VfB Stuttgart

Stimmen zum 0:0 gegen Osnabrück: „Es fühlt sich ein bisschen an wie eine Niederlage“

Fußball  2. Bundesliga  VfB Stuttgart vs. VL Osnabrück
Der VfB hat sich im Heimspiel gegen Osnabrück erneut einen Ausrutscher im Aufstiegsrennen geleistet. © Pressefoto Baumann

„Dieser eine Punkt“, lächelte Osnabrücks Trainer Daniel Thioune nach dem 0:0 beim VfB Stuttgart, „den nehmen wir gerne mit. Der hilft uns bei dem, was wir vorhaben.“ Was der VfL in dieser Saison noch vorhat, das ist der Klassenverbleib. Dem sind die Niedersachsen nach dem Remis im Schwabenland ein kleines Stückchen näher gekommen. Ganz anders sah die Gefühlslage im Lager des VfB Stuttgart aus. „Wir sind in die zwei Halbzeiten ordentlich reingekommen, haben dann aber schnell die Struktur verloren“, bemängelte Coach Pellegrino Matarazzo. „Wir tun uns nach wie vor schwer, hochkarätige Torchancen gegen leidenschaftliche und tief stehende Gegner zu erspielen.“

Fehlenden Mut und nicht vorhandenes Tempo beobachtete der Stuttgarter Cheftrainer bei seiner Mannschaft. Einzig der zweikampfstarke und passsichere Mittelfeldspieler Wataru Endo bekam von Matarazzo ein gutes Zeugnis ausgestellt: „Er ist eine Bank für uns. Er schließt Räume und verliert kaum Bälle. Er ist aktuell der wichtigste Spieler für uns auf dem Platz.“ Ansonsten gab es aber auch keinerlei Grund für weitere lobende Worte.

Die Reaktionen nach dem Spiel im Überblick:

VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo: „Ich glaube, wir sind in die zwei Halbzeiten ordentlich rein gekommen, haben aber relativ schnell Struktur und Ordnung verloren. Wir tun uns nach wie vor schwer, hochkarätige Torchancen gegen leidenschaftliche und tief stehende Gegner zu erspielen. Uns fehlt weiterhin der Mut, auch Tempo, um tiefe Laufwege zu suchen. Teilweise auch die Abstimmung. Um einen Gegner, der eng steht, zu knacken, muss man auch richtig timen. Das bleibt weiterhin unser Thema. Wir wollen unsere Spiele gewinnen, wir schauen nicht links und rechts.“

VfL-Coach Daniel Thioune: „Wir sind natürlich hocherfreut darüber, dass wir hier auswärts gepunktet haben. Es war von der ersten Minute erkennbar, dass wir eine Idee hatten. Wir haben sehr viel investiert dafür, um diesen Punkt hier zu entführen. Diesen einen Punkt, den nehmen wir sehr gerne mit. Der hilft uns bei dem, was wir vorhaben. Ich hoffe, dass wir dann auch im nächsten Jahr weiter in der 2. Liga spielen. Wir wissen auch, dass wir das jetzt auch nicht überbewerten dürfen. Es fehlen noch ein paar Punkte zu unserem großen Ziel.“

VfB-Kapitän Pascal Stenzel: „Ich glaube, dass wir gut ins Spiel gefunden haben, die ersten 15 Minuten waren wir gut im Spiel. Wir haben dann einen Tick nachgelassen und waren nicht mehr zielstrebig in unseren Aktionen. Der Pfostenschuss hat uns ein bisschen wach gemacht. In der zweiten Halbzeit war ein ähnliches Bild: Wir waren bemüht, aber nicht gefährlich genug. Ich glaube, jeder weiß, worum es geht. Es ist schon ärgerlich, dass es jetzt nicht mehr in unserer Hand liegt. Das ist einfach ärgerlich, weil du vorne bist und du selber agieren kannst. Dann ist es einfach doof, wenn du 0:0 spielst. Wir haben jetzt noch vier Spiele. Ich bin immer noch davon überzeugt: Wenn wir alle gewinnen, dann steigen wir auf.“

VfB-Keeper Gregor Kobel: „Es fühlt sich ein bisschen an wie eine Niederlage. Wir wollten gewinnen. Offensiv waren wir zu wenig zwingend. Es hat der letzte Punch gefehlt, die letzte Energie, um wirklich ein Tor zu machen. Es ist auch keine einfache Sache für den Kopf. Natürlich ist der Aufstiegsdruck da. Jeder Einzelne will es tief im Herzen aufzusteigen. Ich vertraue jedem Einzelnen von unserer Mannschaft. Jeder will unbedingt aufsteigen, alles andere wäre komisch. Ich denke, heute war es insgesamt ein bisschen zu harmlos. Ich will um jeden Preis aufsteigen. Ich will meinen Beitrag dazu geben, dass wir wieder in die erste Liga aufsteigen. Der Verein gehört in die erste Liga. Osnabrück hat es gut verteidigt heute, das muss man sagen. Aber man erwartet mehr Kampfgeist, um zu Tormöglichkeiten zu kommen.“

Der Blick auf die Tabelle