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VfB-Neuzugang Juan Jose Perea: Warum der Stürmer die Matarazzo-Elf besser macht

Juan Jose Perea
Juan Jose Perea wird beim VfB Stuttgart künftig das Trikot mit der Rückennummer 11 tragen. © VfB Stuttgart

Am Ende ging es bei Juan Jose Perea ganz schnell. Erst am Mittwoch (06.07.) keimten die ersten Gerüchte über einen möglichen Wechsel zum VfB Stuttgart auf - am Freitag (08.07.) verkündete der Bundesligist dann den erfolgreichen Transfer. In der kommenden Saison geht der Stürmer also im Trikot mit dem Brustring auf Torejagd. Der Kolumbianer erhält bei den Schwaben einen Vier-Jahres-Vertrag bis zum 30. Juni 2026. Wir erklären, warum der Angreifer zum VfB passt - und warum er Erinnerungen an Nicolas Gonzalez weckt.

Juan Jose Perea: Schneller, robuster und zweikampfstarker Stürmer

Im Alter von 18 Jahren verließ der in Bogota geborene Angreifer zum ersten Mal seine Heimat. Zuvor genoss Perea in Kolumbien seine Fußballausbildung und schloss sich im Sommer 2018 der U19 des FC Porto (Portugal) an. Dort kam er aber nur selten zum Einsatz.

Nach nur einer Saison wechselte der Mittelstürmer dann nach Griechenland, wo er für Panathinaikos auflief. Nach einem Leihjahr beim griechischen Erstligisten Volos NPS wurde der Stürmer an PAS Giannina verkauft, wo er in der abgelaufenen Saison in 33 Ligaspielen zehn Treffer erzielte.

Juan Jose Perea hat vor allem eine Stärke: sein Tempo. Er gilt als antrittsschneller und wendiger Angreifer, der vor allem bei tiefen Laufwegen gefährlich ist. Als Stürmer lauert der Kolumbier oft an der Abseitslinie, um dann im richtigen Moment loszusprinten. Auch seine Robustheit und Zweikampfstärke zeichnet den Stürmer aus. 

Doch nicht nur als klassischer Mittelstürmer, auch als Flügelspieler kann der 22-Jährige eingesetzt werden. "Juan José Perea bringt viel Geschwindigkeit und einen großen Offensivdrang in unser Spiel ein. Er kann sowohl mit Tempo über die Flügel agieren als auch im Sturmzentrum spielen", so Sportdirektor Sven Mislintat über die Stärken des Neuzugangs.

Warum der Neuzugang ins System des VfB passt

Pellegrino Matarazzo hat mit Juan Jose Perea also eine weitere Offensiv-Waffe in seinem Arsenal. Der VfB-Trainer kann diese auch gut gebrauchen, denn im Sturm haben die Schwaben großen Nachholbedarf. Stürmer Nummer 1, Sasa Kalajdzic, kann die Schwaben bei einem entsprechenden Angebot im Sommer noch verlassen.

Stürmer Nummer 2, Silas, ist eigentlich Flügelspieler. Stürmer Nummer 3, Mohamed Sankoh, kehrt gerade von einem Totalschaden im Knie zurück. Und die Stürmer 4 und 5, Alou Kuol und Thomas Kastanaras, sind zu jung und unerfahren, um auf einen Durchbruch in diesem Jahr zu hoffen.

Der Kolumbianer füllt also zunächst mal eine Lücke im Kader der Schwaben. Doch auch taktisch passt der Neuzugang ins System von Pellegrino Matarazzo. Der Coach hat in den bislang absolvierten Testspielen immer mit einer Doppelspitze spielen lassen. Neben Sasa Kalajdzic, der eher als Wand- und Zielspieler agiert, könnte Perea mit seinem Tempo und Tiefgang glänzen. Im Testspiel gegen Wehen Wiesbaden hat diese Rolle Mohamed Sankoh übernommen, den die Schwaben aber behutsam aufbauen wollen. Perea passt also ins Bild.

Der 22-Jährige gibt dem VfB-Team zudem eine Stärke, die es seit dem Abgang von Nicolas Gonzalez verloren hat: Einen schnellen und robusten Stürmer, der den nötigen Tiefgang hat. Der nach Italien abgewanderte Argentinier galt als "Bohrer" und ständiger Arbeiter - genau das können die Fans nun auch von Juan Jose Perea erwarten. Als nominellen Ersatz von Sasa Kalajdzic kann der Kolumbianer aber nicht gesehen werden. Sollte der Österreicher also wechseln, bräuchte der VfB noch einen weiteren Stürmer.