VfB Stuttgart

Kader des VfB Stuttgart: Auf dieses Fundament baut Trainer Pellegrino Matarazzo

Pellegrino Matarazzo
Cheftrainer Pellegrino Matarazzo. © Danny Galm

Während in der Defensive des VfB Stuttgart die Rollen weitgehend klar verteilt sind, eröffnen sich in der Offensive und im Mittelfeld zahlreiche Möglichkeiten für Trainer Pellegrino Matarazzo. Der Konkurrenzkampf um die Kaderplätze läuft im Trainingslager im Allgäu auf Hochtouren. Wir erklären, auf welches Fundament der Chefcoach baut, welche Spieler als Herausforderer den Druck hochhalten sollen - und wer voraussichtlich keine Perspektive hat.

Mislintat: „Die Dynamik im Team ist gut“

34 Spieler umfasst das Stuttgarter Aufgebot in Weiler-Simmerberg. Für die Verantwortlichen stellt die große Anzahl jedoch kein Problem dar. „Wir sind nur zwei mehr als im letzten Jahr, davon sind zwei verletzt hier angekommen“, sagt Sportdirektor Sven Mislintat, „es wird bei uns keine Trainingsgruppe B oder C geben, die Dynamik im Team ist gut.“ 

Grob lässt sich die Gruppe in zwei Hälften teilen: Die erste Reihe mit gestandenen (und teilweise gesetzten) Führungsspielern und die zweite Reihe, die als Herausforderer Druck ausüben und das Leistungsklima hochhalten sollen. Gut zu beobachten war diese Aufteilung im Testspiel gegen den FC Zürich am Samstag (09.07.). In Halbzeit eins standen elf Spieler auf dem Rasen, die getrost als A-Elf bezeichnet werden dürfen. 

Mit Ausnahme von Torhüter Florian Müller spielte anschließend in den zweiten 45 Minuten die „Challenger-Auswahl“. Und aus einem 0:1-Rückstand wurde ein 3:2-Erfolg. „Wenn die zweite Elf die erste Elf in die Bredouille bringt, haben wir ein gutes Leistungsklima“, befand anschließend Sven Mislintat. 

Das Fundament in der Defensive steht

Dabei kristallisieren sich im Laufe des Camps im Allgäu zwei Dinge immer klarer heraus: Zum einen wird Trainer Matarazzo wohl wieder auf eine taktische Grundausrichtung mit Dreierkette und zwei Wingbacks zurückkehren. Und zum anderen steht in der Defensive bereits ein solides Fundament. 

Torhüter Müller ist ebenso gesetzt wie die Dreierreihe um den zentralen Innenverteidiger Waldemar Anton sowie Hiroki Ito (links) und Konstantinos Mavropanos (rechts). Auf den Außenbahnen dürfte Neuzugang Josha Vagnoman der rechte Flügel gehören, und Borna Sosa - sofern er fit ist und in Stuttgart bleibt - der linke.

Sollte der Kroate den VfB im Laufe des Sommers noch verlassen, stehen mit Silas und Tanguy Coulibaly zwei Alternativen bereit. Und auf Routinier Pascal Stenzel ist ohnehin immer Verlass. Der Vorzeigeprofi ist jederzeit einsetzbar und hält die Spannung im Training hoch.

Im zentralen Mittelfeld führt an Kapitän Wataru Endo kein Weg vorbei. Und auf den Achterpositionen steht mit Orel Mangala, Chris Führich, Enzo Millot, Lilian Egloff, Niklas Nartey und Naouirou Ahamada gleich eine halbes Dutzend Kandidaten zur Auswahl. Je nach Ausrichtung und Gegner kann Trainer Matarazzo hier auf ganz unterschiedliche Spielerprofile zurückgreifen.  

Nächste Saison mit Doppelspitze?

Und wie ist die Situation in der Angriffsreihe? In den bisherigen Testspielen favorisierte Trainer Matarazzo eine Doppelspitze und testete dabei munter verschiedene Pärchen. Im Fokus steht derweil Sasa Kalajdzic. Bleibt der Österreicher beim VfB, ist er als Wand- und Zielspieler in der Spitze gesetzt. Zieht es ihn doch noch nach England, Italien oder Spanien, dürfte Sven Mislintat noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden, da die Schwaben einen solchen Spielertypen andernfalls nicht mehr im Kader haben. 

Tiago Tomas und Neuzugang Juan Jose Perea bringen Wucht und Dynamik ins Spiel, Nachwuchsmann Thomas Kastanaras Timing und Torgefahr. Auch Mohammed Sankoh soll nach seiner langen Leidenszeit endlich auf Bundesliga-Niveau Spielzeit sammeln. Auch hier hat der Trainer also die Qual der Wahl.

Wer eher schlechte Karten hat

Weitgehend ohne Perspektive dürfte hingegen die Gruppe um die Leihrückkehrer Antonis Aidonis, Maxime Awoudja, Darko Churlinov, Alou Kuol und Philipp Klement sein. Auch Clinton Mola, Ömer Beyaz, Roberto Massimo und Mateo Klimowicz werden es diese Saison wohl schwer haben, in den Spieltagskader zu kommen. Bis zum 01. September dürfte diesbezüglich noch einiges an Arbeit auf Sven Mislintat warten. Von weiteren Leihgeschäften bis hin zu Verkäufen ist vieles denkbar. 

Der Trainingslager-Kader im Überblick

  • Tor: Florian Müller, Fabian Bredlow, Florian Schock, Dennis Seimen
  • Abwehr: Waldemar Anton, Konstantinos Mavropanos, Pascal Stenzel, Hiroki Ito, Antonis Aidonis, Maxime Awoudja, Josha Vagnoman
  • Mittelfeld: Wataru Endo, Clinton Mola, Tanguy Coulibaly, Enzo Millot, Chris Führich, Orel Mangala, Lilan Egloff, Nikolas Nartey, Robert Massimo, Mateo Klimowicz, Naouirou Ahamada, Ömer Beyaz, Laurin Ulrich, Philipp Klement
  • Angriff: Sasa Kalajdzic, Silas, Tiago Tomas, Mohammed Sankoh, Alou Kuol, Thomas Kastanaras, Juan Jose Perea, Wahid Faghir