VfB ärgert sich über VAR: „Klares Foul“ an Stiller, warum dann kein Elfer?
Stuttgart. Der VfB Stuttgart hat gegen die TSG Hoffenheim mit 1:2 (0:1) verloren. Eine der Schlüsselszenen des Spiels war ein mögliches Foulspiel im TSG-Strafraum von Ozan Kabak an Angelo Stiller. Der VfB-Profi kam in der 25. Minute nach einem Schlag aufs Knie zu Fall und musste danach sogar verletzt ausgewechselt werden. Hätte der VfB hier einen Elfmeter bekommen müssen? Trainer Sebastian Hoeneß hat jedenfalls eine klare Meinung. Wir klären auf.
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VfB Stuttgart: Foul von Kabak an Stiller?
Warum pfeift Schiedsrichter Sven Jablonski hier keinen Elfmeter? Warum greift der Videoschiedsrichter (VAR) nicht ein und schickt den Referee in die Review-Area, damit sich Jablonski die Szene wenigstens anschauen kann? Denn: Angelo Stiller wurde in der 25. Minute klar getroffen. Der VfB-Profi legte sich den Ball im Strafraum an Kabak vorbei und wurde vom TSG-Profi am Knie getroffen – eine klassische „Knie-auf-Knie-Szene“. Stiller kam zu Fall, die VfB-Profis protestierten vehement.
Auch Sebastian Hoeneß machte an der Seitenlinie einen aufgebrachten Eindruck. Der Trainer hatte sich die Szene in der Behandlungspause von Angelo Stiller am Tablet an der VfB-Auswechselbank angeschaut. Danach winkte Hoeneß in Richtung Sven Jablonski ab und war sichtlich verärgert. „Aus meiner Sicht ist die Szene sehr klar. Wir wundern uns sehr, dass es nicht mal angeschaut wurde“, sagte Sebastian Hoeneß nach der Partie auf der Pressekonferenz.
Hoeneß: „Man sieht sofort, wie das Knie weg schlackert“
„Die Eingriffsschwelle für den VAR kann noch so hoch sein, das ist ein Foulspiel.“ Jeder, der einmal Fußball gespielt habe, der wisse, wie weh so ein Schlag aufs Knie tut, so Hoeneß weiter. „Ich habe auf der Bank direkt zwei Wiederholungen gesehen. Man sieht sofort, wie das Knie weg schlackert. Es gibt keine Verzögerung zwischen Schlag und Schmerzempfindung“, sagte der VfB-Trainer.
Für Ärger sorgte auch, dass ein mögliches Handspiel von Yanik Spalt vor der Pause vom VAR gecheckt wurde, obwohl klar ersichtlich war, dass ein Hoffenheimer Spieler vorab mit der Hand am Ball war. „Da wurde die Szene angeschaut und wir fragen uns, warum wurde die andere Szene dann nicht angeschaut“, so Hoeneß. Die Entscheidung, keinen Strafstoß zu pfeifen, sei für den VfB-Trainer daher nur schwer zu akzeptieren.
VfB gegen Hoffenheim: Warum Schiri Jablonski keinen Elfer pfiff
Auch Fabian Wohlgemuth ärgerte sich nach dem Spiel in der Mixed-Zone über den ausgeblieben VAR-Eingriff. Für den Sportvorstand lag in der Szene „ein klares Foul“ vor. Allerdings: Sven Jablonski hatte den Kontakt auf dem Feld gesehen und als nicht-strafbares Foulspiel bewertet. Eine Einschätzung, die womöglich dadurch verstärkt wurde, dass Stiller theatralisch zu Boden geht.
Auch deshalb könnte Jablonski den Kontakt als nicht ursächlich für das Fallen von Angelo Stiller eingeordnet haben. Und hier liegt das Problem: Jablonski hat die Szene gesehen und bewertet. Der Referee hat dies verbal und mit Gesten untermauert. Aus Sicht des VAR lag hier keine klare und unmittelbare Fehlentscheidung vor, weshalb der Videoschiedsrichter nicht eingreifen konnte – es lag keine klare Fehlentscheidung vor.
Anders wäre es gewesen, wenn Sven Jablonski den Kontakt am Knie gar nicht gesehen und bewertet hätte. Nur in diesem Fall hätte der VAR den Referee an den Bildschirm schicken können. Das heißt: Die Entscheidung, in der Stiller-Szene nicht auf Elfmeter zu entscheiden, war regeltechnisch wohl korrekt. Auch wenn die VfB-Verantwortlichen das (verständlicherweise) anders sehen




