VfB Stuttgart

VfB Stuttgart steht im Pokalfinale! Tomas entscheidet Drama in der 120. Minute

Jamie Leweling und der VfB Stuttgart stehen im Pokalfinale.
Jamie Leweling und der VfB Stuttgart stehen im Pokalfinale. © Sofiia Shahaievska

Stuttgart. Was ein Drama: Der VfB Stuttgart hat gegen den SC Freiburg nach Verlängerung mit 2:1 (0:1) gewonnen und zieht das zweite Mal in Folge ins DFB-Pokalfinale ein. In einem hitzigen Halbfinale lief der amtierende Pokalsieger lange einem Rückstand hinterher, ehe Deniz Undav (70.) den Ausgleich erzielte. Weil in einer packenden Schlussphase aber kein Treffer fallen wollte, ging es in die Verlängerung. Dort sorgte Tiago Tomas in der 120. Minute per Hacken-Traumtor für das 2:1, die Fans in der MHP-Arena flippten völlig aus. Damit steht der VfB Stuttgart am 23. Mai im Finale in Berlin, Gegner ist der FC Bayern München.

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VfB Stuttgart gegen SC Freiburg: So lief das Pokal-Halbfinale

Schon vor dem Anpfiff war klar: Der VfB Stuttgart hat am Donnerstagabend eine historische Chance. Gewinnen die Schwaben das Halbfinale gegen den SC Freiburg, ziehen sie zum zweiten Mal in Folge ins Pokalfinale nach Berlin ein – das gab es in der Vereinsgeschichte noch nie. Dementsprechend motiviert äußerte sich Sebastian Hoeneß vor dem Spiel: „Wir sind alle heiß auf das Spiel. Titel zu gewinnen ist das Nonplusultra im Sport.“ Das sahen auch die Zuschauer in der ausverkauften MHP-Arena so: Es knisterte schon vor dem Anpfiff, die Stimmung war grandios.

Etwas überraschend dann die Aufstellung der Schwaben, zumindest auf einer Position: Nikolas Nartey rückte in die Startelf und kam auf der offensiven Achterposition zum Einsatz. Maximilian Mittelstädt spielte den linken Part in der Dreierkette, Chris Führich und Jamie Leweling agierten als Wingbacker. Direkt zu Beginn der Partie entwickelte sich ein hitziges und nickliges Baden-Württemberg-Duell. Vier Gelbe Karten und viele Ballverluste störten den Spielfluss erheblich, Strafraumszenen gab es so gut wie keine. In der 28. Minute verschuldete Angelo Stiller dann völlig unnötig einen Eckball, sein Rückpass auf Keeper Nübel misslang völlig. Den Fehler des Mittelfeldmotors sollten die Schwaben noch teuer bezahlen.

Deniz Undav trifft zum Ausgleich – und vergibt den Lucky Punch

Denn: Die Breisgauer sind bei Standards eine der gefährlichsten Mannschaften der Bundesliga. Die scharf getretene und flache Ecke verlängerte Nikolas Nartey gefährlich und ohne Gegnerdruck auf den zweiten Pfosten, die Hereingabe stocherte Maximilian Eggestein zur Freiburger Führung über die Linie. Ein völlig unnötiges Gegentor, das gleich zweimal hätte verhindert werden können. In der Folge tat sich der VfB Stuttgart weiter schwer, kam durch Ermedin Demirovic aber zweimal zu guten Torchancen (40./41.). Auch Jamie Leweling probierte es mit einem Linksschuss, verfehlte das Tor von Ex-VfB-Keeper Florian Müller aber knapp.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit schaltete die Elf von Trainer Sebastian Hoeneß dann einen Gang hoch. Gleich mehrmals hatten die Stuttgarter die Chance auf den Ausgleich, allen voran Angelo Stiller. Doch der Nationalspieler brachte den Ball aus nächster Nähe nicht im Kasten der Gäste unter (60.). Nur zwei Minuten später traf der Mittelfeldmann dann zum vermeintlichen Ausgleich, doch Ermedin Demirovic stand zuvor im Abseits. Die Freiburger kamen nun nicht mehr aus der eigenen Hälfte, die Schwaben bauten immer mehr Druck auf und wurden belohnt: Deniz Undav traf in der 70. Minute zum mittlerweile verdienten Ausgleich. Allerdings: Zuvor hätte Yuito Suzuki auch auf 2:0 für die Gäste stellen können (69.).

Tiago Tomas trifft traumhaft per Hacke zum Pokalsieg

Der VfB drückte nun auf das 2:1, eine abgefälschte Hereingabe von Deniz Undav klatschte gegen den Pfosten. Doch auch die Gäste aus dem Breisgau kamen immer wieder gefährlich vor den Kasten von Alexander Nübel, es entwickelte sich eine packende Schlussphase. Da erneut Deniz Undav eine große Chance aufs 2:1 vergab (90.+3), ging es in die Verlängerung. Die startete furios: Erst traf der Freiburger Lucas Höler ins Tor, foulte zuvor aber Jeff Chabot (92.), dann traf Chris Führich nur den Pfosten (96.). In der 120. Minute erlöste Tiago Tomas dann den VfB Stuttgart: Per Hacke traf der Portugiese traumhaft ins lange Eck.

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