VfB: „Müssen Elfmeter bekommen“– mit dieser Szene haderte Hoeneß gegen Bremen
Stuttgart. Der VfB Stuttgart hat beim 1:1 gegen Werder Bremen einen Punktverlust im Champions-League-Rennen hinnehmen müssen. Das lag größtenteils an der eigenen Leistung, die nicht die beste war, und an der guten Bremer Defensive. Das sah Trainer Sebastian Hoeneß weitgehend ähnlich – in einer Situation hätte er aber gerne einen Elfmeter gehabt. Wir erklären, um welche Szene es geht.
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VfB Stuttgart: Luca Jaquez elfmeterreif gezogen?
In der 17. Spielminute flog eine Ecke des VfB scharf zwischen Elfmeterpunkt und Fünfmeterraum, Luca Jaquez lief mit Tempo genau in diesen Raum ein – ein gefährlicher Standard, was in den vergangenen Wochen in Stuttgart durchaus Seltenheitswert besitzt. Doch nicht deswegen, sondern aufgrund des Einsteigens von Bremens Karim Coulibaly sorgte die Szene auf der Pressekonferenz nach dem Spiel für Gesprächsstoff.
Als Jaquez Coulibaly beim Einlaufen entwischte, zog der Bremer Verteidiger den Schweizer Nationalspieler von hinten am Trikot, brachte den Stuttgarter zu Fall. Grund genug für VfB-Trainer Sebastian Hoeneß, diese Szene in seinem Spielfazit ungefragt anzusprechen.
VfB vs. Bremen: Darum hätte es einen Strafstoß geben müssen
„Ich möchte es nicht größer machen als nötig, aber finde, dass wir da einen Elfmeter bekommen müssen“, so Hoeneß. „Ich habe eine Zeitlupe gesehen, die mir reicht: Der Bremer zieht aus einer sehr schlechten Position unseren Spieler, der Ball kommt genau in diesen Bereich.“ Zudem dauerte das Halten recht lange an, es war kein kurzes Zupfen. Allesamt Kriterien, die bei derartigen Standard-Rangeleien in der Regelauslegung entscheidende Kriterien für Schiedsrichter sind und in der Vergangenheit bei etwaigen Strafstoßpfiffen auch ausschlaggebend waren.
Passiert das vermeintliche Foul abseits des Balles, wird ebenso gerne mal weggesehen wie bei Duellen, bei denen beide Spieler noch die Chance auf das Spielgerät haben und sich dementsprechend hart bearbeiten. Die Situation gegen Bremen erfüllte diese Kriterien eigentlich – die Pfeife von Schiedsrichter Christian Dingert blieb aber ebenso stumm wie mögliche Einwände von Videoassistent Arne Aarnink. Auch die Proteste von Co-Trainer David Krecidlo bei dem Vierten Offiziellen Wolfgang Haslberger änderten daran nichts.
VfB bleibt im CL-Rennen auf Platz vier
„Das wäre kurz vor dem Bremer Tor unsere Führung gewesen und hätte uns sicher geholfen“, sagte Hoeneß. Gute eineinhalb Minuten später erzielte Jens Stage die Führung für den SV Werder Bremen, der Stuttgart bis in die 61. Minute hinterherlief und nach dem Ausgleich von Ermedin Demirovic keine weitere Antwort fand. Die Elfmeterentscheidung war also sicherlich keine spielentscheidende – sie hätte der Partie aber definitiv einen anderen Anstoß geben können.
So stand am Ende das 1:1 – mit dem der VfB im Champions-League-Rennen immerhin vor den letzten drei Spieltagen auf Platz vier blieb. „Der Punkt kann sehr wertvoll sein“, sagte Hoeneß, der stolz auf die Moral seiner Truppe war.



