VfB Stuttgart

VfB-Neuzugang Juan José Perea: Das Kraftpaket aus Kolumbien stellt sich vor

Juan Jose Perea
Juan Jose Perea hat beim VfB einen Vertrag bis zum 30. Juni 2026 unterschrieben. © Danny Galm

Noch muss sich Juan José Perea gedulden. Aber bald schon wird der Neuzugang des VfB Stuttgart voll im Mannschaftstraining mitmischen. Der 22 Jahre alte Angreifer aus Kolumbien hat sich jedoch zügig im Teamgefüge zurechtgefunden - und will schnellstmöglich auch auf dem Platz auf sich aufmerksam machen.

Neuzugang Juan José Perea: „Es war eine aufregende Erfahrung“

„Mental und emotional bin ich bereits integriert“, erzählt der Stürmer am Montagvormittag (11.07.) am Rande einer Einheit im Trainingslager im Allgäu. Als er von seinen ersten Tagen im Kreis der neuen Kollegen berichtet, leuchten seine Augen förmlich auf. Der Neuzugang fühlt sich nach drei Tagen bereits pudelwohl: „Wenn du eine gute Gruppe hast mit guten Charakteren, ist es leicht, sich zu integrieren. Es fühlt sich so an, als wäre ich schon länger hier.“ 

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Sein Talent für Sprachen - Perea spricht portugiesisch, griechisch, englisch, spanisch und ein bisschen deutsch - dürfte die Integrationsarbeit ebenso erleichtert haben wie seine offene, zugängliche Art. „Es war eine aufregende Erfahrung. Das Team hier ist voller guter Leute.“

Leichte Waden-Probleme bremsen ihn aktuell noch aus

Sobald das Kraftpaket aus Kolumbien körperlich voll belastbar ist, darf er seine Qualitäten zeigen. Er scharrt dabei förmlich mit den Hufen. „Ich bin schnell und stark. Zudem bringe ich eine gute Mentalität auf den Platz“, so Perea, der aktuell noch von leichten Waden-Problemen ausgebremst wird: „Ich brauche noch ein bisschen. Aber es geht von Tag zu Tag besser.“

Beim VfB ist der 1,81 Meter große Goalgetter als zweite Spitze oder für den Flügel eingeplant. „Gott sei Dank habe ich das Potenzial, auf vielen Positionen zu spielen“, sagt Perea, „der Coach wird das entscheiden. Und egal, wo er mich hinstellt: Ich werde mein Bestes geben.“

Perea soll den Leistungsdruck in der Offensive erhöhen

Für rund 2,2 Millionen Euro Ablöse kam er aus Griechenland von PAS Ioannina. Und Sportdirektor Sven Mislintat widerspricht, wenn der Transfer als Vorgriff für einen weiterhin im Raum stehenden Abgang von Sasa Kalajdzic gesehen wird. „Dazu muss man die beiden nur nebeneinanderstellen“, schmunzelt Mislintat mit Blick auf die 20 Zentimeter Größenunterschied. Perea soll vielmehr den Leistungsdruck in der Offensive erhöhen und die Möglichkeiten für Trainer Pellegrino Matarazzo erweitern. 

Er selbst freut sich, dass er mit seinem Onkel, der in Tamm bei Ludwigsburg lebt, bald ein bisschen Familie in seiner Nähe haben wird. Schließlich tourt Perea seit dem zarten Alter von 14 Jahren durch die Fußballwelt. Und die Familie in Kolumbiens Hauptstadt Bogota verfolgt die Karriere aus der Ferne. Über Salzburg, die U19 des FC Porto, Panathinaikos Athen, Volos NPS und Ioannina hat in sein Weg nun in die Bundesliga geführt. 

Warum sich Perea für den VfB entschieden hat

Am Ende der vergangenen Saison hatte er die Qual der Wahl. Gleich mehrere Angebote lagen auf dem Tisch. Unter anderem vom 1. FC Nürnberg und PAOK Saloniki. Seine Entscheidung für den VfB erklärt er unter anderem mit der Geschichte des Klubs und dem Standing des Traditionsvereins in der Region: „Die Leute lieben den Klub. Das war mein erster Eindruck. Als ich hier war in Stuttgart, musste ich nicht noch einmal überlegen.“

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Besonders verzückt hat Perea die VfB-Fans bereits einmal. Und zwar mit einem Foto, das den kleine Juan dick eingemummelt und mit VfB-Schal in der Mercedes-Benz-Arena zeigt. „Es war das erste Fußball-Spiel, das ich in Europa gesehen habe“, erzählt Perea: „Wenn ich in mein Kinderzimmer gehe, habe ich dort mit Sicherheit noch die Eintrittskarte.“ Bald schon wird er in die Cannstatter Arena zurückkehren. Dieses Mal aber nicht auf der Tribüne - sondern unten auf dem Rasen.