VfB Stuttgart fertigt Wolfsburg mit 4:0 ab: Das waren die Schlüsselmomente
Stuttgart. Der VfB Stuttgart hat in der Fußball-Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg mit 4:0 gewonnen. Es war ein bärenstarker Auftritt der Schwaben im 100. Bundesligaspiel für Trainer Sebastian Hoeneß für den VfB. Wir berichten vom Stuttgarter Heimsieg und liefern die wichtigsten Schlüsselmomente.
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VfB Stuttgart: Big Point im Rennen um die Champions League
Der Sieg war wichtig – für das Stuttgarter Gefühl, aber vor allem auch für die Tabelle: Leverkusen spielte am Tag zuvor nur Unentschieden gegen Mainz, Hoffenheim verlor gar gegen St. Pauli. So war die Tür offen für den VfB, im Champions-League-Renne richtig Meter zu machen. Durch die drei Punkte hat die Hoeneß-Elf nun auf die punktgleichen Hoffenheimer aufgeschlossen und das sechstplatzierte Leverkusen, das noch ein Spiel weniger hat, auf sechs Zähler distanziert. Da konnte auch der kurzfristige Ausfall von Jeff Chabot und Josha Vagnoman nichts ändern.
Schlüsselmoment 1: Deniz Undav staubt zur Führung ab
Von Beginn an hatte der VfB die Wolfsburger fast pausenlos eingeschnürt, in der 21. Minute war es dann so weit: Chris Führich zog auf dem linken Flügel gegen Sael Kumbedi in Richtung Grundlinie, brachte den Ball flach und scharf nach innen. Die Hereingabe konnten Freund und Feind nicht kontrollieren, von Ermedin Demirovcis Fuß prallte die Kugel vor Deniz Undavs Füße. Der Stürmer vollstreckte kompromisslos. Es war Undavs 50. Tor für den VfB Stuttgart und sein dritter Treffer in den vergangenen drei Bundesligaspielen.
Die Führung hatte sich angedeutet: Der VfB war klar spielbestimmend, das Gegenpressing passte, Wolfsburg kam kaum zu längeren Ballbesitzphasen. Bereits kurz zuvor hatte Führich den Treffer auf dem Fuß, Kamil Grabara hielt aber für den VfL (15.).
Schlüsselmoment 2: Jamie Leweling trifft nach überragendem Konter
So leicht kann Fußball gehen: Angelo Stiller setzte sich im Mittelfeld durch, über Demirovic, Undav und Führich rollte der Cannstatt-Express in den Strafraum. Führichs Querpass fand am zweiten Pfosten den eingelaufenen Leweling, der den Ball nur über die Linie drücken musste (30.). Schnörkellos, direkt, erfolgreich – wenn auch gegen beinahe beeindruckend teilnahmslose Gäste.
Ohnehin war das Muster „von Flügelspieler zu Flügelspieler“ im breit aufgefächerten VfB-Spiel ein häufiges Muster – das starke Angriffszentrum band die schwachen Wolfsburger oft genug an sich, sodass sich außen die Räume immer wieder anboten.
Schlüsselmoment 3: Lewelings Hammer macht den Deckel drauf
Das Tor beseitigte noch vor dem Halbzeitpfiff alle Zweifel am Stuttgarter Sieg (42.). Ein langer Einwurf von Ramon Hendriks wurde nicht ausreichend geklärt, Leweling schloss mit seinem schwächeren linken Fuß aus der Drehung per Dropkick ab – eine äußerst anspruchsvolle Aktion in nahezu perfekter Ausführung. Grabara bekam die Arme nicht mehr rechtzeitig hoch, der Ball schlug ein.
Die Halbzeitführung ging auch in der Höhe voll in Ordnung, kurz vor dem Pausenpfiff hätte Lovro Majer nach Fehlpass Hendriks noch verkürzen können – verzog aber sinnbildlich (45.+2). Im ohnehin schon spärlich besetzten Wolfsburger Gästeblock wurden die Fahnen schon in der Halbzeit eingefahren. Man muss es so klar sagen: Der eigentlich gut besetzte VfL Wolfsburg spielte seinem Tabellenplatz entsprechend – wie ein Absteiger. Den zweiten Durchgang spielten die Schwaben seriös zu Ende – weiterhin stark, aber nicht mehr mit dem Ertrag des ersten Durchgangs. Nikolas Nartey erzielte in der Nachspielzeit noch das vierte Tor (90.+5). Demirovic (57.), El Khannouss (58.) und Nartey hatten zuvor auch gute VfB-Chancen, El Khannouss holte sich mit seiner Auswechslung noch die fünfte Gelbe Karte wegen Meckerns ab – am gelungenen Stuttgarter Fußball-Nachmittag sollte das aber Randnotiz bleiben.




