„Kein Handlungsdruck“ bei Milosevic-Transfer: VfB Stuttgart will abwarten
Stuttgart. Während sich die Profis des VfB Stuttgart auf das Bundesliga-Spiel in Leverkusen (10.01.) vorbereiten, laufen im Hintergrund die Gespräche. Das Winter-Transferfenster ist bis zum 2. Februar geöffnet – und die Schwaben möchten noch den ein oder anderen Spieler abgeben. Ein Kandidat ist Jovan Milosevic. Nun hat sich Trainer Sebastian Hoeneß zur Personalie geäußert.
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VfB Stuttgart: Viele Gerüchte auf dem Transfermarkt
Obwohl es in der Winter-Transferperiode für gewöhnlich etwas ruhiger zugeht, ist im VfB-Umfeld mit Blick auf mögliche Transfers seit Tagen viel zu lesen und zu hören. Jamie Leweling für 40 Millionen Euro zum AFC Bournemouth? Wird nicht passieren. Christopher Olivier bereits mit Fortuna Düsseldorf einig und Wechsel steht bevor? Absolut nicht. Laut der Bild- Zeitung hat der VfB einem möglichen Wechsel des Youngsters sofort den Riegel vorgeschoben. Doch eine Personalie wird seit Tagen heiß diskutiert – und das aus gutem Grund.
Die Zukunft von Jovan Milosevic am Neckar steht in den Sternen. Der Angreifer war bis zum 31. Dezember zu Partizan Belgrad ausgeliehen und ist seit dem 3. Januar wieder in Stuttgart. Auf viel Spielzeit wird der 20-Jährige beim VfB nicht kommen, zu groß ist die Konkurrenz im Sturm. Das würde vor allem der Entwicklung des Serben schaden, der in Belgrad in 17 Ligaspielen zwölf Tore erzielte und dessen Marktwert aktuell bei sieben Millionen Euro liegt. Was also tun mit Jovan Milosevic?
Das sagt VfB-Trainer Hoeneß zu einem Transfer zu Jovan Milosevic
Der VfB-Plan ist ganz einfach: Jovan Milosevic kann und darf sich Trainer Sebastian Hoeneß im Training präsentieren. Aktuell trainiert der Angreifer aufgrund einer Handverletzung aber nur eingeschränkt mit: „Es besteht das Risiko, dass wenn ein Ball gegen die Hand geht, sich der Knochenbruch wieder verschiebt“, so der Trainer. Man könne sich aber trotzdem ein Bild von Milosevic machen – und bis zur Rückkehr ins volle Teamtraining wird es laut Hoeneß „nicht mehr so lange dauern“.
Haben sich die Schwaben ein Bild von der Leistungsfähigkeit ihres Angreifers gemacht, soll entschieden werden: Bleibt Milosevic, wird dieser erneut verliehen oder gar ganz verkauft? Die Tendenz ist klar: Lässt sich ein passender Abnehmer finden, ist der VfB Stuttgart bereit, den Serben erneut zu verleihen. Partizan Belgrad dürfte es tendenziell eher nicht werden. Ein Verkauf hingegen würde nur dann infrage kommen, wenn ein Angebot jenseits der 10-Millionen-Marke im roten Clubhaus eingehen würde – und das erscheint aktuell sehr unwahrscheinlich.
Warum der VfB Stuttgart einer Milosevic-Leihe wohl zustimmen würde
„Es bleibt genau bei dem Plan: Er ist hier, ist ein vollwertiges Mitglied und trainiert das mit, was er kann. Dann werden wir uns die Situation anschauen und auch mit Jovan darüber im Austausch sein, was die nächstbesten Schritte sind“, so Hoeneß. Der VfB-Trainer machte auf der Pressekonferenz vor dem Leverkusen-Spiel deutlich klar: „Bis dahin ist auch noch ein bisschen Zeit. Es gibt aktuell keinen Handlungsdruck.“ Fakt ist also: Bis bei Jovan Milosevic eine Entscheidung getroffen wird, dürfte es noch eine Weile dauern. Die Tendenz steht aber auf Abschied, denn: Die Konkurrenzsituation im Sturm ist zu groß, als dass der Angreifer auf genügend Spielzeit kommen würde, was wiederum die Entwicklung des 20-Jährigen gefährden würde.


