VfB Stuttgart

Gonzalez-Transfer zu Leicester? Wie der VfB von einem Wechsel profitiert

Kopie (2) von Nicolas Gonzalez im Spiel gegen Arminia Bielefeld
Nicolas Gonzalez spielt nicht mehr beim VfB - trotzdem könnten die Schwaben von ihm profitieren. © ZVW/Benjamin Büttner

Kann der VfB Stuttgart auf einen Millionen-Segen hoffen? Ex-Profi Nicolas Gonzalez steht wohl kurz vor einem Wechsel vom AC Florenz zu Leicester City. Kostenpunkt: rund 35 Millionen Euro. Profitieren die Schwaben von einer Weiterverkaufsbeteiligung?

Dem VfB steht eine Gonzalez-Beteiligung zu: Doch wie hoch fällt diese aus?

Der VfB Stuttgart bereitet sich seit dem 2. Januar im Trainingslager in Marbella auf den Bundesliga-Restart vor. Trainer Bruno Labbadia arbeitet in Andalusien intensiv mit dem Kader, der ihm zur Verfügung steht. Denn: Neuverpflichtungen sind aktuell nicht drin, die Kassen beim VfB sind weitestgehend leer. Es müsste erst ein Profi verkauft werden, um selbst auf dem Transfermarkt aktiv werden zu können. Doch vielleicht fließt bald auch Geld ohne einen Spielerverkauf in die Kassen – Nicolas Gonzalez sei Dank.

Laut dem Kicker steht der Ex-Profi des VfB Stuttgart vor einem millionenschweren Wechsel zu Leicester City. Der Premier League Club bietet wohl rund 35 Millionen Euro für den schnellen Angreifer, ein erstes Angebot soll in Florenz bereits eingegangen sein. Viel Geld für den 23-Jährigen, der 2018 für rund 8,5 Millionen Euro aus Argentinien nach Stuttgart kam. Sahnt der VfB also groß ab?

Fakt ist: Den Schwaben steht eine Beteiligung bei einem Gonzalez-Transfer zu. Der Haken aus VfB-Sicht: Von einem Millionen-Segen kann nicht die Rede sein. Nach Informationen unserer Redaktion liegt die Weiterverkaufsbeteiligung für Nicolas Gonzalez im mittleren sechsstelligen Bereich. Die Millionengrenze könnte demnach wohl nur bei einer utopischen Ablösesumme geknackt werden.

Profitiert der VfB vom Transfer-Nettoerlös des AC Florenz - oder nicht?

Die Gründe sind vielschichtig. Zum einen sind die Verträge über Wiederverkaufsbeteiligungen oft seitenlang und mit mehreren Fallstricken gespickt. So kann es etwa sein, dass die Prozente, mit denen der VfB an einem Gonzalez-Transfer profitiert, gestaffelt sind. Das könnte beispielsweise bedeuten: Pro Halbjahr, das der 24-Jährige in Florenz verbringt, sinkt die tatsächliche Beteiligungs-Summe für den VfB.

Zum anderen stellt sich beim Gonzalez-Transfer die Frage: Profitiert der VfB vom reinen Transfer-Nettoerlös der Florentiner – oder nur von der Differenz der beiden Ablösesummen? In diesem Fall trifft wohl letzteres zu. Der VfB transferierte Gonzalez im Sommer 2021 für rund 23,5 Millionen Euro plus Bonuszahlungen nach Florenz, nun zahlt Leicester rund 35 Millionen. Die Differenz: wohl acht bis neun Millionen. Bei einer Beteiligung von beispielsweise sieben Prozent würden die Schwaben dann circa 600.000 Euro erhalten.

Fazit: Der VfB Stuttgart wird vom Gonzalez-Transfer profitieren – aber nicht so hoch, wie gewünscht. Fabian Wohlgemuth wird es trotzdem recht sein, wenn Geld auf das Konto der Schwaben fließt. Das vergrößert zumindest den Spielraum des Sportdirektors.