VfB Stuttgart

VfB-Einzelkritiken gegen Schalke: Vagnoman sieht Gelb-Rot - Endo sticht heraus

Fußball Bundesliga VfB Stuttgart vs. FC Schalke 04
Die Szene des Spiels: VfB-Profi Josha Vagnoman sieht Gelb-Rot. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart und der FC Schalke 04 trennen sich in einer zerfahrenen und schwachen Bundesliga-Partie mit 1:1. Beide Teams agierten hektisch und phasenweise kopflos, ein richtiger Spielfluss kam nur selten zustande. Viele Ballverluste und individuelle Fehler prägten das Spielgeschehen. Für den VfB traf Chris Führich (18.), für die Gäste der Ex-Stuttgarter Simon Terodde (21.). Zu allem Überdruss flog Josha Vagnoman in der 67. Minute mit Gelb-Rot vom Platz. Der VfB wartet nach dem Unentschieden weiter auf den ersten Sieg.

Die Stuttgarter Profis in den Einzelkritiken unserer Redaktion:

Florian Müller: Rettete dem VfB in Köln mit einer absoluten Glanzparade in der Nachspielzeit einen Punkt. Gegen Schalke musste er aber wieder hinter sich greifen, chancenlos beim 1:1. Rettete den Schwaben in der Schlussphase erneut einen späten Rückstand, seine Strafraumbeherrschung war dieses Mal aber nicht so stabil - Note: 3

Hiroki Ito: War auf seiner linken Seite oft allein gelassen, stemmte sich aber mit aller Kraft gegen die drohende Niederlage. Zweikampfquote mit 50 Prozent ausbaufähig, der Japaner erlaubte sich aber wie gewohnt keinen Aussetzer. Unauffälliger Auftritt ohne große Ausschläge - Note: 4

Waldemar Anton: Hatte es gegen Simon Terodde mit einem Ex-Stuttgarter zu tun. Musste dementsprechend in viele Kopfballduelle gehen. In der 21. Minute lief ihm der Schalke-Stürmer im Rücken weg und netzte zum 1:1 ein. Köpfte in der wilden Schlussphase viele Bälle weg und hielt die Stuttgarter Dreierkette zusammen. Starke 70 Prozent gewonnene Zweikämpfe - Note: 3

Konstantinos Mavropanos: Musste in der Schlussphase auf seiner rechten Seite allein ran. Zweikampfquote mit 57 Prozent eher unter seinem Niveau, presste aber gut gegen den Ball. War einer der wenigen Stuttgarter, der in der Offensive für halbwegs Gefahr sorgte - Note: 3

Borna Sosa: Nach Ende der Transferperiode am Donnerstagabend (01.09.) war klar: Der Kroate bleibt beim VfB. Dementsprechend stand er gegen Schalke auch gleich in der Startelf. Machte auf seiner linken Seite aber kein gutes Spiel, verlor viele Bälle im Vorwärtsgang und arbeitete dann nicht nach hinten mit. Sah eine unnötige Gelbe Karte und konnte keine gefährliche Aktion beisteuern - Note: 5

Wataru Endo: War gegen Schalke wieder als Abräumer und Leader gefragt. Die vielen Ballverluste der Nebenmänner zwangen den Capitano in unzählige Zweikämpfe, ein ums andere Mal verhinderte er einen gefährlichen Gegenstoß. Ging voran und ordnete das Spiel in einer hektischen Schlussphase. Zweikampfquote mit 56 Prozent aber eher unterdurchschnittlich - Note: 2,5

Naouirou Ahamada: Wie in den letzten Wochen: Immer wieder mit guten Einzelaktionen, immer wieder blitzt sein Talent auf. Gegen den Ball aber wieder mit Schwierigkeiten, sein Defensivverhalten muss besser werden. Muss stabiler werden, um dem VfB langfristig weiterzuhelfen - Note: 4,5

Chris Führich: War wieder viel unterwegs und hatte einige gute Aktionen. So zum Beispiel in der 19. Spielminute, als er den VfB mit seinem ersten Saisontreffer in Führung schoss. Guter Abschluss aus spitzem Winkel, allerdings leicht abgefälscht. War der auffälligste Spieler in der Offensive, ließ aber wie die gesamte Mannschaft in Hälfte zwei nach. Wurde in der 74. Minute aus taktischen Gründen ausgewechselt - Note: 3,5

Josha Vagnoman: Gab wie gewohnt einen defensiveren Wingbacker als Borna Sosa. Wenn er sich mal in der Offensive mit einschaltete, wirkte das meist zu kompliziert und nicht geradlinig genug. Fiel erst in der 67. Minute das erste Mal auf – aber leider im negativen Sinne. Flog nach einem dummen Foul mit Gelb-Rot vom Platz und erwies seiner Mannschaft damit einen Bärendienst - Note: 5

Silas Katompa Mvumpa: Vergab gegen Köln reihenweise gute Torchancen. Trainer Matarazzo hatte aber das Gefühl, dass der Knoten des Angreifers gegen Schalke „endlich platzt“. Bereitete das 1:0 durch Führich vor, als er van den Berg den Ball gedankenschnell abnahm. War der einzige Offensivspieler, der für ansatzweise Gefahr sorgte. An seinem Abschluss muss der Kongolese aber zwingend arbeiten - und der Knoten ist weiter nicht geplatzt - Note: 4

Lilian Egloff: Gegen Köln fehlte er noch kurzfristig, gegen Schalke stand der Youngster dann zum ersten Mal in seiner Bundesliga-Karriere in der Startelf. Kam in der Doppelspitze zum Einsatz, Neuzugang Guirassy saß zunächst auf der Bank. Ging im Zentrum etwas unter, hatte wenig zwingende Ballaktionen und es versprangen ungewohnt viele Bälle. Hätte gegen eine wackelige Schalker Defensive sicher mehr anrichten können, das war zu wenig - Note: 4,5

Auswechselspieler

Tiago Tomas (ab der 62. Minute für Lilian Egloff): Unsichtbar nach seiner Einwechslung. War aber auch der Unterzahl geschuldet, konnte nicht eingreifen - Note: 4,5

Enzo Millot (ab der 62. Minute für Borna Sosa): Wie Tomas kaum zu sehen, musste mehr gegen den Ball arbeite, als ihm lieb war. Auch er Opfer der Gelb-Roten Karte von Vagnoman - Note: 4,5

Pascal Stenzel (ab der 75. Minute für Chris Führich): Rettete kurz vor Schluss den drohenden Rückstand und half dabei, die Defensive zu stabilisieren - Note: Ohne Bewertung

Serhou Guirassy (ab der 83. Minute für Silas Katompa Mvumpa): Ohne Bewertung

Atakan Karazor (ab der 83. Minute für Naouirou Ahamada): Ohne Bewertung

Die Benotung

1 = überragend | 2 = stark | 3 = solide | 4 = dürftig | 5 = schwach | 6 = außer Form