VfB Stuttgart

VfB-Einzelkritiken gegen Freiburg: Harmlos im Angriff - Defensive pennt erneut

Fußball Bundesliga VfB Stuttgart vs. SC Freiburg
Stürmer Sasa Kalajdzic stand gegen Freiburg sinnbildlich für eine schwache Offensive des VfB. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart hat das Heimspiel gegen den SC Freiburg mit 0:1 (0:1) verloren. Im Baden-Württemberg-Duell mussten sich die Schwaben durch den Treffer des Tages von Vincenzo Grifo (11.) geschlagen geben. Die Freiburger gewannen die Partie mit minimalem Aufwand in der Offensive und cleverem Verteidigen, während die Schwaben vor allem in der Offensive einen enttäuschenden und harmlosen Auftritt hinlegten. Ein Patzer in der VfB-Defensive reichte dem SC zum Auswärtssieg.

Die Stuttgarter Profis in den Einzelkritiken unserer Redaktion:

Florian Müller: War wie schon in Bremen musste der Keeper nach dem ersten Schuss auf seinen Kasten hinter sich greifen. Konnte beim Griffo-Treffer aber nichts machen. War ansonsten kaum beschäftigt, da die Freiburger kaum vor seinem Tor auftauchten - Note: 3

Hiroki Ito: Passte sich der grundsätzlichen Verunsicherung im Stuttgarter Spiel an. Im Gegensatz zu seinen Nebenmännern leistete sich der Japaner aber keinen groben Patzer. Wurde gegen den Ball auf seiner linken Seite ein ums andere Mal von Sosa im Stich gelassen und sah sich zwei Freiburgern gegenüber. Überschaubare Zweikampfquote von 43 Prozent - Note: 4

Waldemar Anton: Legte gegen Bremen einen durchwachsenen Auftritt hin und musste sich gegen Freiburg deutlich steigern. Direkt nach elf Minuten patzte der Abwehrchef aber erneut, als er einen harmlosen Flankenball im Zentrum unbedrängt passieren ließ. Daraus resultierte das 0:1. Musste in Halbzeit zwei nicht mehr viel machen, da Freiburg sich aufs Verteidigen konzentrierte - Note: 4

Konstantinos Mavropanos: Wurde nach seiner Wasserablagerung im Knie rechtzeitig fit und sollte Vincenzo Grifo auf seiner Abwehrseite in den Griff bekommen. Schon nach elf Minuten war der Plan hinüber, als er den Freiburger im Rücken davonlaufen ließ. Zu seiner Verteidigung: Anton hätte den Ball klären müssen. Gewann 88 Prozent seiner Zweikämpfe und war bester Spieler in der Dreierkette - Note: 3,5

Borna Sosa: Startete das erste Mal seit seinen wochenlangen Adduktorenproblemen in der Startelf und sollte die linke Seite mit seinen Flankenläufen beackern. Das klappte aber nur suboptimal, zudem ließ der Kroate seinen Hintermann Hiroki Ito ebenso oft im Stich wie sein Positions-Vorgänger Silas. Hatte in der 48. Minute die große Chance auf das 1:1, scheiterte aber an SC-Keeper Flecken und übersah dabei Vagnoman in der Mitte. Schwacher Auftritt mit nur 14 Prozent gewonnenen Zweikämpfen - Note: 4

Wataru Endo: Traf zwar gegen Bremen zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich, konnte aber bislang nicht an seine restlos überzeugenden Auftritte aus der Rückrunde anknüpfen. Gegen Freiburg bekam er es mit einem gut abgestimmten Mittelfeld zu tun und musste unglaublich viele Räume zulaufen. Leistete sich dabei ungewöhnlich viele Wackler und hatte mit 45 Prozent wieder eine überschaubare Zweikampfquote. Beim VfB-Kapitän ist weiter Luft nach oben - Note: 3,5

Naouirou Ahamada: Startete wie das gesamte Team gut, baute aber stark ab. War im Spielaufbau kaum zu sehen, bewegte sich schlecht in den Räumen und sorgte dafür, dass im Stuttgarter Zentrum ein riesiges Loch klaffte. Man hatte den Eindruck, der junge Franzose versteckte sich. Gewann nur 20 Prozent seiner Zweikämpfe und hatte keinen einzigen Torabschluss. Schwacher Auftritt - Note: 5

Chris Führich: An dem flinken Angreifer scheiden sich die Geister. Macht viel Arbeit gegen den Ball, läuft als erster Achter im Trichter-System viele Räume zu und ackert unermüdlich. In der Offensive tritt er aber viel zu harmlos auf. Hat gute Ansätze, verpasst aber oft den richtigen Moment fürs Abspiel - es kommt einfach zu wenig dabei rum. Verwickelte sich zudem nach 28 Minuten in eine unnötige Rangelei mit Roland Sallai und sah dafür zurecht die gelbe Karte. Auch in Halbzeit zwei keine gefährliche Aktion, wurde zurecht ausgewechselt - Note: 5

Josha Vagnoman: Sein Einsatz war (wie bei Mavropanos) aufgrund einer Muskelverhärtung lange fraglich, startete aber auf der rechten Wingbacker-Position. Hatte in der sechsten Minute die erste Kopfballchance, war sonst in der Offensive aber kaum zu sehen. Hatte wenig Defensivprobleme auf seiner rechten Seite, aber auch von ihm kam unterm Strich zu wenig - Note: 4

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Silas Katompa Mvumpa: Kam nach seinem Tor gegen Bremen direkt in der Doppelspitze zum Zug und ersetzte den erkrankten Tiago Tomas. Hat im Sturmzentrum wesentlich weniger taktische Aufgaben und sollte sich frei bewegen. Von dem Kongolesen kam aber kaum einen nennenswerte Offensivaktion, zu oft vertändelte und verspielte er eine aussichtsreiche Situation. Hatte als Angreifer keinen einzigen Torabschluss - Note: 5

Sasa Kalajdzic: Wirkte auch gegen Freiburg so, als wäre er nicht mit hundert Prozent bei der Sache. Dem Angreifer verspringen zu viele Bälle, selbst einfache Pässe kann der Österreicher mitunter nicht kontrollieren. Ließ sich immer wieder ins Zentrum zurückfallen, um irgendwie am Spiel teilnehmen zu können. Hatte drei Torabschlüsse, die aber alle harmlos waren. Auch von ihm ein schwacher Auftritt - Note: 5

Auswechselspieler

Lilian Egloff (ab der 70. Minute für Chris Führich): Sollte für Schwung sorgen, das gelang ihm in einer chaotischen Schlussphase aber zu selten. Ein Abschluss ging knapp am Kasten vorbei - Note: -

Luca Pfeiffer (ab der 70. Minute für Borna Sosa): Auch er sollte den Sturm neu beleben, hatte aber keine gefährlich Aktion. Immer wieder unsaubere Ballablagen auf die Außen - Note: -

Enzo Millot (ab der 76. Minute für Naouirou Ahamada): Ohne Bewertung

Juan Jose Perea (ab der 85. Minute für Josha Vagnoman): Ohne Bewertung

Die Benotung

1 = überragend | 2 = stark | 3 = solide | 4 = dürftig | 5 = schwach | 6 = außer Form