VfB Stuttgart

Vereinsbeirat des VfB: Gremium widerspricht Vorwürfen von Bizer und Schosser

Claus Vogt
Drohte VfB-Präsident Claus Vogt mit dem Rücktritt? Der Vereinsbeirat widerspricht. © Simeon Kramer

Am Dienstagmittag (17.01.) haben zwei Rücktritte beim VfB Stuttgart für Aufsehen gesorgt: Die Vereinsbeiräte Martin Bizer und Susanne Schosser legten mit sofortiger Wirkung ihre Arbeit in dem Gremium des e.V. nieder. Nun haben der Vereinsbeirat und Vizepräsident Rainer Adrion zu den Vorwürfen Stellung bezogen, die unter anderem gegen den Präsidenten Claus Vogt erhoben wurden.

Drohte VfB-Präsident Claus Vogt mit Rücktritt? Vereinsbeirat widerspricht

Als Grund für den sofortigen Rückzug nannten Bizer und Schosser Konflikte in der Gremienarbeit, die bei einer Klausurtagung am vergangenen Wochenende am Jako-Stammsitz in Hollenbach eskaliert sein sollen. 

In den Rücktrittsschreiben, die unserer Redaktion vorliegen, war die Rede von "unerträglichem, unprofessionellem, alleine auf Machtsicherung bedachtem und diffamierendem Vorgehen wesentlicher Mitglieder der Gremien". Weiter wurde von einem "aggressiven Umfeld" in den Gremien berichtet, Namen wurden aber keine genannt.

Der Vereinsbeirat widerspricht diesen Anschuldigungen in einer Stellungnahme auf der VfB-Homepage vehement. "Präsidium und Vereinsbeirat sind kollegiale und demokratische Gremien, in denen Mehrheitsbeschlüsse Verbindlichkeit besitzen. Gleichberechtigt steht es allen Gremienmitgliedern frei, sich entsprechend einzubringen und zu äußern." Weiter heißt es: "Die Abläufe entsprechen stets den gültigen Regeln wie z. B. Geschäftsordnungen oder den im Club geltenden Kommunikationsrichtlinien."

Inzwischen hat sich auch Vizepräsident Rainer Adrion zu den erhobenen Vorwürfen zu Wort gemeldet: "Den Vorwurf der Intransparenz und der mangelnden Aufklärung weise ich daher entschieden zurück. Eine Diffamierung von Personen in jedweder Form hat nicht stattgefunden und gehört nicht zu meinen Persönlichkeitsmerkmalen."

Trotz doppeltem Rücktritt: Vereinsbeirat des VfB weiter handlungsfähig

Darüber hinaus berichtete Martin Bizer über angebliche Rücktrittsdrohungen des VfB-Präsidenten Claus Vogt während der Klausurtagung. Der Vereinsbeirat widerspricht auch diesen Darstellungen und stellt klar: "Claus Vogt hat auf der Klausurtagung am vergangenen Wochenende zu keinem Zeitpunkt mit Rücktritt gedroht."

Trotz des doppelten Rückzugs ist der Vereinsbeirat des VfB Stuttgart 1893 e.V. weiter handlungsfähig. "Bis zur nächsten Mitgliederversammlung bleibt der Vereinsbeirat mit reduzierter Personenzahl voll arbeits- und beschlussfähig", heißt es in der Stellungnahme des Gremiums. "Eine Nachbesetzung findet auf der Mitgliederversammlung 2023 statt. Hierzu gibt es ein Bewerbungsverfahren gemäß unserer Satzung, zu dem rechtzeitig aufgerufen wird."