VfB Stuttgart: Unmut nach Auswechslung – das war los bei Führich und Demirovic
Stuttgart. Der VfB Stuttgart hat beim 4:0-Sieg gegen den Hamburger SV souverän und verdient die nächsten drei Punkte in der Bundesliga eingefahren. Es war ein Spiel, dass gerade offensiv den Schwaben sichtbar Spaß machte, immer wieder kamen sie zu gut herausgespielten Chancen. Zwei der Angreifer sorgte bei ihrer Auswechslung aber für Verwunderung: Ermedin Demirovic und Torschütze Chris Führich lamentierten für alle sichtbar gegenüber Trainer Sebastian Hoeneß, als sie in der 69. Minute vom Feld mussten. Wir haben bei Hoeneß nachgefragt, um was es dabei ging.
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VfB Stuttgart: Das sagt Hoeneß zum Frust seiner Spieler
Vor den Augen von Fernseh- und Stadionpublikum diskutierte Ermedin Demirovc zuerst aufgebracht mit seinem Coach, der ihm auch ein paar Worte entgegnete. Und als Hoeneß gerade mit seinem Stürmer fertig war, hatte auch noch Chris Führich Redebedarf nach seiner Auswechslung. Für den Trainer ein unnötiges und ärgerliches Nebenthema an einem eigentlich überzeugenden und erfolgreichen Abend für den VfB. „Wenn das Spiel 1:1 ausgeht, ist das natürlich gefundenes Fressen für euch“, sagte Hoeneß in Richtung der Journalisten auf der Pressekonferenz. „Und auch bei diesem 4:0 wird danach gefragt.“
Vorneweg: Zwischen den Diskussionsparteien ist schon wieder alles geklärt. Demirovic und Führich gingen beide selbstständig auf ihren Trainer zu und entschuldigten sich für die Situation. Bei Führich sei es ohnehin ein anders gelagertes Thema gewesen, so Hoeneß, ohne in die Tiefe gehen zu wollen. „Medo (Demirovic, Anm. d. Red) ist ein feiner Kerl und super Typ, der zumindest im Nachgang dafür ein Gespür hatte.“
Führich, Demirovic und Hoeneß glätten beim VfB die Wogen
Chris Führich äußerte sich nach dem Spiel beschwichtigend und diplomatisch am Dazn-Mikro: „Nein, ich war nicht sauer, das ist nur so rübergekommen. Ich stehe natürlich immer gerne auf dem Platz.“ Auch Demirovic stand gegenüber den anwesenden Journalisten Rede und Antwort: „Ich habe mich schon entschuldigt, habe überreagiert. Ich wollte klarstellen, dass ich mich über den Sieg freue und kein Stinkstiefel bin, der jetzt Randale macht und tagelang sauer ist.“
Die Situation sei eine Mischung aus allem gewesen – in der Aktion vor der Auswechslung wurde Demirovics Treffer zum vermeintlichen 4:0 wegen Abseits aberkannt. Hoeneß habe ihm bei dem Wechsel dazu gesagt, dass es ihm deswegen leidtue, so der Stürmer. „Dann war es einfach Frustration, die hochgekommen ist.“
„Solche Situationen tunlichst verhindern“ – das störte Hoeneß
Demirovic und Führich waren sicherlich nicht die ersten Spieler der Fußballgeschichte, die mit ihrer Auswechslung haderten. Dennoch: Es war die Sichtbarkeit dieses kurzfristigen Konflikts für alle, die die Sache ärgerlich für alle Beteiligten machte. „Man muss aufpassen und schauen, dass man seine Emotionen im Griff behält. Es ist natürlich unglücklich gelaufen für Medo. Wir sollten solche Situationen tunlichst verhindern.“
Ein weiterer Aspekt: Derartige Reaktionen senden natürlich auch nicht das beste Signal an die eingewechselten Spieler. „Es ist normal, dass Spieler auf dem Platz bleiben wollen – insbesondere in Medos Fall, wenn man noch kein Tor gemacht hat“, so Hoeneß. Trotzdem müsse jedem klar sein, dass draußen auch ein paar Jungs seien, die gerne spielen würden – wahrscheinlich sogar von Anfang an.
VfB im CL-Rennen nach Sieg gegen HSV wieder auf Kurs
Es war ein Randaspekt eines sonst komplett überzeugenden Sieges des VfB Stuttgart. Inzwischen sind die Wogen wieder geglättet, was für die Schwaben die Hauptsache sein dürfte. Aber: Im engen Rennen um die Champions League kann der VfB keine Nebenkriegsschauplätze gebrauchen – Hoeneß wird also hoffen, dass diese Vorkommnisse beim VfB einmalig bleiben.




