VfB Stuttgart

Nagelsmann aufgepasst: Diese zwei VfB-Profis müssen bei der WM unbedingt spielen

Alexander Nübel und Chris Führich gaben in Sinsheim ein Bewerbungsschreiben für die WM ab.
Alexander Nübel und Chris Führich gaben in Sinsheim ein Bewerbungsschreiben für die WM ab. © Pressefoto Baumann/Fotomontage

Sinsheim. Der VfB Stuttgart hat beim wilden 3:3 gegen die TSG Hoffenheim wahrlich kein gutes Spiel gemacht. Viele Profis blieben unter den Erwartungen, zwei wussten allerdings zu überzeugen: Chris Führich und Alexander Nübel. Der pfeilschnelle Angreifer traf zum zwischenzeitlich 1:1 und war der beste Stuttgarter auf dem Platz. Und der VfB-Keeper rettete sein Team mehrmals vor einem noch höheren Rückstand. Beide Spieler sendeten ein überzeugendes Bewerbungsschreiben in Richtung WM und Julian Nagelsmann.

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VfB Stuttgart gegen TSG wie „das kleine PSG gegen Bayern“

Was ein wilder Ritt. Das 3:3 des VfB Stuttgart gegen die TSG Hoffenheim begeisterte die Fans im Stadion und vor den Fernsehgeräten – zumindest die neutralen Zuschauer. Die TSG-Fans dürften sich nach den verlorenen zwei Punkten mehr als geärgert haben, die VfB-Fans erlebten schwere 95 Minuten und eine Gefühlsexplosion in der 96. Minute. Sebastian Hoeneß bezeichnete die Partie nach dem Spiel mit einem Schmunzeln als „das kleine PSG gegen Bayern“. Das Spiel sei durch „ganz viel Mut und Offensivkraft“ geprägt gewesen, jeder sei „auf seine Kosten gekommen“.

Doch fairerweise muss gesagt sein: Nur wenige Stuttgarter wussten in der PreZero-Arena zu überzeugen. Tiago Tomas muss mit seinem Last-Minute-Treffer herausgehoben werden, ebenso Ermedin Demirovic, der in seinem dritten Spiel als Joker nacheinander traf. Doch zwei VfB-Profis stachen richtig heraus: Chris Führich und Alexander Nübel. Während der Zweitgenannte seinen Platz im WM-Kader sicher hat, kämpft der VfB-Angreifer noch um ein WM-Ticket. „Chris ist zur richtigen Zeit in einer sehr guten Verfassung. Er nimmt großen Einfluss auf das Spiel, mit Toren und Torvorlagen“, sagte Sebastian Hoeneß nach der Partie auf der Pressekonferenz.

Chris Führich kann „uns Deutschen bei der WM helfen“

Das seien keine Mutmaßungen eines Trainers, der sich wenig überraschend positiv über seinen Spieler äußert, sondern „Fakten, die auf dem Spielberichtsbogen auftauchen.“ Der VfB-Coach hat eine klare Meinung über seinen Angreifer: Chris Führich sei „in sehr guter Form“ und kann „uns Deutschen bei der WM helfen.“ Sportvorstand Fabian Wohlgemuth ging sogar noch einen Schritt weiter: „Chris war die letzten Wochen ein Spieler, der herausgestochen ist. Deshalb glaube ich auch, dass er ein Kandidat für die WM sein könnte – und auch mehr als könnte.“ Bei den Länderspielen gegen die Schweiz und Ghana stand der Angreifer schon im DFB-Aufgebot. Nach der Leistung in Sinsheim dürften die Chancen, zur WM zu fahren, nochmal gestiegen sein.

Alexander Nübel hingegen muss nicht um seinen Platz im Kader der Nationalmannschaft kämpfen. Der VfB-Schlussmann ist aktuell als Torhüter Nummer zwei eingeplant. Allerdings konnte der Keeper in Sinsheim ein klares Signal an Julian Nagelsmann senden: Nübel wäre auch eine gute Nummer eins. Im direkten Duell mit Konkurrent Oliver Baumann machte der 29-Jährige ein starkes Spiel und rettete die Stuttgarter mit teils spektakulären Paraden vor einem höheren Rückstand. Baumann hingegen sah bei allen drei VfB-Toren nicht gut aus. Vor allem beim 1:1 durch Führich und beim 2:3 durch Demirovic machte der Keeper das kurze Eck nicht zu.

Alexander Nübel: Kampf um die Nummer eins nochmal offen?

Geht also nochmal was beim Duell der beiden Torhüter? Könnte Alexander Nübel vielleicht doch als Nummer eins in das Turnier gehen? „Es steht mir nicht zu, die Leistung von Oliver Baumann zu bewerten. So wie Alex heute gespielt hat, hat er sich aber in eine gute Position für die WM gebracht“, brachte es Sportvorstand Fabian Wohlgemuth auf den Punkt. Und Trainer Hoeneß fügte an: „Alex hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig er sein kann. Er ist bei so einem Spiel in der Lage, einen Punkt zu holen. Das schadet sicher nicht mit Blick darauf, wer im Tor stehen wird.“

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