VfB Stuttgart

Schlüsselspiel gegen VfL Bochum: VfB-Coach Pellegrino Matarazzo zieht die Zügel an

Fußball VfB Stuttgart vs. Bayer 04 Leverkusen
War mit der Leistung seiner Mannschaft gegen Bayer Leverkusen sichtlich unzufrieden: VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo. © Pressefoto Baumann

Den Start in die Bundesliga haben sich die Verantwortlichen des VfB Stuttgart anders vorgestellt. Mit nur vier Punkten aus fünf Spielen und einem schwachen Auftritt gegen Bayer Leverkusen sind die Schwaben hart auf dem Boden der Tatsachen gelandet. VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo war sichtlich unzufrieden und schlug in der Trainingswoche einen schärferen Ton an. Vor dem Spiel gegen den Aufsteiger VfL Bochum nimmt der Coach seine Spieler in die Pflicht.

„Sand im Getriebe“: VfB fehlt die offensive Struktur im Spiel

Bei der 1:3-Niederlage gegen Bayer Leverkusen ließ der VfB viele Tugenden vermissen, die sich VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo von seiner Mannschaft wünscht: Einsatzwille, Zug zum Tor und konsequentes Verteidigen. Dementsprechend sauer war der 43-Jährige über die Leistung seines Teams. „Die letzten Wochen war nicht alles rosig, wir hatten Sand im Getriebe“, so der Coach.

Zumal die Schwaben gegen die Leverkusener über 60 Minuten in Überzahl spielten und es nicht schafften, gefährlich vors Tor zu kommen. „Mir hat der Vorwärtsdrang und der Zug zum Tor gefehlt, wenn wir Raum hatten“, kritisierte der Trainer das Offensivspiel seiner Mannschaft. Auch die tiefen Laufwege hinter die Ketten vermisste der Italo-Amerikaner schmerzlich.

Schlüsselspiel gegen Bochum wird zur Charakterfrage für den VfB

Dass die Schwaben gegen 10 Leverkusener zudem die letzte Konsequenz und den letzten Willen beim Verteidigen vermissen ließen, passte zum Gesamtbild eines schwachen Auftritts gegen Bayer. Dementsprechend zog Pellegrino Matarazzo in der Trainingswoche die Zügel an. Die Ansprachen seien schärfer gewesen als in den Wochen zuvor, so der Trainer. „Für mich geht es darum, eine Reaktion zu zeigen.“

Das Spiel gegen den Aufsteiger aus Bochum sei nicht nur tabellarisch ein wichtiges Spiel, sondern auch eine Charakterfrage für seine Profis. „Was wollen wir – und was können wir?“ Diese Fragen wolle der Trainer von seinem Team beantwortet haben - eine klare Ansage an seine Spieler.

Löst Chris Führich die offensiven Probleme? Anton kehrt nach Rotsperre zurück

Gegen zielstrebige und hoch anlaufende Bochumer sei es vor allem wichtig, die Tiefe im Spiel zu finden. Mit Steilpässen und Kurzpassspiel soll der Gegner auseinandergezogen werden – um so selbst in Abschlusssituationen zu kommen. Helfen könnte dabei Neuzugang Chris Führich. Nach seinem Schlüsselbeinbruch hat der Offensivspieler unter der Woche voll mittrainiert und ist eine Option für den Kader.

„Chris Führich gibt uns Zug zum Tor, Präzision im engen Raum und einen guten Abschluss“, so Pellegrino Matarazzo. Ob es für einen Startelf-Einsatz reiche, wisse er noch nicht. Auf der Bank wird er aber auf jeden Fall Platz nehmen. Nicht für einen Einsatz in Frage kommen nach wie vor Philipp Förster und Wahid Faghir. Während der dänische Neuzugang noch mit muskulären Problemen im Oberschenkel kämpft, ist Förster nach seinem Infekt noch nicht einsatzbereit.

Definitiv zurückkehren wird aber Abwehrchef Waldemar Anton. Der 25-Jährige musste nach seiner roten Karte gegen Eintracht Frankfurt für ein Spiel pausieren – wird also gegen den VfL Bochum wieder im Kader stehen.