VfB Stuttgart

VfB Stuttgart: 1:1 gegen Werder Bremen – das waren die Schlüsselszenen

Jamie Leweling im Zweikampf mit Yukinari Sugawara.
Jamie Leweling im Zweikampf mit Yukinari Sugawara. © Julia Rahn

Stuttgart. Der VfB Stuttgart hat in seinem Heimspiel in der Bundesliga gegen den SV Werder Bremen 1:1-Unentschieden gespielt. Im Ligaspiel nach dem emotionalen DFB-Pokalfinaleinzug am Donnerstag ließen die Schwaben gegen die Hanseaten also Punkte im CL-Rennen liegen. Wir berichten vom Spiel des VfB – und erklären, was die Schlüsselmomente waren.

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VfB Stuttgart: Hoeneß rotiert nach Pokalnacht

Durch den Punkt bleibt der VfB im Rennen um die Champions League auf Platz vier. Nachdem die Konkurrenz am Samstag ihre Hausaufgaben gemacht hatte, bleibt Stuttgart vor den kommenden direkten Duellen mit Hoffenheim und Leverkusen in der Pole-Position.

Das Pokal-Halbfinale gegen Freiburg kostete über 120 Minuten Kräfte – und das spiegelte sich auch in der Aufstellung von VfB-Trainer Sebastian Hoeneß wider. Sechs Änderungen im Vergleich zum Donnerstag, darunter auch das Comeback von Dan-Axel-Zagadou in der Innenverteidigung – die Rotationsmaschine lief mal wieder auf Hochtouren.

Schlüsselmoment 1: Werder bestraft Stuttgarter Defensivlücken

Die Rotation, die mentale sowie die körperliche Anstrengung merkte man den Stuttgartern zu Beginn deutlich an. Mit Ball oft ungenau, hinten passte die Abstimmung nicht immer. Senne Lynen (6.) und Jens Stage (8.) verpassten noch für Bremen, ehe Stage schließlich zur Führung traf (18.).

Ein Bremer Einwurf auf der rechten Stuttgarter Seite landete über Umwege bei Rechtsverteidiger Yukinari Sugawara – unter anderem sah Comebacker Zagadou in einem Zweikampf unglücklich aus. Sugawara legte zurück auf Stage, der platziert und flach durch die Beine von Maximilian Mittelstädt ins Tor traf. So waren auch erste Annäherungen des VfB hinfällig, vor dem Rückstand hatten Deniz Undav (12.) und Tiago Tomás (14./nach Traumpass von El Khannouss) Chancen ausgelassen. Insgesamt zeigte der VfB aber zu wenig.

Schlüsselmoment 2: Backhaus pariert stark gegen El Khannouss

Das wär’s gewesen: Nach einer Flanke von Lorenz Assignon köpfte Bilal El Khannouss aus sechs Metern – SVW-Keeper Mio Backhaus parierte mit einem starken Reflex. Es war die bis dahin größte Chance des VfB – wer weiß, was drin gewesen wäre, wenn dieser Ball ins Netz geflogen wäre und Stuttgart früh nicht mehr dem Rückstand hinterhergelaufen wäre.

Die Hausherren kamen im Verlauf der ersten Halbzeit noch zu Chancen: Backhaus hielt einen Freistoß von Mittelstädt (31.), Leweling wurde im Fünfmeterraum geblockt (44.), El Khannouss und Undav verzogen (45.+1). Die größte Chance hatte aber noch VfB-Leihgabe Jovan Milsoevic für Bremen, als er Zagadou alt aussehen ließ und freistehend das Tor verpasste (41.).

Schlüsselmoment 3: Demirovic kommt und trifft

In der 56. Minute hatte Sebastian Hoeneß als Reaktion auf die schwache erste Halbzeit bereits dreimal gewechselt, unter anderem Chris Führich und Ermedin Demirovic gebracht. Beide belebten die Partie direkt, nach einem gefühlvollen El-Khannouss-Chip in die Mitte köpfte Demirovic aus fünf Metern mit seinem zweiten Ballkontakt zum 1:1 ein (61.).

Jens Stage scheiterte im Anschluss an Alexander Nübel – viel Offensives kam ansonsten nicht mehr von Bremen. Aber auch nicht vom VfB, der zwar drückte, aber nicht wirklich zu klaren Gelegenheiten kam. Backhaus konnte einen Freistoß von Badredine Bouanani um den Pfosten lenken (82.) und hielt gegen Demirovic (89.). Am Ende blieb es aber beim Remis, weil dem VfB die letzte Genauigkeit und Durchschlagskraft im letzten Drittel fehlte.

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