VfB Stuttgart

Omar Marmoush mit gutem VfB-Debüt: Zocker mit Zug zum Tor

Fußball Bundesliga Eintracht Frankfurt vs. VfB Stuttgart
Jubel über seinen Premierentreffer im VfB-Trikot: Omar Marmoush. © Hansjürgen Britsch

Omar Marmoush hat dem begnadigten Rebell Filip Kostic eine märchenhafte Rückkehr bei Eintracht Frankfurt verdorben. Die Leihgabe vom VfL Wolfsburg bescherte dem VfB Stuttgart am Sonntag mit seinem späten Ausgleich in der 88. Minute zum 1:1 (0:0) einen wichtigen Punkt und entriss den Hessen noch den ersten Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga. Zuvor hatte Kostic (80.) vor 25 000 Fans in der ausverkauften Frankfurter Arena die Führung für die Gastgeber erzielt.

Die Stuttgarter Profis in den Einzelkritiken unserer Redaktion:

Florian Müller: Acht Mal in den ersten drei Partien hat es hinter dem Saarländer schon gerappelt. Das Ziel für das Spiel im Deutsche-Bank-Park war also klar: die Null sollte endlich einmal stehen. Daraus wurde zwar nichts und dennoch rettete der Keeper seiner Mannschaft letztlich den einen Punkt. Im Glück, als er unter einer Ecke hindurchsegelte (62.), ohne Chance beim Gegentor (79.) und dann in der Nachspielzeit mit einer Monster-Parade gegen Borre - Note: 2,5

Marc Oliver Kempf: Nur 40 Prozent der direkten Duelle konnte der Innenverteidiger bei der Rückkehr in die Heimat für sich entscheiden. So konnte der "Kempfer" die Stuttgarter Hintermannschaft wahrlich nicht stabilisieren - Note: 3,5

Waldemar Anton: Der zentrale Mann in der Dreierkette hielt den Laden so gut es ging zusammen. Resolutes Kopfballspiel, ausbaufähige Zweikampfquote (50 Prozent). Musste seinen Kollegen ein ums andere Mal kräftig zusammenstauchen und sah in der 80. Minute nach einer Notbremse die Rote Karte - Note: 4

Konstantinos Mavropanos: Kein stabiler Auftritt des Griechen. Streute im Aufbauspiel ab und an ein paar schöne Flugbälle ein, leistete sich aber immer wieder ein paar gefährliche Unkonzentriertheiten - Note: 4

Borna Sosa: Über seine linke Seite ging beim VfB an diesem Sonntag kaum etwas. Dafür arbeitete er fleißig mit nach hinten - Note: 3,5

Wataru Endo: Dass der Japaner das Herz des Stuttgarter Spiels ist, hat sich inzwischen in der kompletten Liga herumgesprochen. Dementsprechend im Fokus der gegnerischen Mannschaft steht der Mittelfeldspieler. Wurde in Frankfurt immer wieder gedoppelt und so in vielen Scharmützeln förmlich aufgerieben - Note: 3,5

Atakan Karazor: Vom Trainer als „Spieler mit Defensiv-Gen“ beschrieben. Sollte an der Seite von Dauerbrenner Endo für mehr defensive Stabilität sorgen, was allerdings nur mäßig klappte. Als Wellenbrecher konnte der 1,91 Meter Schlaks aufgrund seiner zu schlechten Zweikampfwerte nicht dienen - Note: 4

Roberto Massimo: Defensive solide, offensiv ausbaufähig. Der deutsche U-21-Nationalspieler kam auf der rechten Außenbahn nur selten an seinem Gegenspieler vorbei. In Halbzeit eins nur ein  Abschluss (34.) - Note: 4

Mateo Klimowicz: Kam nach dem Doppelpack im Test gegen Nürnberg mit Rückenwind in die Partie. Wirkte anfangs robust und spielfreudig, baute dann aber mehr und mehr ab. Im letzten Drittel fehlte die Durchschlagskraft und so war nach einer guten Stunde schon Schluss für „Teto“ - Note: 4,5

Philipp Klement: Rückte für den erkrankten Förster in die Anfangsformation und sortierte sich auf dem Rasen auf der offensiven Achterposition ein. Von dort aus kamen jedoch kaum Impulse fürs Stuttgarter Angriffsspiel - Note: 4,5

Omar Marmoush: Der Ägypter hat die Länderspielpause genutzt, um für sich zu werben und fand sich so gegen Frankfurt in der Anfangself wieder. Bei seinem Debüt zeigte der 22-jährige Angreifer schnell, dass er ein echter Zocker mit Zug zum Tor ist. So etwa bei zwei Chancen aus spitzem Winkel (17./52.). Ein belebendes Element. Auch, weil er sich für keinen Weg zu schade war. Krönte sein gutes Debüt mit dem späten Ausgleichstreffer - Note: 2

Einwechselspieler

Tanguy Coulibaly (ab der 62. Minute für Mateo Klimowicz): Frischen Schwung sollte seine Einwechslung bringen. Zunächst musste der Franzose aber viel mit nach hinten arbeiten. Dann aber mit der Vorarbeit zum 1:1 - Note: -

Ömer Beyaz (ab der 62. Minute für Roberto Massimo): Auch der junge Türke feierte an diesem Spieltag sein VfB-Debüt, sein Können konnte er in der zerfahrenen Partie nicht wirklich zeigen - Note: -

Orel Mangala (ab der 70. Minute für Philipp Klement): Comeback nach langer Verletzungspause und direkt ein unglücklicher Ballverlust vor dem 0:1 - Note: -

Hiroki Ito (ab der 70. Minute für Borna Sosa): Kam in der wildesten Phase des Spiels in die Partie und sollte für mehr defensive Stabilität sorgen, was allerdings nicht wirklich gelang - Note: -

Hamadi al Ghaddioui (ab der 80. Minute für Marc Oliver Kempf): Ohne Bewertung 

Die Benotung

1 = überragend | 2 = stark | 3 = solide | 4 = dürftig | 5 = schwach | 6 = außer Form