VfB Stuttgart

Pascal Stenzel verlässt VfB Stuttgart: So geht es für den „Fußballgott“ weiter

Pascal Stenzel spielte seit 2019 für den VfB Stuttgart.
Pascal Stenzel spielte seit 2019 für den VfB Stuttgart. © Hansjürgen Britsch

Berlin. Das verlorene Pokalfinale gegen den FC Bayern München markierte beim VfB Stuttgart den Saisonabschluss. Doch während die meisten der VfB-Spieler nach der Sommerpause samt WM wieder an die Mercedesstraße zurückkehren werden, war es für Pascal Stenzel das letzte Fußballspiel, für das er bei den Schwaben unter Vertrag stand. Der von den Fans als „Fußballgott“ gefeierte Rechtsverteidiger verkündete nach dem Spiel, dass er den VfB Stuttgart verlassen wird. Wir haben mit Pascal Stenzel über seinen Abschied gesprochen.

Sie wollen unseren VfB-WhatsApp-Channel abonnieren? Dann klicken Sie hier auf diesen Link .

Pascal Stenzel: „Sehr dankbar für die vielen Momente“

Pascal Stenzel kam 2019 in der zweiten Liga zum VfB Stuttgart, sein Vertrag läuft am 30. Juni 2026 aus. Spätestens seit dem Abend nach dem Pokalfinale ist nun klar, dass dieses Arbeitspapier nicht verlängert wird. In der Kabinenansprache wurde Stenzel von Trainer Sebastian Hoeneß verabschiedet, wie er erzählt: „Ich hätte mich natürlich auch irgendwann noch im Trikot verabschiedet. Aber ich bin einfach sehr dankbar für die vielen Momente und die Wertschätzung von allen Seiten in den letzten sieben Jahren – auf und neben dem Platz.“

Pascal Stenzels Status beim VfB war nicht in Leistungen, Toren oder Spielminuten zu messen. In der laufenden Saison stand er nur in zwei Bundesligaspielen auf dem Platz, stand auch selten im Kader. Für die VfB-Fans kein Problem: Sie feierten in dennoch immer als „Fußballgott“.

Stenzel zu VfB-Abschied: Wertschätzung mehr wert als jeder Titel

Die Anhänger rechneten dem Profi seine nahbare Art an – seine scheinbar bedingungslose Identifikation mit dem Verein, mit dem er aus der 2. Bundesliga bis in die Champions League alles miterlebt hat. Und wenn er spielte, gab er alles. Dazu ist er, so war immer wieder zu hören, ein wichtiger Charakter in der Kabine, der seine Rolle annahm. Auch nachdem der Klub ihm sportlich entwachsen war und reihenweise Konkurrenz auf seiner Position verpflichtet wurde.

Die Wertschätzung, die ihm entgegentrat, beruhte also nur zu einem kleinen Teil auf seinen unbestrittenen fußballerischen Fähigkeiten. Es waren die „Soft-Faktoren“, die Pascal Stenzel intern hochgeschätzt und bei den Fans zum „Fußballgott“ machten. Diese Wertschätzung sei ihm „nachhaltig mehr wert als jeder Titel“, sagt er. „Ich bin gar nicht wehmütig, sondern sehr froh über den Weg, den wir gegangen sind. Das weiß man mehr zu schätzen, wenn man in der zweiten Liga gestartet ist.“

Pascal Stenzel geht, der „Fußballgott“ bleibt

Doch wie geht es jetzt weiter für Pascal Stenzel? Schließlich ist er erst 30 Jahre alt, wird sicherlich noch einige Jahre im Profifußball spielen können. „Ich weiß es wirklich nicht, habe noch keine Gespräche geführt. Ich habe immer gesagt, dass ich erst mit dem VfB reden möchte und offen in alle Gespräche gehen möchte“, sagt Stenzel. Zu möglichen zukünftigen Stationen sagte er noch: „Ich weiß, was ich kann – ich weiß, was ich nicht kann. Und ich werde mit Sicherheit etwas finden, das zu mir passt.“

Die Wege von Pascal Stenzel und dem VfB werden sich also trennen – in den Köpfen im Verein und seinem Umfeld wird er aber noch sehr lange der „Fußballgott“ bleiben. Denn der Status, den Pascal Stenzel innehatte, fußte auf mehr als sportlichen Leistungen – und wird daher noch länger anhalten.

VG WORT Zahlpixel