Partybrille und laute Kabinenmusik: So feierte der VfB Stuttgart den Finaleinzug
Stuttgart. Der VfB Stuttgart steht zum zweiten Mal in Folge im DFB-Pokalfinale. Nach dem dramatischen 2:1-Sieg gegen den SC Freiburg in der Nachspielzeit haben die Schwaben die große Chance, am 23. Mai gegen den FC Bayern den Titel zu verteidigen. Wie sehr sich die Stuttgarter über den Sieg freuten, zeigten die Jubelszenen nach dem Spiel: Die Profis feierten ausgelassen, Trainer Sebastian Hoeneß kam aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus. Wir liefern Eindrücke von der Partystimmung nach Abpfiff in der MHP-Arena.
Sie wollen unseren VfB-WhatsApp-Channel abonnieren? Dann klicken Sie hier auf diesen Link .
VfB Stuttgart: Deniz Undav feiert mit Party-Brille
Wenn Deniz Undav eine Partybrille aufzieht, dann wissen alle: Es gibt Grund zu feiern. Schon nach dem 4:2-Sieg im Pokalfinale vergangenen Jahres gegen Bielefeld lief der Stürmer nach dem Spiel mit einer Brille herum. Und auch nach dem packenden 2:1-Sieg gegen Freiburg trug der Torschütze zum 1:1 eine weiße Brille, auf dem Brillenglas das DFB-Pokal-Wappen gedruckt. Undav führte mit der Brille auf dem Kopf sogar das Interview bei der ARD, doch selbst dem sonst so auskunftsfreudigen Nationalspieler fehlten nach dem Pokalkrimi die Worte.
Was die 60.000 Fans in der MHP-Arena zuvor in 122 Minuten erlebt hatten, war ein absolutes Fußballdrama. Der VfB Stuttgart ließ eine Vielzahl an Hochkarätern liegen und hätte in der Verlängerung längst das 2:1 erzielen müssen. Doch die VfB-Profis scheiterten entweder am SC-Keeper Florian Müller oder am eigenen Abschluss. Als dann alles nach Elfmeterschießen aussah, erlöste Tiago Tomas den Titelverteidiger in der 120. Minute mit dem Siegtreffer: Per Hacke legte der Portugiese den Ball ins lange Eck, riss sich danach das Trikot vom Leib und jubelte mit den völlig eskalierenden Fans in der Cannstatter Kurve und seinen Teamkollegen.
Nach 2:1-Sieg gegen Freiburg: Selbst die Haupttribüne wackelt
Nach Abpfiff kannte der Jubel dann keine Grenzen mehr: Die VfB-Fans skandierten „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“, auch der Gassenschlager „Zieht den Bayern die Lederhosen aus“ hallte durch die MHP-Arena. Selbst als Journalist lebte man an dem Abend gefährlich: Der Laptop wurde mit Bier überschüttet und durch das emotionale Hüpfen der Fans wackelte sogar die Haupttribüne. Das gab es schon lange nicht mehr.
Und in den Katakomben ging die Party dann weiter: Aus der Kabine war laute Musik zu hören. Obwohl Sebastian Hoeneß aufgrund vieler Interviews nur kurz in der Kabine war, sprach der Trainer von einer „ausgelassenen“ und „fröhlichen“ Stimmung. Der Coach selbst war überwältigt vom Finaleinzug: „Ich bin überglücklich und extrem stolz, all das spüre ich in mir.“



