VfB Stuttgart

Leihe perfekt: VfB-Profi Leonidas Stergiou schließt sich dem FC Heidenheim an

Leonidas Stergiou wechselt bis Saisonende zum 1. FC Heidenheim.
Leonidas Stergiou wechselt bis Saisonende zum 1. FC Heidenheim. © Danny Schöckle (Archiv)

Stuttgart. Der VfB Stuttgart hat Abwehrspieler Leonidas Stergiou bis Saisonende an den 1. FC Heidenheim verliehen. Der Schweizer Nationalspieler soll dem Bundesliga-Schlusslicht beim Klassenerhalt helfen und Spielpraxis sammeln. Noch am Dienstagabend kam Stergiou beim spektakulären 3:2-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt zu einem Kurzeinsatz, ab dem Rückrundenauftakt am kommenden Spieltag ist er dann für die Ostälbler aktiv. Wir ordnen den Abgang beim VfB ein.

Sie wollen unseren VfB-WhatsApp-Channel abonnieren? Dann klicken Sie hier auf diesen Link .

VfB Stuttgart: Keine Kaufoption bei Leonidas Stergiou

Nach Sky-Informationen beinhaltet der Leihvertrag keine Kaufoption. Der VfB hat also die Hand auf seinem Spieler, sollte Stergiou in Heidenheim überzeugen und sich wieder für höhere Aufgaben in Stuttgart empfehlen. Zur Stunde ist das aber Zukunftsmusik, vom Champions-League-Kandidaten in der Kesselstadt geht es nun auf die raue Ostalb, wo auf den Verteidiger nun der gnadenlose Abstiegskampf wartet. Nach Yannik Keitel (Leihe nach Augsburg), Silas (Verkauf an Mainz 05) und Jovan Milosevic (Leihe nach Bremen) ist Stergiou der vierte Winterabgang des VfB.

Leonidas Stergiou ist ein Spieler, der in der Bundesliga den allermeisten Kadern guttun würde: defensiv solide, diszipliniert, vielseitig einsetzbar. Zur Saison 2023/24 kam der Eidgenosse zunächst per Leihe vom FC St. Gallen zum VfB, der damals gerade so in der Relegation dem Abstieg in die 2. Bundesliga entgangen war. Am Ende der Spielzeit verpflichteten die Schwaben Stergiou fest für 2 Millionen Euro (Quelle: Transfermarkt), sein Vertrag in der Landeshauptstadt läuft bis 2028.

Stergious Entwicklung durch Verletzungen und Konkurrenz ausgebremst

Zur Wahrheit gehört aber auch: So richtig langfristig durchgesetzt hat sich der Abwehrspieler beim VfB nicht. Insgesamt 38 Spiele in zweieinhalb Saisons sind nicht die Statistiken eines Stammspielers. Da half auch nicht das Verletzungspech Stergious, der 2024 (Rückenverletzung) und 2025 (Syndesmosebandriss) jeweils lange ausfiel. So bremsten ihn die Pausen immer wieder aus, dazu war zuletzt die Konkurrenzsituation auf seiner mutmaßlichen Idealposition Rechtsverteidiger durch die Anwesenheit von Josha Vagnoman und Lorenz Assignon groß. In der aktuellen Saison kam er für die erste Mannschaft des VfB entsprechend nur auf zwei Kurzeinsätze in der Bundesliga und im DFB-Pokal.

Leonidas Stergiou ist mit 23 Jahren noch nicht am Ende seiner Entwicklung, kann mit seiner Vielseitigkeit aus Außen- und Innenverteidiger ein spannendes Spielerprofil darstellen. Dafür muss er aber spielen – eine Voraussetzung, die nun beim 1. FC Heidenheim erfüllt sein dürfte. Seine Konkurrenten in der rechten Verteidigung heißen dort nicht mehr Vagnoman und Assignon, sondern Omar Traoré und Marnon Busch – Kaliber, mit denen Stergiou aufgrund seiner unbestrittenen Bundesligatauglichkeit eher fertig werden dürfte.

VG WORT Zahlpixel