VfB gegen HSV: Dieses Spiel erinnert Sebastian Hoeneß an den Beginn des Erfolgs
Stuttgart. Der VfB Stuttgart empfängt am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) in der Bundesliga den Hamburger SV. Das Spiel gegen den Aufsteiger ist nicht nur in der Gegenwart wichtig, um Punkte für die Champions-League-Qualifikation zu sammeln – es weckt auch Erinnerungen an vergangene Zeiten, als die Schwaben 2023 gegen die Hanseaten letztlich den Klassenerhalt in der Relegation schafften. Damals frisch Trainer beim VfB: Sebastian Hoeneß. Wir haben mit dem Coach über das damalige Duell gesprochen – nach dem der Stuttgarter Aufschwung so richtig begann.
Sie wollen unseren VfB-WhatsApp-Channel abonnieren? Dann klicken Sie hier auf diesen Link .
VfB Stuttgart: HSV gastiert wieder bei den Schwaben
Sebastian Hoeneß muss sich in letzter Zeit viel mit Rückblicken befassen. Der 4:0-Sieg gegen den VfL Wolfsburg am 1. März war sein 100. Bundesligaspiel für den VfB Stuttgart, erst kürzlich jährte sich seine Anstellung bei den Schwaben zum dritten Mal. Und nun, vor dem Heimspiel gegen den Hamburger SV, werden wieder Erinnerungen an alte Zeiten wach, bei denen es für Stuttgart weitaus schlechter aussah, als es momentan mit Tabellenplatz vier der Fall ist.
Das Spiel am Sonntag markiert das erste Mal seit dem 1. Juni 2023, dass der Hamburger SV beim VfB Stuttgart zu Gast ist. Damals ging es nicht „nur“ um Punkte in der Tabelle, sondern ums sportliche Überleben. Es war das Hinspiel der Relegation, in die sich der VfB rettete, nachdem Sebastian Hoeneß knapp zwei Monate zuvor das damalige Schlusslicht der Bundesliga übernommen hatte. Im Grunde genommen war es der Anfang von Hoeneß’ Erfolgsgeschichte beim VfB.
Diese Erinnerungen hat Sebastian Hoeneß an die Relegation gegen den HSV
Die Schwaben ließen über beide Spiele der Relegation kaum Zweifel daran, dass sie die Liga halten sollten – der 3:1-Sieg in Hamburg folgte auf den 3:0-Erfolg vor heimischem Publikum, an den Sebastian Hoeneß auch 2026 auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen den HSV noch „ausschließlich positive Erinnerungen“ hat: „Wir haben es da gepackt, das war verdient. Wir haben gemeinsam eine absolute Drucksituation überstanden.“ Das 3:0 zu Hause sei ein überragendes Spiel gewesen, bei dem man sogar noch höher führen hätte können – schließlich vergab Serhou Guirassy sogar einen Elfmeter.
„Aber ich erinnere mich noch genau, wie Dinos Mavropanos den Kopfball reinmacht“, sagt Hoeneß mit Blick auf das 1:0 des wuchtigen griechischen Innenverteidigers nach 44 Sekunden. „Das Stadion ist explodiert, das war Wahnsinn.“ Josha Vagnoman und Serhou Guirassy hießen die weiteren Torschützen, der Grundstein war gelegt – für den Klassenerhalt, aber auch für alles, was unter Hoeneß’ Leitung in den nächsten zwei Saisons folgen sollte: Vizemeister, Champions League, Pokalsieger.
VfB braucht Punkte im CL-Rennen: Sieg gegen HSV wäre wichtig
„Das Spiel gegen Hamburg war sicher auch noch mal ein kleiner Baustein auch für die Dinge, die dann kamen“, sagt Hoeneß. Einen solchen Baustein will die Hoeneß-Elf nun auch in der Gegenwart setzen – um die zweite Qualifikation für die Champions League binnen drei Jahren zu erreichen. Dafür ist mit Blick auf das schwere Restprogramm (unter anderem Bayern, Hoffenheim, Leverkusen und Frankfurt) ein Sieg gegen den HSV fast Pflicht.
Die Hanseaten stehen als Aufsteiger auf Platz zwölf, haben sechs Punkte Vorsprung auf den Stadtrivalen St. Pauli auf dem Relegationsplatz. „Sie spielen eine sehr, sehr gute Saison“, sagt Sebastian Hoeneß über den kommenden Gegner. „Hamburg stellt seine Gegner vor Aufgaben. Wir müssen gut organisiert sein, wollen sie aber natürlich mit unserer Wucht vor Probleme stellen.“
Knackt der VfB die Hamburger Abwehr?
Es wartet kein leichtes Spiel gegen einen defensivstarken Gegner, der sicherlich wieder tief verteidigen wird – eine Charakteristik, mit der sich der VfB vor allem in der Rückrunde gerne schwertut. Es braucht also volle Aufmerksamkeit, Einsatz, Konsequenz. Als Antwort auf die ärgerliche Niederlage gegen Dortmund, um weitere Schritte in Richtung Champions League zu gehen – und um weiter auf die erfolgreiche, emotionale Relegation vor fast drei Jahren aufzubauen.
So könnte der VfB spielen: Nübel – Jeltsch, Chabot, Hendriks – Vagnoman, Chema Andrés, Stiller, Führich – Undav, El Khannouss – Demirovic.



