ 

Was wird aus Michael Wimmer?

Das Spiel bei Bayer Leverkusen könnte derweil das letzte als VfB-Cheftrainer für Michael Wimmer gewesen sein. Womöglich behält er aber auch über die Winterpause hinweg die Verantwortung. Wimmer habe „einen guten Job“ gemacht, lobte Alexander Wehrle: „Er hat die Heimspiele alle gewonnen, das ist ein klares Zeichen.“

Zuletzt hatte sich auch Sven Mislintat für den ehemaligen Assistenten von Pellegrino Matarazzo stark gemacht: „Michael hat sicherlich Argumente gesammelt. Ich habe das erkannt und werde das in die Diskussion einbringen - wenn ich Teil der Diskussion bin.“

Wimmer selbst betonte, dass der Job als Coach des Bundesligisten ihm „unglaublich Spaß“ mache. „Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass es mittelfristig mein Ziel ist, als Cheftrainer zu arbeiten - eigenständig mit einer Mannschaft zu arbeiten.“