VfB Stuttgart

Gutes Spiel gegen Leipzig, aber keine Punkte: Die Lage beim VfB spitzt sich zu

Fußball VfB Stuttgart vs. RB Leipzig
Zum Verzweifeln: VfB-Profis Wataru Endo und Orel Mangala (auf den Knien) nach der 0:2-Niederlage gegen RB Leipzig. © Pressefoto Baumann

Trotz klarer Leistungssteigerung bleibt der VfB Stuttgart auch gegen Leipzig sieg- und torlos. Nach der unglücklichen 0:2-Niederlage stecken die Schwaben tief im Abstiegskampf. Immerhin scheinen sie es nun aber auch vollständig zu realisieren.

Trainer Matarazzo: "Es war eine Einheit zu spüren"

Die Reaktion auf den Rüffel des Trainers war klar zu erkennen, der erhoffte Befreiungsschlag gelang dem VfB Stuttgart aber nicht. «Kurz und knackig: Gute Leistung, aber leider keine Punkte und keine Tore», lautete das Resümee von Pellegrino Matarazzo nach dem Spiel gegen RB Leipzig. Trotz einer klaren Steigerung im Vergleich zur Vorwoche blieben sie am Samstag zum vierten Mal in Serie sieg- und torlos. Die Lage der Stuttgarter im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga spitzt sich zu. Immerhin: Auch die letzten Spieler scheinen das nun erkannt zu haben.

Es habe ihm gefallen, «wie die Jungs auf dem Platz gestanden haben», sagte Matarazzo. «Es war eine Einheit zu spüren, die gut kommuniziert hat miteinander.» Die siebte Niederlage im achten Pflichtspiel gegen Angstgegner Leipzig konnten die Stuttgarter zwar nicht verhindern. In puncto Einstellung und Leidenschaft war der auf vier Positionen veränderten VfB-Elf aber nichts vorzuwerfen. Anders als noch beim enttäuschenden 0:0 bei Tabellenschlusslicht Greuther Fürth zuvor. Er habe ihren Auftritt beim Rückrundenstart «nicht akzeptieren» können, hatte Matarazzo unter der Woche über einen Teil seiner Profis gesagt.

VfB mit Pech im Abschluss - Leipzig gnadenlos effizient

Mit Tanguy Coulibaly und dem 18 Jahre jungen Startelf-Debütanten Alexis Tibidi, die gegen RB anstelle von Roberto Massimo und Philipp Förster begannen, war der Coach nun zufrieden. Genau wie mit Nikolas Nartey, der auf der linken Abwehrseite den wegen muskulärer Probleme fehlenden Borna Sosa vertrat. «Alle drei waren aktiv und haben ihre Aktionen gehabt», sagte Stuttgarts Trainer über das Talente-Trio.

Was dem VfB auch gegen die überraschend passiven, zugleich aber auch sehr effizienten Leipziger fehlte, war allerdings einmal mehr das Glück im Abschluss. Nachdem Konstantinos Mavropanos, der vierte Neue in Stuttgarts Startformation, einen Handelfmeter verursacht und André Silva diesen souverän verwandelt hatte (11. Minute), drängten die Gastgeber im zweiten Durchgang vehement auf den Ausgleich. Weil sie vor dem Tor laut Matarazzo «nicht präzise genug» agierten und Peter Gulacsi im Leipziger Kasten eine «ausgezeichnete Leistung» zeigte, trafen sie aber nicht. Weder Sasa Kalajdzic (56.) und Waldemar Anton (67.) per Kopf noch Orel Mangala (63.) mit einem schönen Drehschuss.

Knackiges Programm: Freiburg, Frankfurt, Leverkusen

Einen Elfmeter gab's nach dem rassigen Zweikampf zwischen Tibidi und RB-Verteidiger Willi Orban in der 58. Minute auch nicht. Stattdessen mitten hinein in die VfB-Drangphase den entscheidenden Konter von Christopher Nkunku zum 0:2 (70.). «Das tut weh», sagte Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat über den neuerlichen Rückschlag. Die gezeigte Leistung müsse dennoch nun die «Benchmark sein, weiterhin so fokussiert und klar in unserem Matchplan zu sein und weiter auf dem Platz hart zu arbeiten», forderte der 49-Jährige.

Freiburg, Frankfurt und Leverkusen heißen die nächsten Gegner des VfB - die Hürden werden nicht niedriger. Ob Marc Oliver Kempf nochmal eine Hilfe für die Schwaben wird, ist ungewiss. Gegen RB stand der Verteidiger nicht mal im Kader. Matarazzo führte «sportliche Gründe» dafür an, verwies aber auch auf eine «gewisse Unklarheit, was seine vertragliche Situation angeht». Kempfs Kontrakt läuft im Sommer aus. Zuletzt gab es immer wieder Wechselgerüchte um ihn. Möglich, dass der VfB künftig ohne seinen früheren Kapitän um den Klassenerhalt kämpft.

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