VfB Stuttgart

Luca Pfeiffer und Jakov Medic zum VfB? Warum die Profis zu den Schwaben passen

Pellegrino Matarazzo und Sven Mislintat
Wenn es um Transfers geht, tauscht sich Kaderplaner Sven Mislintat immer mit VfB-Coach Pellegrino Matarazzo aus. © Danny Galm

Mit Josha Vagnoman und Juan Jose Perea hat der VfB Stuttgart bereits zwei Neuzugänge im Kader. Abgeschlossen ist die Planung von Sven Mislintat damit aber noch nicht, auch weil noch prominente Abgänge wie Sasa Kalajdzic drohen. Daher verdichten sich die Anzeichen, dass der Kaderplaner bald zwei neue Gesichter präsentieren will: Jakov Medic und Luca Pfeiffer. Wir klären auf, was an den Gerüchten dran ist – und warum der VfB diese beiden Profis verpflichten möchte.

Luca Pfeiffer: Ein Kalajdzic-Double für den VfB?

Bleibt er, verlängert er – oder geht er doch? Die Gerüchte um Sasa Kalajdzic reißen nicht ab. Durch den Wechsel von Robert Lewandowski zum FC Barcelona nimmt der Stürmer-Markt langsam Fahrt auf. Auch der monatelange Ausfall von BVB-Angreifer Sebastian Haller befeuert die Gerüchteküche. Gut möglich, dass ein internationaler Topclub bald bei Sven Mislintat anklopft - und der VfB auf Stürmersuche gehen muss.

Ein möglicher Ersatz steht schon bereit: Luca Pfeiffer. Der Mittelstürmer, der die Landeshauptstadt bereits aus seiner Zeit bei den Stuttgarter Kickers kennt, steht bei den Schwaben hoch im Kurs. Kein Wunder, schließlich hat der 1,96 Meter große Stürmer in der abgelaufenen Zweitliga-Saison 17 Tore für den SV Darmstadt erzielt (ausgeliehen vom FC Midtiylland). Alleine schon aufgrund seiner Körpergröße und Statur könnte der 25-Jährige glatt als Kalajdzic-Double durchgehen.

Selbst für den Fall, dass Sasa Kalajdzic beim VfB bleibt, ist Luca Pfeiffer ein heißer Wechselkandidat. Sportdirektor Sven Mislintat will noch einen „Back-Up“ für den österreichischen Nationalstürmer verpflichten. Mit Hamadi Al Ghaddioui haben die Schwaben den nominellen Kalajdzic-Ersatz Anfang des Jahres abgegeben.

Die Lücke mit Luca Pfeiffer zu schließen, macht also durchaus Sinn. Vor allem dann, wenn Kalajdzic doch noch gehen sollte. Laut Informationen der Bild-Zeitung scheint der Transfer auch schon fix zu sein. Als Ablöse stehen rund 3,5 Millionen Euro im Raum, der Angreifer soll noch im Laufe des Montagabends (01.08.) seinen Medizincheck absolvieren. Eine offizielle Bestätigung steht aber noch aus.

Jakov Medic: Ist er der Defensivmann, den Sven Mislintat sucht?

Im Gegensatz zu der noch offenen Stürmerdiskussion ist ein Posten im Stuttgarter Kader weiter vakant: die des vierten Innenverteidigers. Trainer Pellegrino Matarazzo wird in Zukunft wohl wieder vermehrt mit einer Dreierkette spielen lassen. Doch neben den Stammkräften Waldemar Anton, Konstantinos Mavropanos und Hiroki Ito befindet sich kein weiterer Innenverteidiger im Kader. Der Platzverweis von Waldemar Anton im DFB-Pokal gegen Dynamo Dresden machte nochmals deutlich, dass der VfB auf dieser Position Nachholbedarf hat.

Sportdirektor Sven Mislintat sucht deshalb nach einem vielseitig einsetzbaren Defensivmann. Der Blick in die eigenen Reihen zeigt: Die Leih-Rückkehrer Maxime Awoudja und Antonis Aidonis sind aus sportlicher Perspektive keine ernstzunehmenden Kandidaten für den freien Platz. Auch mit dem vielseitig einsetzbaren Atakan Karazor, der lange auf Ibiza in U-Haft saß und nun in Stuttgart auf einen möglichen Strafprozess wartet, kann der VfB vorerst nicht planen. 

Daher streckt Sven Mislintat die Fühler nach einem externen Neuzugang aus. Laut Informationen des Kicker und der Stuttgarter Zeitung ist sich der Kaderplaner mit seinem Wunschkandidaten wohl bereits einig: Jakov Medic vom FC St. Pauli. Der beidfüßig starke und körperlich robuste Innenverteidiger steht auf dem Zettel der Schwaben ganz oben, da er alle drei Positionen in der Dreierkette spielen kann.

St. Pauli will nicht verkaufen: Tauziehen um Medic bahnt sich an

Bereits im Mai dieses Jahres soll Sportdirektor Sven Milsintat ein Angebot für den Kroaten abgegeben haben, wie der Kicker berichtet. Die rund zwei Millionen Euro sollen St. Pauli aber kalt gelassen haben. Mit Daniel-Kofi Kyereh und Guido Burgstaller haben die Hamburger bereits zwei Stammkräfte abgegeben und viel Geld eingenommen. Sportchef Andreas Bornemann ist also auf weitere Einnahmen nicht angewiesen und hat öffentlich verlauten lassen, dass er Medic nicht verkaufen will.

Der VfB Stuttgart plant nun, das Angebot für den 23-Jährigen zu erhöhen. Und hofft darauf, dass der Innenverteidiger seinen Wechselwunsch bei Bornemann mit Nachdruck hinterlegt. Laut dem Kicker fordert St. Pauli aber rund fünf Millionen Euro. Eine Summe, die Sven Mislintat für Medic wohl kaum aufbieten wird.

Daher bahnt sich wie bei der Personalie Josha Vagnoman ein Tauziehen an. Drei Millionen Euro müsste der Sportdirektor wohl mindestens aufbieten, um den beidfüßig starken 1,93 Meter Mann an den Neckar zu lotsen. Mit Bonuszahlungen könnten die Schwaben dann ein Transferpaket schnüren, bei dem Andreas Bornemann doch noch schwach werden könnte. Mislintat wird also wieder seine Poker-Chips auspacken müssen, um den Transfer eines Wunschspielers zu finalisieren.