„Porto war abgezockter“: Die VfB-Stimmen zum Ausscheiden in der Europa League
Porto. Der VfB Stuttgart ist nach der 0:2-Niederlage beim FC Porto aus der Europa League ausgeschieden. Insgesamt stand ein 1:4 nach Hin- und Rückspiel – das über die Kräfteverhältnisse in der Paarung aber nicht die ganze Wahrheit erzählt. Besonders in Portugal hatten die Schwaben eigentlich mehr verdient, scheiterten aber an der eigenen Effizienz sowie am überragenden Heimkeeper Diogo Costa. Dementsprechend wenig konnten sich die VfB-Akteure nach dem Spiel vorwerfen. Wir sammeln die Stimmen zum Ausscheiden im Achtelfinale der Europa League.
Sie wollen unseren VfB-WhatsApp-Channel abonnieren? Dann klicken Sie hier auf diesen Link .
VfB Stuttgart: Trainer Hoeneß mit Kompliment trotz EL-Aus
„Ich will meiner Mannschaft ein riesiges Kompliment machen – wir machen hier ein Riesenspiel“, sagte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß nach dem Spiel am RTL -Mikrofon. Es fasste die paradoxe Gefühlswelt des VfB Stuttgarts und seiner Fans nach dem Spiel zusammen. „Wir scheiden bitter aus, das tut extrem weh. Meiner Meinung nach haben wir mehr verdient“, sagte Ermedin Demirovic gegenüber den Journalisten. Wenig fühlte sich nach Niederlage an, man hatte die Partie am Rande des Kipppunkts – vielleicht war es genau dieser Umstand, der das Ausscheiden am Ende so bitter gemacht hat.
„Wir hatten das Spiel komplett im Griff und auf einmal steht es 1:0 – das war schon komisch“, so Hoeneß. Und selbst nach dem Rückstand war die Messe noch nicht gelesen. „In unserem Kopf war, zwei Tore zu machen. Wir haben schon oft Spiele gedreht“, beschrieb Kapitän Atakan Karazor bei RTL seine Gedanken nach dem ersten Gegentreffer. „Dann haben wir uns die Zähne ausgebissen.“
„Selten besseren Torwart gesehen“ – Diogo Costa lässt VfB verzweifeln
Denn wann immer ein Angriff des VfB in einem gefährlichen Abschluss mündete, hatte ein Gastgeber etwas dagegen. Meistens war das Diogo Costa. „Ich habe selten einen besseren Torwart gesehen“, adelte VfB-Stürmer Demirovic Costa nach der Partie. Porto konnte fast allein dem portugiesischen Nationaltorhüter verdanken, nach diesem Rückspiel noch im Wettbewerb zu sein.
Doch trotz des guten Auftritts muss der VfB ohne Viertelfinalticket die Heimreise antreten. Was hat also gefehlt? „Über die zwei Spiele muss man sagen: Porto war einfach abgezockter. Das muss man leider anerkennen“, sagte Trainer Hoeneß und spielte damit auch auf die wenigen Minuten im Hinspiel an, in denen Porto zwei Fehler des VfB eiskalt bestrafte und sich überhaupt erst in die Pole Position dieses hart umkämpften Zweiteilers brachte.
Nur die Kaltschnäuzigkeit fehlt dem VfB zu Spitzenteams
„Wir haben Erfahrungen gesammelt, aber aktuell ist es natürlich bitter. Wir hatten uns viel ausgemalt“, sagte Hoeneß, stellte aber klar: „Ich glaube, dass wir gegen eine der besten Mannschaften dieses Wettbewerbs ausgeschieden sind.“ Mit besserer Ligaphase oder mehr Losglück hätte der VfB diesen Gegner vermeiden können – aber auch im direkten Aufeinandertreffen zeigte sich, dass Stuttgart lediglich die letzte Kaltschnäuzigkeit von der Spitze im zweithöchsten europäischen Wettbewerb trennt. Ein Umstand, der den Schwaben an diesem ärgerlichen Abend nichts brachte – das Ausscheiden in der Europa League aber einordnete.



