VfB Stuttgart

Trotz Supercup-Pleite: Warum der VfB Stuttgart bereit für die neue Saison ist

Fußball Franz Beckenbauer Supercup VfB Stuttgart vs. FC Bayern München
Jamie Leweling hilft Deniz Undav auf die Beine. © Julia Rahn

Stuttgart. Ja, der VfB Stuttgart hat es verpasst, im Supercup den ersten Titel der neuen Saison zu gewinnen. Ja, bei der 1:2-Niederlage gegen den FC Bayern München war der Rekordmeister unterm Strich eine Nummer zu groß. Ja, in der Offensive fehlte den Schwaben über weite Strecken der Partie die Durchschlagskraft. Aber: Die VfB-Profis haben im Supercup gezeigt, dass sie bereit für die neue Saison sind. Warum erklärt unser Redakteur Simeon Kramer in einer kommentierenden Analyse.

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VfB Stuttgart gegen FC Bayern München: Rekordmeister am Ende zu stark

Am Ende wurde es nochmal eng: Jamie Leweling traf in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 1:2. Der Anschlusstreffer kam am Ende aber zu spät, der Supercup gegen den FC Bayern München ging verloren - und damit war auch der Traum vom zweiten Titel innerhalb von drei Monaten futsch. Mit ein Grund für die Niederlage: Die VfB-Offensive schaffte es fast über die gesamte Spielzeit nicht, ernsthaft Gefahr nach vorne zu entwickeln. Auch Nick Woltemade, dessen Wechsel nach München laut VfB-Boss Alexander Wehrle endgültig vom Tisch ist (Zitat: „ Die Akte ist geschlossen und Woltemade wird nächste Saison für den VfB Stuttgart spielen“), schaffte es nicht, trotz einer Großchance in der 25. Minute den Ball im Tor unterzubringen.

Dazu kam: In der Abwehr hielten die Stuttgarter die Bayern zwar weitestgehend vom Tor fern, leisteten sich aber zwei entscheidende Fehler. Vor dem 0:1 legte Luca Jaquez den Ball unglücklich für Harry Kane auf, beim 0:2 ließen Jaquez und Hendricks dem Bayern-Neuzugang Luiz Diaz zu viel Platz. Unterm Strich war die Niederlage gegen den Rekordmeister also verdient - trotz einer bemühten Leistung waren die Bayern eine Nummer zu groß. „Wir haben es verpasst, die entscheidenden Momente für uns zu nutzen“, sagte Sebastian Hoeneß nach dem Spiel auf der Pressekonferenz.

VfB Stuttgart in Frühform: Profis wirken griffig und scharf

Einen Vorwurf konnte und wollte der Trainer seiner Mannschaft aber nicht machen. Dafür waren die Stuttgarter zu griffig und hielten gegen den Rekordmeister voll dagegen. „Wir waren heute bereit und haben eine über weite Strecken sehr gute Vorbereitung gespielt.“ Trotzdem sei für Sebastian Hoeneß unklar gewesen, wie sich der VfB gegen die Bayern präsentieren würden. Nach dem Spiel herrscht Klarheit: Die Schwaben scheinen bereit für die neue Saison. Anders als diverse Bundesligisten im DFB-Pokal präsentierte sich der VfB im Supercup in einer guten Frühform, wirkte scharf und hatte das richtige Mindset.

Nun gilt es, diese Einstellung und Leistung auch gegen Union Berlin auf den Platz zu bringen. Am Samstag (23. August) starten die Schwaben mit einem Auswärtsspiel an der Alten Försterei in die Bundesliga-Spielzeit 2025/26. Von einer vermeintlichen Frühform will Sebastian Hoeneß aber noch nicht sprechen: „Wir sind gefühlt immer noch in der Vorbereitungsphase, wir werden noch Dinge erarbeiten müssen.“ Der Trainer habe gegen den Rekordmeister Situationen gesehen, aus denen „wir schnell lernen müssen“. Trotzdem ist klar: Wenn der Trainer diese Dinge in der Trainingswoche vor dem Union-Spiel erarbeitet, sprechen nicht viele Gründe gegen einen erfolgreichen Bundesliga-Start in Berlin.

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