VfB Stuttgart

VfB überzeugt im Celtic Park: Das hat in Glasgow den Unterschied gemacht

Der VfB Stuttgart bejubelt den Treffer zum 4:1 durch Tiago Tomás (zweiter von links). Für den Portugiesen war es ein besonderes
Der VfB Stuttgart bejubelt den Treffer zum 4:1 durch Tiago Tomás (zweiter von links). Für den Portugiesen war es ein besonderes Tor. © Scott Heppell

Glasgow. Der VfB Stuttgart hat in den Play-offs der Europa League gegen Celtic Glasgow mit 4:1 gewonnen. Damit stehen die Chancen auf einen Achtelfinaleinzug sehr gut. Die Hoeneß-Elf zeigte auf dem Rasen das, was ihr in den vergangenen Monaten im europäischen Ausland häufig gefehlt hatte: Kaltschnäuzigkeit und Widerstandsfähigkeit. Es war ein Sieg, der sowohl den Trainer als auch die zahlreich mitgereisten Fans vollends zufriedenstellte. Wir erklären, was in Glasgow so gut geklappt hat und für wen sich alle am meisten freuen.

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VfB: Tiago Tomás erzielt seinen Treffer in einer emotionalen Zeit

Mit dem Treffer zum 4:1-Endstand in der Nachspielzeit rundete Tiago Tomás den Abend des VfB ab. Nach Vorlage von Nikolas Nartey traf der Flügelstürmer und baute das Polster, mit dem die Schwaben ins Rückspiel gehen, weiter aus. „Mich persönlich und wir alle freuen uns tierisch für ihn. Er hat es gut gemacht und belohnt sich mit einem sehr wichtigen Tor für uns“, sagte Hoeneß. In der Tat liefen nahezu alle Spieler des VfB direkt zum emotional jubelnden Torschützen, der nach einem Trauerfall derzeit eine schwere Zeit durchmacht.

Es war der Schlusspunkt eines Abends, an dem die Schwaben gegen ihren traditionsreichen und namhaften Gegner über nahezu die gesamte Spielzeit überzeugten. „Jeder hat gesehen, dass die Jungs wussten, um was es heute ging“, sagte Hoeneß. Man habe auch Druckphasen gehabt, in denen man verteidigen musste – bis auf den Fehlpass von Atakan Karazor in der 21. Minute beim 1:1 blieb das Tor für Celtic verriegelt.

VfB Stuttgart: Sebastian Hoeneß freut sich über Effizienz

Vor allem aber sagte Hoeneß zu, was seine Mannschaft vorne ablieferte: „Wir haben Effizienz gezeigt – etwas, das uns in den letzten internationalen Spielen gefehlt hat.“ In der Tat erzielte der VfB mit seinen ersten beiden Abschlüssen direkt zwei Tore – Bilal El Khannouss hieß in beiden Fällen der Torschütze. Und auch wenn im Spielverlauf die ein oder andere kleinere Chance nicht drin war: Anzeichen von Chancenwucher – wie zum Beispiel in Basel oder Rom – ließen die Schwaben gar nicht erst zu.

Das Resultat: ein hochverdienter Auswärtssieg gegen einen Gegner, der zeitweise mehr mit sich selbst beschäftigt schien. Die durch Fanproteste und Unmut gegen die Klubführung ohnehin angeknackste Stimmung im Celtic Park ebbte mit jedem Tor weiter ab. Als Tomás das 4:1 erzielte, waren die Ränge bereits gut geleert.

Gästeblock des VfB nimmt den Celtic Park zeitweise ein

Nicht aber der Gästebereich. Die mitgereisten Stuttgarter Anhänger gaben nicht nur mit ihrer Choreo vor dem Spiel ein starkes Bild ab, sondern überbrückten die dem situativen Support geschuldeten Ruhephasen der Heimfans konsequent mit lautstarker Unterstützung. „Always look on the bright side of life“, tönte es in der Nachspielzeit aus dem Block – die Leichtigkeit neben dem Platz war zu spüren.

Und auch auf dem Rasen lieferte der VfB ein Bild ab, das kaum einen Zweifel daran lassen sollte, dass die Schwaben den beruhigenden Vorsprung in der nächsten Woche ins Ziel bringen. Hinten mit dem nötigen Kampf und vorne mit beeindruckender Effizienz – das neue Kapitel in der andauernden Europapokalreise des VfB Stuttgart lieferte auf und neben dem Platz starke Aspekte und Geschichten aus Glasgow.

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