VfB Stuttgart

El Khannouss im Fokus: Warum der VfB weiter auf Spielerverkäufe angewiesen ist

Bilal El Khannouss (Mitte) ist einer der Kandidaten, der den VfB in diesem Sommer verlassen könnte.
Bilal El Khannouss (Mitte) ist einer der Kandidaten, der den VfB in diesem Sommer verlassen könnte. © Sofiia Shahaievska

Stuttgart. Der VfB Stuttgart ist nach Informationen unserer Redaktion auch in diesem Sommer wieder auf einen Transferüberschuss angewiesen. Obwohl jüngst auf der Mitgliederversammlung neue Rekordzahlen für das Geschäftsjahr 2025 präsentiert wurden, muss wohl auch in dieser Transferperiode wieder ein Leistungsträger verkauft werden. Woran das liegt, was das für die Transferpläne der Schwaben bedeutet und welcher Spieler den VfB möglicherweise verlassen könnte, erklären wir hier.

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Der VfB braucht auch in diesem Sommer wieder hohe Transfererlöse

Das oberste Ziel des VfB Stuttgart in dieser Transferperiode lautet: den bisherigen Kader zusammenhalten. Die Spieler, die in der abgelaufenen Spielzeit erneut die CL-Qualifikation eintüteten, sollen auch in der Saison 2026/27 auf dem Rasen der MHP-Arena auflaufen. Aus einer Position der Stärke heraus will der VfB Stuttgart auf dem Transfermarkt agieren – und das bestehende Gerüst mit einzelnen Neuverpflichtungen sinnvoll ergänzen.

Szenarien wie in den vergangenen Jahren, als reihenweise Leistungsträger verkauft wurden und der Kader immer wieder neu zusammengestellt werden musste, sollen verhindert werden. Doch die Wahrheit ist: Nach unseren Infos muss der VfB Stuttgart in diesem Sommer erneut hohe Transfereinnahmen, ja sogar einen Transferüberschuss generieren. Auch die Bild -Zeitung und Sky berichteten zuletzt in diese Richtung. Die Transfererlöse braucht es nicht nur, um Neuverpflichtungen wie die angestrebten Transfers der Angreifer Dzenan Pejcinovic oder Leo Sauer tätigen zu können. Sondern auch, um den Club in seiner gesamtheitlichen Betrachtungsweise voranzubringen.

Hohe Kosten für Infrastrukturprojekte des VfB Stuttgart

Die rasante sportliche Weiterentwicklung muss auf einem stabilen Fundament stehen, die Strukturen des Klubs müssen ebenfalls wachsen. So soll etwa die Geschäftsstelle an der Mercedesstraße rundum erneuert, womöglich sogar komplett neu gebaut werden. Der VfB benötigt dringend Platz, weshalb Alexander Wehrle auf der Mitgliederversammlung am Sonntag (26.07.) ankündigte, das Carl-Benz-Center kaufen zu wollen. Diese Infrastrukturprojekte muss der VfB dringend anstoßen, das Problem ist aber: Die Investitionssumme liegt im sehr hohen zweistelligen Millionenbereich.

Geld, dass der VfB trotz der starken Finanzkennzahlen des Geschäftsjahres 2025 (über 80 Millionen Euro an Mehreinnahmen und etwa sieben Millionen Euro mehr Gewinn als 2024) nicht einfach so auf dem Festgeldkonto herumliegen hat. Daher steht in diesem Sommer erneut ein schwieriger Spagat an: Um all die Infrastrukturprojekte voranzutreiben und selbst Transfers tätigen zu können, braucht es erneut Transfereinnahmen im mittleren bis hohen zweistelligen Millionenbereich.

Dzenan Pejcinovic als Vorgriff auf einen namhaften Abgang?

Der VfB Stuttgart ist also nach wie vor nicht in der Position, Transfers der Kategorie Dzenan Pejcinovic zu tätigen, ohne an anderer Stelle Geld einzunehmen. Der VfL Wolfsburg ruft für den Stürmer 25 Millionen Euro auf, der VfB bietet aktuell rund 20 Millionen Euro inklusive Boni. Die Gespräche laufen, aber nach Informationen unserer Redaktion liegen die Parteien in der Ablösesumme noch zu weit auseinander. Deshalb könnte sich der Transfer auch noch bis in den Saisonstart hineinziehen. Der Transfer von Leo Sauer (20, Feyenoord Rotterdam) hingegen soll schon in trockenen Tüchern sein.

Fakt ist: Die Transfers von Dzenan Pejcinovic und Leo Sauer wären ein Vorgriff auf den Abgang eines Leistungsträgers, der auch in diesem Sommer wieder bevorsteht. Nach unseren Informationen ist Bilal El Khannouss einer der Hauptverkaufskandidaten, sollte ein entsprechendes Angebot beim VfB Stuttgart eingehen. Der Offensivmann wurde nach einjähriger Leihe erst im Frühjahr für rund 18 Millionen Euro fest verpflichtet und könnte nach einem Jahr wieder gehen.

Alexander Wehrle auf der VfB-MV: „Kein Spieler ist unverkäuflich“

El Khannouss war bei der WM als Stammspieler einer der auffälligsten Spieler Marokkos und dürfte sich in den Fokus einiger zahlungskräftiger Vereine gespielt haben. Zudem ploppten jüngst die Gerüchte auf, wonach der Offensivmann in Stuttgart aufgrund der geringeren Einsatzzeiten in der Rückrunde nicht mehr glücklich sei. Die kolportierte Ablösesumme für Bilal El Khannouss, die zwischen 40 und 50 Millionen Euro liegen dürfte, würde den Stuttgartern den schwierigen Spagat mit Blick auf die Transfererlöse stark erleichtern. Bislang liegt aber noch kein konkretes Angebot für den Marokkaner vor.

Ein Abgang von Jamie Leweling hingegen soll – wie etwa vom kicker berichtet – vermieden werden. Auch Angelo Stiller soll als verlängerter Arm von Trainer Sebastian Hoeneß gehalten werden. Aber wie CEO Alexander Wehrle auf der Mitgliederversammlung vor versammelter VfB-Mannschaft klarmachte: „Kein Spieler ist unverkäuflich.“ Bei einer entsprechenden Ablösesumme dürfte sich der VfB daher mit jedem Angebot beschäftigen. Fakt ist hingegen: Jovan Milosevic soll den Stuttgartern in diesem Transfersommer noch einen mittleren einstelligen Millionenbetrag einbringen, auch Lazar Jovanovic soll den Klub verlassen – was allerdings keine Neuigkeit mehr ist.

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