VfB Stuttgart

VfB nach enttäuschendem Rückrundenstart: Auf dem Boden der Tatsachen

Fußball Bundesliga SpVgg Greuther Fürth vs. VfB Stuttgart
Beim biederen 0:0 in Fürth hat es der VfB verpasst, mit frischem Schwung in die Rückrunde zu starten. © Pressefoto Baumann

Kraftvoll und erfolgreich wollte der VfB Stuttgart in die Rückrunde starten. Doch nach dem enttäuschenden 0:0 beim Tabellenletzten in Fürth macht sich Ernüchterung breit. Die junge Truppe ist auf dem harten, ungemütlichen Boden der Tatsachen gelandet. Inzwischen dürfte allen Beteiligten klar sein: Der Kampf gegen den Abstieg wird eine zähe Angelegenheit werden.

Reicht die Qualität?

„Es ist eine Vielzahl an talentierten Spielern da, die - wie wir in der letzten Saison gesehen haben - extrem viel leisten können. Und da müssen sie wieder hinkommen“, fordert VfB-Boss Thomas Hitzlsperger. Die große Frage ist nur: Wie kommt die Mannschaft wieder auf dieses Leistungsniveau aus der Vorsaison, als die Stuttgarter mit frechem Offensivfußball die Liga aufmischten? Beziehungsweise: Kann sie das überhaupt schaffen? Oder war die starke Spielzeit nach dem Aufstieg womöglich nur ein Ausreißer nach oben und spiegelt die aktuelle Runde die tatsächliche Qualität der jungen Truppe wider? 

Der ideen- und kraftlose Auftritt vom Samstagnachmittag (08.01.) rückt eben diese unbequeme Frage ins Zentrum der Debatte. Mit Ausnahme der Schlussphase waren die Schwaben im Frankenland nicht in der Lage, den Fürther Kasten auch nur ansatzweise in Gefahr zu bringen. Dem Stuttgarter Spiel fehlten Dynamik, Zielstrebigkeit und Präzision.

Da sich die SpVgg vorrangig auf die Defensivarbeit verlegte, entwickelte sich ein Bundesliga-Kick, der den Beitragsmachern der TV-Sender die Schweißperlen auf die Stirn trieb. Nur wenig besser erging es dem weiß-roten Anhang. Vielerorts geht inzwischen die Sorge um, ob die vorhandene Qualität im Kader ausreicht, um in der Endabrechnung mindestens zwei (im besten Fall drei) Teams hinter sich zu lassen.

Eine trügerische Hoffnung

Fakt ist: Die bisher gezeigten Leistungen lassen Zweifel aufkommen. „Die Jungs müssen sich straffen“, findet auch Sportvorstand Hitzlsperger. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass die Mannschaft in der Hinrunde zahlreiche Ausfälle (corona- und verletzungsbedingt) verkraften musste. Laut einer aktuellen Auswertung des Blogs fußballverletzungen.com ist der VfB die Mannschaft mit den zweitmeisten verletzungs- oder krankheitsbedingten Ausfällen im Laufe der Hinrunde.

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In den verbleibenden 16 Saisonspielen soll nun das Ruder herumgerissen werden. Dabei ruhen die Hoffnungen vor allem auf den lange Zeit so schmerzlich vermissten Stürmern Sasa Kalajdzic und Silas. Beide haben die erste Saisonhälfte nahezu komplett verpasst, beide sollen nun die Wende bringen. Eine trügerische Hoffnung, da die Rekonvaleszenten noch nicht zu alter Stärke zurückgefunden haben. Und die Zeit spielt gegen den VfB. 

In Fürth erlaubte sich das Team einen eigentlich schon verbotenen Ausrutscher. Ein Dreier beim Schlusslicht war angesichts der bedrohlichen Tabellensituation quasi verpflichtend. Nun kommt das offensivstarke RB Leipzig nach Bad Cannstatt (15.01.), anschließend müssen die Stuttgarter zum stabilen SC Freiburg (22.01.) und zum Auftakt in den Februar kommt die wiedererstarkte Eintracht aus Frankfurt an den Neckar (05.02.).

Das Programm der nächsten Wochen hat es also in sich. Und der Auftakt in Fürth ging bereits in die Hose. Was den Druck auf das Team weiter erhöht. Denn: Einen schwächeren Gegner wird der VfB in den verbleibenden Partien definitiv nicht mehr bekommen.

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