VfB Stuttgart

VfB Stuttgart gewinnt 4:1 bei Bayer Leverkusen: Leweling überragt bei Kantersieg

Fußball Bayer 04 Leverkusen vs. VfB Stuttgart
Der VfB Stuttgart jubelt über das 3:0 von Jamie Leweling (rechts). Josha Vagnoman (links) und Ramon Hendriks freuen sich mit dem Torschützen. © Julia Rahn

Leverkusen. Der VfB Stuttgart hat sein Auswärtsspiel gegen Bayer Leverkusen hochverdient mit 4:1 gewonnen. Dabei spielte das Team von Sebastian Hoeneß nicht nur gut, sondern deklassierte die Hausherren zum Jahresauftakt besonders in der ersten Hälfte regelrecht. Es war der erste Sieg der Schwaben gegen die Werkself seit 2018, Trainer Hoeneß feierte den ersten Dreier gegen Leverkusen in seiner Trainerkarriere. Der VfB ist damit punktgleich mit Bayer, klettert zumindest vorzeitig auf Tabellenplatz fünf. Wir berichten vom Topspiel der Fußball-Bundesliga.

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Hoeneß musste auf die Personalnot in der Innenverteidigung reagieren, schickte mit Jeff Chabot und Ramon Hendriks zwei Linksfüße von Beginn an im Abwehrzentrum auf den Platz. Im Vergleich zum 0:0 gegen die TSG Hoffenheim vor Weihnachten rutschte noch Chris Führich für den verletzten Tiago Tomás in die Startelf.

VfB Stuttgart: Überragende erste Halbzeit stellt Weichen auf Sieg

Von Beginn an ließ der VfB keinen Zweifel daran, heute unbedingt als Sieger vom Platz gehen zu wollen. Viel Ballbesitz, gutes Gegenpressing: Stuttgart war da. Mit dem ersten Angriff bediente Chris Führich Josha Vagnoman, der mit seinem Kopfball eigentlich schon die Führung markieren musste, aber an Mark Flekken scheiterte (2.). Jamie Leweling erzielte schließlich das 1:0 aus Sicht der Schwaben, vollendete einen starken Angriff über Atakan Karazor und Deniz Undav cool (7.). Ein weiterer Treffer Lewelings wurde wegen Abseits aberkannt (15.).

Ab der 20. Minute kamen die Hausherren besser in die Partie, Maximilian Mittelstädt rettete stark in höchster Not eine scharfe Hereingabe (26.). Wenig später stach der Linksverteidiger auf der anderen Seite hervor, verwandelte einen von Vagnoman herausgeholten Foulelfmeter sicher zum 2:0 (29.). Keeper Alexander Nübel hielt mit schnellem Reflex gegen Malik Tillman (32.) und rettete vor Martin Terrier (38.), ehe der volle Wahnsinn seinen Lauf nahm: Denn in den Schlussminuten der ersten Halbzeit sorgte der VfB für die Vorentscheidung. Leweling schnürte mit einem Schuss aus 18 Metern gegen wehrlose Leverkusener seinen Doppelpack (45.), 73 Sekunden später erhöhte Undav nach Vorlage Führichs zum 4:0-Pausenstand (45.+2).

2. Halbzeit: Leverkusen drückt, aber Stuttgart lässt nichts anbrennen

Im zweiten Durchgang zeigte die Werkself ein besseres Gesicht, wollte etwas am klaren Spielstand ändern. Alejandro Grimaldo verwandelte einen Foulelfmeter in die Mitte zum 1:4-Anschlusstreffer (66.). Jeff Chabot hatte Tillman klar gefoult. Schon zuvor war Leverkusen zu Gelegenheiten gekommen – besonders durch Grimaldo, der in der 63. noch an Nübel scheiterte.

Sein Treffer sollte aber nur noch Ergebniskosmetik bleiben: Der VfB kam zwar nur noch sporadisch vor das gegnerische Tor, verwaltete die hohe Führung aber unterm Strich solide und ließ keine Zweifel am Sieg aufkommen – der mit einer bärenstarken ersten Halbzeit eingetütet wurde. Hoeneß wechselte noch munter durch, Neuzugang Jeremy Arévalo kam in der 79. Spielminute noch zu seinem Bundesliga-Debüt. Finn Jeltsch kam nach überstandenen Rückenproblemen auch zum Einsatz, Ermedin Demirovic feierte nach langer Verletzung sein Comeback (88.). Am Ende allesamt Randnotizen, die einen rundum gelungen Jahresauftakt des VfB Stuttgart abrundeten.

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